Sonntag, 12. März 2017

(Leseeindruck) "Throne of Glass - Kriegerin im Schatten" von Sarah J. Maas

 
 
„Kriegerin im Schatten“ startet äußerst vielversprechend – wir dürfen Celaenas „Assassin-Seite“ hautnah miterleben - was gleich dafür gesorgt hat, dass ich an den Seiten geklebt bin. Nachdem Celaena tatsächlich der Champion des Königs geworden ist, lässt dieser keine Zeit verstreichen, sondern erteilt ihr erste Aufträge. Und Celaena hat keine andere Wahl als sie auszuführen, schließlich hängt ihr (Über-) Leben davon ab. Ich wusste zwar, dass ihr nichts anderes übrig bleibt, als den Befehlen des Königs zu gehorchen, aber ich war doch ein wenig schockiert und entsetzt, als sie mit zwei abgeschnittenen Köpfen vor dem König stand – Chaol und Dorian ging es übrigens nicht anders. Dann habe ich mich jedoch in Gedanken gescholten und mir wieder vor Augen führt, dass Celaena das ja nicht freiwillig macht.

Auf den nächsten Seiten vertraut Celaena uns allerdings etwas an, was das vorher gelesenen in ein vollkommen anderes Licht rücken lässt. Was genau werde ich natürlich nicht verraten. Ich möchte niemandem den Spaß verderben! Diese Enthüllung hat meine Achtung für Celaena noch weiter steigen lassen. Sie bringt sich dadurch nämlich in ziemlich große Gefahr.

Anschließend durfte ich erst einmal beobachten, wie sich die Beziehungen zwischen Celaena und Chaol, Celaena und Dorian und Celaena und Nehemia weiterentwickelt haben. Dass sich die Beziehung zu Dorian abgekühlt hat, hat mich nicht überrascht. Ich habe damit gerechnet und er hätte es ebenfalls tun müssen. Nichtsdestotrotz tat er mir echt leid. Celaena und Nehemia sind durch ihre tiefe Freundschaft miteinander verbunden, allerdings steht zwischen ihnen, dass Nehemia keinen Hehl daraus macht auf Seiten der Rebellen zu stehen und Celaena befürchtet zu sehr in ihre Pläne verstrickt zu werden. Bei Celaena und Chaol hatte ich wiederum das Gefühl, dass ihre Freundschaft tiefer geworden ist und sie sich näher stehen, als es in Band 1 der Fall war. Bei beiden Seiten war aber auch ein bisschen mehr als nur Freundschaft im Spiel. Chaols Beschützerinstinkt ihr gegenüber ist sehr groß, was mich ein wenig geärgert hat, da er es teilweise echt übertreibt, obwohl Celaena sehr gut auf sich selbst aufpassen kann.

Mein Interesse war schließlich voll und ganz geweckt, als Celaena eines Nachts einem unheimlichen Wesen begegnet, das sein Unwesen im Schloss treibt. Wo kommt es her? Was will es? Hat es etwas mit einer bestimmten Szene aus Band 1 zu tun? Fragen über Fragen, die erst einmal unbeantwortet blieben, da der Fokus auf Celaenas nächsten Auftrag gelegt wurde. Dieser bringt sie nämlich in einen ganz schönen Gewissenskonflikt.

Im weiteren Verlauf der Geschichte gab es viele schöne, aber auch traurige und herzzerreißende Momente. Es kam aber auch vor, dass ich mich über Celaenas Verhalten aufgeregt habe. Meiner Meinung nach hat sie sich zu sehr in Sicherheit gewiegt, anstatt weiterhin wachsam und aufmerksam zu bleiben. Sarah J. Maas hat ihre Fehler immer wieder Konsequenzen folgen lassen, wodurch es mehr als eine überraschende Wendung oder schockierende Enthüllung gab. Es war daher unmöglich eine Pause während des Lesens einzulegen. Man wollte immer wissen wie es weitergeht bzw. was noch alles kommt. Zwischendurch war ich dann wieder damit beschäftigt Chaol als Idioten zu verfluchen oder darüber zu staunen, was für ein faszinierender und vor allem facettenreicher Charakter Celaena doch ist. Hoffentlich war das noch nicht alles, was wir von ihr zu sehen bekommen.

Auf den letzten Seiten und Kapiteln war die Spannung grenzenlos und mitfiebern war angesagt. Das Ende hat mein Herz endgültig zerrissen, sodass ich froh war gleich Band 3 bereitliegen zu haben.

Ach ja: Solltet ihr noch einen Grund brauchen, um dieses Buch/diese Reihe zu lesen, dann ist das definitiv der sprechende Türklopfer Mort. Mort ist frech und nimmt kein Blatt vor den Mund. Damit hat er mich irgendwie an den Geist im Glas aus Lockwood & Co erinnert. Er ist für den Humorfaktor da und sorgt dafür, dass einem alles nicht ganz so ernst vorkommt.

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- Sarina