Montag, 16. Januar 2017

(Leseeindruck) "Evolution - Der Turm der Gefangenen" von Thomas Thiemeyer

 
 
Bevor es an die eigentliche Geschichte ging, gab es einen kleinen Rückblick, in dem uns Thomas Thiemeyer die Ereignisse aus Band 1 kurz und prägnant zusammengefasst hat. Das fand ich gut, auch wenn ich selbst diesen Rückblick nicht gebraucht hätte. Da mich „Evolution: Die Stadt der Überlebenden“ so umgehauen hat, hatte ich alles Wesentliche noch im Gedächtnis.

Als es schließlich losging, hatte mich Herr Thiemeyer sogleich wieder am Haken. Die Geschichte setzt nahtlos an das Ende von Band 1 an, sodass man das Gefühl hatte, nie weggewesen zu sein. Von den Ereignissen war es im Vergleich etwas ruhiger, aber Langeweile kam trotzdem keine auf. Im Gegenteil! Die letzten Überlebenden gewähren Lucie, Katta, Zoe, Olivia, Marek, Paul und Arthur Unterschlupf und stellen sie dem Anführer Jarl Ansgar vor, dem ich gegenüber sofort misstrauisch war, da ich Zweifel hatte ob man ihm wirklich Vertrauen schenken kann. Sehr interessant waren die Einblicke, die wir in das Leben dieser Menschen bekommen haben. Dabei kam es nicht nur unsere Freunde sondern auch ich mir so vor als wären wir im Mittelalter gelandet – und das gilt nur für die Lebensweise, auch ihr Glaube ist ziemlich veraltet. Computer und andere Technologien werden z.B. als „böse“ und dürfen daher von keinem benutzt werden. Wie man sich vielleicht vorstellen kann, sind dadurch ersten Reibungspunkte entstanden. Hinzukam, dass der Glaubensführer unsere Freunden mehr als argwöhnisch beäugt hat. Die Gefahr war also noch lange nicht vorbei…

Auf diesen ersten Seiten und Kapiteln durften wir einige neue Erkenntnisse gewinnen z.B. dass wir uns noch weiter in der Zukunft (im Jahr 2599 um genau zu sein) befinden. Außerdem durften wir erfahren, dass Lucie und die anderen nicht die einzigen Zeitspringer sind bzw. waren, was sie natürlich neue Hoffnung hat schöpfen lassen.

Besonders aufregend und mitreißend waren jedoch die Kapitel, die wir aus Jem’s Sicht lesen durften. Jem, der am Ende von Band 1 von seinen Freunden getrennt wird, muss sich allein durch die Wildnis schlagen und ums nackte Überleben kämpfen. Mehr als einmal ist er in eine brenzlige Situation geraten, die ich atemlos mitverfolgt habe. Schließlich habe ich nur noch gehofft, dass er es ganz schnell zurück zu seinen Freunden schafft. Damit wären zwar auch nicht alle Probleme gelöst, aber es wäre zumindest mal ein Anfang.

Je weiter ich gelesen habe, desto schwerer fiel es mir das Buch auch mal aus der Hand zu legen, wobei ich das eigentlich auch gar nicht gewollt habe. Es spitzt sich nämlich einiges zu, sodass Lucie, Jem & Co. nichts anderes übrig bleibt, als erneut zu flüchten…

Thomas Thiemeyer hat seinen Weltentwurf toll weitergesponnen. Man kann sich ein immer besseres Bild von den Squids, das sind die Tiere, die den Menschen den Kampf angesagt haben, machen. Eine weitere Stärke der Geschichte sind die unterschiedlichen Charaktere. Sie wirken so lebensecht, da ihre Gedanken und Gefühle sehr authentisch dargestellt werden. Schön fand ich auch, dass man bei allen eine Charakterentwicklung sehen konnte bzw. andere Facetten kennengelernt hat. Der eine oder andere Charaktere hat mich überrascht - sowohl im positiven als auch im negativen Sinn.

Im hinteren Teil des Buches gab es eine Wendung, die mir ein mulmiges Gefühl bereitet hat, da ich noch nicht einschätzen kann ob die Folgen gut oder schlecht sind und ob ich mich in demjenigen die ganze Zeit getäuscht habe. 
 (Ich fand Band 1 einen Tick besser!) 

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- Sarina