Dienstag, 29. November 2016

Gemeinsam Lesen #69


Eine Aktion von Asaviel, die nun von Steffi & Nadja alias Schlunzenbücher weitergeführt wird.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese "Tage mit Sam" von Keith Stuart und bin aktuell auf Seite 120.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Wir verbrachten den Vormittag damit, von einem Exponat zum nächsten zu laufen, auf Knöpfe zu drücken, Dinosaurierskelette und die Apollo-Landekapsel zu erforschen, und danach gingen wir in ein altes Café ganz in der Nähe mit leuchtend roter Markisen und kleinen Holztischchen draußen."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Bereits auf der Frankfurter Buchmesse, als ich zufällig auf dieses Buch aufmerksam geworden bin, habe ich mir gedacht, dass mir die Geschichte gefallen könnte. Ich mag Romane, die auch ernstere Themen behandeln, die mich berühren. Und mein Näschen hat mich nicht getäuscht, denn bis jetzt lese ich die Geschichte wirklich sehr gerne, wenn ich sie auch nicht in einem Rutsch lese, da die Stimmung eher bedrückend ist.

Auf den ersten Seiten und in den ersten Kapitel wurde deutlich wie kräftezehrend der Alltag mit einem autistischen Kind ist. Kinder nehmen unsere Welt mit anderen Augen wahr und reagieren auf vieles sensibler als andere Kinder. Sam beispielsweise isst sein Obst und Gemüse nur, wenn es akkurat in gleich große Stücke geschnitten wurde. Ist das nicht der Fall, dann kommt es zu eine kleinen Wutanfall und Jody und Alex - seine Eltern - haben alle Hände voll zu tun ihn wieder zu beruhigen. Wobei...meistens bleibt das an Jody hängen, da Alex total überfordert ist und das Handtuch schmeißt. Das ist wiederum der Grund, weshalb er von Jody vor die Tür gesetzt wurde. Jody hat nämlich die Nase voll davon, dass Alex, immer wenn es kompliziert oder anstrengend wird, sie mit der ganzen Verantwortung alleine lässt. Absolut nachvollziehbar, wobei ich Alex auch irgendwie verstehen kann.

Mittlerweile ist in der einen oder anderen Handlung von Alex zu sehen, dass er am Umdenken ist und sich darum bemüht Verbindung zu Sam aufzubauen. Allerdings hat er da noch einen weiten Weg vor sich...

4. Von welchem Verlag hast du im letzten Monat die meisten Bücher gelesen?

Wenn ich ehrlich bin, hat sich da kein Verlag übermäßig hervorgetan. Drei Bücher waren allerdings aus dem Piper Verlag, den ich in den letzten Jahren sehr zu schätzen gelernt habe. Jennifer L. Armentrouts "Wait-for-you"-Reihe ist hier ebenso erschienen wie die "Elemental Assassin"- Reihe, die sechs Bände der "Mythos Academy" sowie die drei Bände der "Black Blade"- Trilogie von Jennifer Estep.


Welches Buch/ bzw. welche Bücher lest ihr aktuell?

Liebe Grüße

Samstag, 26. November 2016

[Weekly Wrap Up] Zurück in die Vergangenheit und einen Blick in die Zukunft, wo alles "perfekt" ist (oder auch nicht)

 
 
Ich bin so so froh, dass mich meine Freundin davon überzeugen konnte, dieser Reihe eine Chance zu geben...Ich bin absolut begeistert! Dieses Buch hatte neben spannenden, nervenaufreibenden und hochdramatischen Szenen, auch viele wundervolle und vor allem romantische Momente zu bieten. Jaime und Claires Liebesgeschichte ist eine der schönsten, die ich je gelesen habe. (Hach...Ich bin Jaime so was von verfallen ♥) Die beiden stammen zwar aus vollkommen unterschiedlichen Zeiten, aber sie befinden sich trotzdem auf einer Wellenlänge. Außerdem sind die beiden wirklich sympathische Charaktere, die man im Laufe der Geschichte mehr und mehr ins sein Herz schließt, da man sie immer besser kennenlernt. Sie haben sehr facettenreiche, vielschichtige und tiefgründige Charakter. Ich fand es allerdings auch schön mitzuverfolgen, wie sich Jaime und Claires Beziehung verändert hat, wie ihre Liebe mit jedem Hindernis, das es zu überwinden galt, gewachsen ist.

Einsame spitze fand ich auch, wie es Diana Gabaldons geschafft hat mir das Schottland des 18. Jahrhunderts näher zu bringen. Ich konnte mir das Leben auf Burg Leoch, das kleinen Dorf, in dem Geilis lebt und Lallybroch bildhaft vorstellen, sodass es mir so vorkam, als wäre ich mit Claire vor Ort. Man merkt wie viel Recherche (z.B. zu den Themen Highlander Kultur, Jakobiteraufstand, Hexenverfolgung und Hexenprozess) hinter dieser Geschichte steckt.

Claire ist ein Charakter, den man so schnell nicht wieder vergisst. Auch wenn ich ihr Verhalten manchmal nicht ganz nachvollziehen konnte und ich mich über ihre Sturköpfigkeit geärgert habe, habe ich sie sehr gemocht. Vor allem aber habe ich sie wegen ihrer Stärke bewundert. Wie hätte ich mich verhalten, wenn ich mich plötzlich in einer vollkommen fremden Zeit wiedergefunden hätte? Ich stelle mir das unglaublich schwierig vor sich an die Regeln und Sitten, die damals galten, anzupassen, aber Claire hat es irgendwie geschafft.

Neben vielen liebenswerten Nebencharakteren, gab es jedoch auch weniger nette. Ich glaube ich habe noch nie einen Buchcharakter so verflucht, verachtet und gehasst wie Hauptmann Randall.

Obwohl "Feuer und Stein" mehr als 1000 Seiten stark ist, habe ich es wirklich schnell gelesen. Das lag zum einen an Diana Gabaldons leichten und flüssigen Schreibstil, zum anderen daran, dass die Geschichte so viel zu bieten hatte, dass es einem nie langweilig wurde.
 
P.S. Die Serie kann ich euch ebenfalls nur wärmstens ans Herz legen! Sie ist einfach fantastisch, auch wenn die Handlung des Buches nicht zu 100% umgesetzt wird. Was mir besonders gut gefallen hat, war, dass jede Folge anders als die vorherige war.  Man wusste nie so genau, was einen nun erwarten wird. Die Schauplätze fand ich absolut überwältigend (Schottland hat wirklich eine wunderschöne Landschaft), da sie genau so aussahen, wie ich sie mir während des Lesens vorgestellt habe. Das gleiche kann ich auch von den Schauspielern sagen. Caitriona Balfe und Sam Heughan spielen nicht nur  Claire und Jaime, sie sind Claire und Jaime! 

 
 

Einmal angefangen, konnte ich „Flawed“ nicht mehr aus der Hand legen, was daran lag, dass mir die Zukunftsversion, die uns Cecelia Ahern präsentiert hat, wirklich sehr zugesetzt hat. Sie hat auf mich so realistisch gewirkt und ich bin mir sicher, dass sie tatsächlich so in der Wirklichkeit stattfinden könnte. In gewissen Bereichen unserer Gesellschaft lässt sich jedenfalls eine bestimmte Tendenz zum Perfektionismus erkennen. Ich hoffe jedoch, dass es niemals so weit wie in „Flawed“ kommen wird. Dass sich eine Gilde bildet, die es sich raus nimmt, über die Menschen, ihre Entscheidungen, ihre Moral zu urteilen und es als gerechtfertigt sehen, diese als „Fehlerhaft“ zu markieren.

Celestine ist zu Anfang voll und ganz von der Arbeit der Gilde überzeugt und tut daher alles, um absolut perfekt zu sein. Sie schreibt nur Bestnoten, achtet penibel auf ihr Äußeres und ihre Umgangsformen und hält sich an die Regeln. Ihr Weltbild bekommt jedoch erste Risse als ihre Nachbarin Angela Tinder, die gleichzeitig auch eine gute Freundin der Familie und ihre Klavierlehrerin ist, verhaftet wird. Celestine hat Zweifel und fragt sich, ob eine Verurteilung gerechtfertigt ist, ob ihre Entscheidung moralisch wirklich so verwerflich war? Wenig später kommt es schließlich zu dem Ereignis, das ihr Leben für immer verändern wird. Obwohl es verboten ist einem Fehlerhaften zu helfen, macht Celestine genau das, da es ihr in dem Moment richtig vorkam. Sie landet selbst vor Gericht und wird als Fehlerhafte gebrandmarkt, da sie sich weigert zu lügen.

Ich habe total mit Celestine mitgefühlt und mitgelitten. Obwohl ich auf den vorherigen Seiten bereits einen Eindruck davon bekommen konnte, war ich schockiert, wie schrecklich „Fehlerhafte“ behandelt werden. Da es Celestine nun am eigenen Leib erfährt, habe auch ich es erst einmal richtig realisiert, welche Konsequenzen es hat, wenn man als „fehlerhaft“ gebrandmarkt wird. Die Gesellschaft behandelt einen wie einen Aussätzigen. Sie sieht auf einen herab, betrachtet einen als minderwertig. Man wird bespuckt, angepöbelt, verhöhnt. Menschen weiden sich an deinem Schicksal und freuen sich, dass sie selbst nicht davon betroffen sind. Naja und die Regel für die „Fehlerhaften“ sind auch ganz schön happig. Fehlerhafte dürfen nicht alles essen, müssen um so und so viel Uhr daheim sein und z.B. nicht in den Urlaub fahren. Es wird ihnen zudem ein sogenannter „Whistleblower“ an die Seite gestellt, der jeden Abend überprüft, ob wirklich nur die Lebensmittel gegessen wurden, die die Grundversorgung sicherstellen. Außerdem müssen sich Celestine und die anderen einem Lügendetektortest unterziehen, der überprüfen soll, ob sie sich auch wirklich an die Regeln gehalten haben. Celestine und die anderen taten mit total leid und ich konnte einfach nur den Kopf schütteln. Was ist das bitte für eine Gesellschaftsordnung? Und warum sind alle so begeistert davon?

Celestine war mir von Anfang an sympathisch, obwohl sie als sehr naiv, blauäugig und duckmäuserisch wahrgenommen habe. Aber im Grunde kann sie nichts dafür, da sie seit frühester Kindheit dieser Gehirnwäsche unterzogen wurde. Ihr wurde eingetrichtert keinen Zweifel an der Regel ihrer Gemeinschaft zu haben, sodass sie gar nicht gemerkt hat, dass sie und alle anderen ein total ferngesteuertes Leben führen. Aus Angst für fehlerhaft gehalten zu werden, traut sich keiner wirklich er selbst zu sein und dass zu tun was er/sie für richtig hält. Das ist das wichtigste, dass Celestine im Laufe dieses Buch lernt. Und es hat bereits vor Gericht angefangen. Um sich selbst treu zu bleiben, weigert sie sich vor Gericht zu lügen. Da sie immer neue Ungerechtigkeiten erfährt, sowie in Intrigen und Machtkämpfe verwickelt wird, wird sie im Laufe des Buches immer selbstbewusster und stärker.

Ich wurde immer wieder mit Momenten konfrontiert, die mich sprachlos gemacht haben. Es haben sich immer neue Abgründe aufgezeigt, sodass es definitiv nicht langweilig wurde. Die eine oder andere Wendung bzw. Enthüllung war allerdings nicht überrascht, da sie zu offensichtlich waren. Bei einigen Charakteren haben ihre Entwicklungen dafür gesorgt, dass ich das Bild, das ich von ihnen hatte überdenken oder ganz und gar ändern musste.
 

 
 
Nach dem ich „Flawed“ beendet hatte, musste ich sofort zu „Perfect“, der Fortsetzung, greifen. Und was soll ich sagen; dieser zweite Band hat mir sogar noch besser gefallen. Bereits am Anfang haben mich die Worte regelrecht an die Seiten gefesselt, da uns in Sachen Spannung gleich wieder einiges geboten wurde. Celestine ist fest entschlossen Richter Crevan zu stürzen bzw. ihm das Handwerk zu legen. Sie möchte Gerechtigkeit für sich und die anderen Fehlerhaften und ist bereit dafür zu kämpfen. Allerdings wird sie immer wieder von Zweifeln und Bedenken überfallen, was ich absolut nachvollziehen konnte. Viele Menschen sehen in ihr mittlerweile ein Zeichen der Hoffnung und glauben, dass sie ihre einzige Chance auf Veränderung ist. Wenn so viele Hoffnungen auf einem ruhen, setzt, dass einen natürlich unter Druck. Man fragt sich, ob man diesen Erwartungen gerecht werden kann, ob diese gerechtfertigt sind. Immerhin ist sie ein ganz normales Mädchen, das einfach nur versucht mit ihrer neuen Situation umzugehen und zu überleben. Mir hat es jedoch gefallen, dass sich Celestine trotz allem immer wieder ihrer Stärke und Kraft bewusst wurde.

Ebenfalls schön: In Band 1 hatte ich den Eindruck gewonnen, dass in dieser Gesellschaft jegliches Mitgefühl und Anteilnahme gegenüber anderen, gegenüber den Fehlerhaften, fehlt. Hier wurde ich aber eines besseren belehrt. Es gibt tatsächlich auch Menschen, die anders denken, die „Fehlerhaften“ nicht als minderwertig ansehen. Sie helfen wo sie nur können, obwohl sie genau wissen, dass sie sich damit strafbar machen und die Gefahr laufen ebenfalls als „Fehlerhaft“ gebrandmarkt zu werden. Leider war ich gezwungen auch das Gegenteil zu erleben, d.h. Menschen zu treffen, die alles dafür tun, dass es ihnen gut geht und über Leichen gehen, damit es so bleibt.

Mit gewissen Enthüllungen und Wendungen hat es Cecelia Ahern geschafft, dass ich die Vertrauenswürdigkeit von diversen Nebencharakteren hinterfragt habe. Vor allem bei einem Charakter, bei dem ich mir eigentlich sicher war, dass sich Celestine auf seine Unterstützung verlassen kann, habe ich mich auf einmal gefragt, ob er nicht ein ganz anderes Ziel verfolgt. Celestine musste sich also auch dieses Mal mit Rückschlägen auseinandersetzen.

Zum Ende und den Ereignissen in den vorherigen Kapiteln möchte ich eigentlich nichts sagen, außer, dass sie unglaublich mitreißend waren und ich voll und ganz mitgefiebert habe. Der Epilog hätte etwas länger sein können, aber das ist wirklich meckern auf hohem Niveau ;)

Donnerstag, 24. November 2016

[Neuzugänge] Ein paar neue Mangas


Hallo ihr Lieben, 

nach dem ich in den letzten Monaten eher wenige Mangas gelesen habe, hatte ich das Bedürfnis mich mal wieder mit den ersten Bänden von ein paar neuen Reihen einzudecken. Welche es geworden sind, zeige ich euch heute. Außerdem sind bei mir die neuesten Bände von Hiyokoi und Beast Boyfriend einzogen. 

 

Miyako stand ganz oben auf meiner Wunschliste. Wie der Titel schon verrät geht es um Miyako, die schon länger in den Freund ihrer großen Schwester verliebt ist, was sie ihr gegenüber natürlich nie erwähnen würde. Sie findet das Schicksal unfair, da sie Hiroto bereits um einiges länger kennt. Außerdem verbindet sie die Leidenschaft für’s Computerspielen. Als ihr ein Schlüssel in die Hände fällt, der es ihr erlaubt die Vergangenheit zu verändern, packt sie Gelegenheit beim Schopf…Die Story klingt wirklich süß und die Idee mit den Zeitsprüngen bietet sicher einiges an Potenzial. 


Mein göttlicher Verehrer habe ich bei Sabine von BinesBücher gesehen. Ich habe mir die ersten drei Bände gekauft, da mir der Zeichenstil wirklich gefallen hat und die Story irgendwie witzig klang. Bisher gefällt es mir auch gut. In Band 1 ist die Story ein wenig auf der Stelle getappt, was in Band 2 und 3 allerdings schon besser geworden ist. An Band 3 hat mir besonders gut gefallen, dass man einiges über die japanische Götterwelt erfahren hat. Naja und auch die Dynamik zwischen Shizuka und Amane hat was. Band 4 erwarte ich voller Neugier, da ich gerne ein paar Antworten auf meine offenen Fragen haben möchte.   

 

Auf Ein Freund für Nanoka bin ich auch durch Sabine aufmerksam geworden. Ich habe den Manga dann mal angelesen und gemerkt, dass das eine Story ganz nach meinem Geschmack sein könnte. Nanoka ist als einzige ihrer Freundinnen ohne Freund, da sie schlechte Erfahrungen mit Jungs gemacht hat. Eines Tages hört sie zufällig ein Gespräch zwischen einem Jungen und seinen Freunden mit an, woraufhin sie ihn ganz spontan fragt, ob er nicht ihr fester Freund werden möchte. Er weist sie zwar zurück, aber danach bekommen sie einander nicht aus dem Kopf…

 

Yona war ein totaler Spontankauf. Die Kurzbeschreibung hat mich einfach angesprochen, da sie Spannung, Action und vielleicht auch eine kleine Liebesgeschichte verspricht.   

 

Auf den 10.Band von Hiyokoi habe ich mich wahnsinnig gefreut, aber es ist definitiv der schwächste Band bisher. Es ist kaum etwas passiert, der Konflikt aus Band 9 wurde unbefriedigend und halbherzig gelöst und es gab viel zu wenig gemeinsame Momente zwischen Yushin und Hiyokoi. Hoffentlich wird Band 11 wieder besser !

Seit Band 6 sammle ich nun schon die Bände von Beast Boyfriend an, da ich sie gerne hintereinander weggelesen möchte. Zwischen Himari und Keita ist es ein ständiges auf und ein ab. Außerdem gibt es immer wieder total blöde Missverständnisse zwischen den beiden – vor allem weil Himari sich so dämlich anstellt.  


Lest ihr auch gerne Mangas? Wenn ja, was ist eure Lieblingsreihe?

Liebe Grüße