Sonntag, 6. November 2016

[Weekly Wrap Up] Wahn oder Wirklichkeit?

 
  
„Das Paket“ beginnt im Vergleich zum Rest der Geschichte eher ruhig, ist aber nicht weniger spannend. Im Gegenteil! Eigentlich hatte mich Sebastian Fitzek schon mit dem Prolog am Haken. Darin bekommen wir einen Einblick in Emmas Kindheit, die leider alles andere als schön war. Ihr Vater war ein sehr jähzorniger Mann, der seiner Tochter immer wieder schlimme Dinge an den Kopf geworfen hat. Ein ganz anderer Aspekt hat bei mir jedoch für Gänsehaut gesorgt - vor allem da ich leise Zweifel hatte, dass dieser nur eine Ausgeburt von Emmas Fantasie ist.

Im ersten Kapitel - es sind mittlerweile 28 Jahre vergangen – lernen wir Emma als Erwachsene kennen. Sie ist Psychologin von Beruf und hat es sich zum Ziel gemacht Menschen vor ihren psychischen Problemen zu befreien. Außerdem macht sie auf Missstände in ihrem Bereich aufmerksam, auch wenn sie sich damit mehr als unbeliebt macht. Sie ist so stark und selbstbewusst, dass sie mit den Reaktionen, Zweifeln etc. ihrer Kollegen zurechtkommt. Kurze Zeit später ist von ihrer (inneren) Stärke allerdings kaum mehr etwas übrig. Denn Emma wird Opfer eines Serientäters, der von der Öffentlichkeit den Namen „Der Friseur“ bekommen hat. Nach diesem schrecklichen Erlebnis, springen wir noch einmal in der Zeit (6 Monate um genau zu sein) und finden uns in einer Situation wieder, in der sich das Blatt noch einmal komplett für Emma gewandelt hat. Dass hat meine Neugier unheimlich geweckt, da ich mich gefragt habe, was inzwischen alles passiert ist, dass sie in diese Position, in der sie sich gerade befindet, geraten ist.

Emma beginnt zu erzählen wie damals alles mit einem kleinen, unschuldig wirkenden Paket anfing…

Emma tat mir wirklich unfassbar leid. Sie hat nicht nur eines der schlimmsten Dinge erlebt, dass einer Frau widerfahren kann, sondern hat jetzt auch mit den Folgen zu kämpfen, die ihr Leben drastisch einschränken. Sie leidet unter panischer Angst und glaubt in jedem Mann ihren Peiniger zu sehen. Sicher fühlt sie sich eigentlich nur noch in ihren eigenen vier Wänden. Und als wäre das nicht schlimm genug, ist sie mittlerweile so weit an ihrem eigenen Verstand zu zweifeln - was ich sehr gut nachvollziehen konnte. Aus Mangel an Beweisen hat die Polizei nämlich erhebliche Zweifel daran, dass die von ihr geschilderte Vergewaltigung tatsächlich so stattgefunden hat bzw. dass es wirklich der Friseur war, der sich an ihr vergangen hat. Ich hätte echt nicht mit ihr tauschen wollen.

Emma versucht zwar immer sich selbst zu beruhigen, in dem sie sich sagt, dass alles tatsächlich stattgefunden hat, aber vollkommen überzeugt ist sie nicht.

Mit jedem Kapitel spitzt sich die Geschichte mehr zu, sodass es unmöglich war das Buch aus der Hand zu legen. Ich hatte einfach das Gefühl etwas zu verpassen, wenn ich nicht weiterlesen würde. So habe ich ein um die andere Seite gelesen und mich von der fesselnden Handlung mitreißen lassen. Sebastian Fitzek schafft es nicht nur Zweifel an Emmas Wahrnehmung und Glaubwürdigkeit zu sähen, sondern er streut auch immer wieder kräftig Hinweise, die in eine Richtung zu gehen scheinen, sodass man denkt den Täter gefunden zu haben. Einen Moment später wird man allerdings eines besseren belehrt und quasi wieder bei null angefangen. Die Auflösung konnte mich wirklich überraschen, da ich diese Person gar nicht auf dem Schirm hatte. 
 
(Für volle 5 Sterne hat das letzte Fünkchen gefehtl!) 



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- Sarina