Sonntag, 13. November 2016

[Weekly Wrap Up] Eine Wüstenstadt, voller Gefahren und Geheimnisse und ein Ex-Rockstar, der eine fremde Frau in seiner Badewanne sitzen hat

 
 
Nachdem ich auf der Buchmesse das Gespräch mit Markus Heitz verfolgt habe, war ich echt neugierig auf Wédora. Die ersten Seiten und Kapitel haben mein Interesse dann auch wirklich wecken können, sodass ich die Entscheidung, ob ich weiterlesen soll oder nicht, mit einem dicken fetten JA beantwortet habe. Wir lernen am Anfang nämlich nicht nur die beiden Protagonisten Liothan und Tomeija kennen, sondern sind auch gleich mit dabei, als sie sich in riesen Schwierigkeiten bringen und schließlich in einer vollkommen anderen Welt – mitten in der Wüste - wieder erwachen. Und hier wartet ebenfalls gleich die eine oder andere Gefahr auf sie.

Mit einer Karawane gelangen Liothan und Tomeija schließlich nach Wédora, dem mächtigste Handelszentrum der Wüste. Doch so prachtvoll und ruhig die Stadt auch von außen wirkt, das Leben dort ist leider alles andere als ungefährlich. Unter seiner Oberfläche brodeln Machtkämpfe, Intrigen und jede Menge Geheimnisse. Dass wir noch nicht wissen konnten wie der Hase läuft, hat Wédora aber auch so spannend gemacht. Es hat Spaß gemacht mit den Charakteren den Wissenstand stetig zu erweitern, vor allem da man nicht wusste, was als nächstes passieren wird. Durch immer wieder auftauchende Längen, wurden der Spannung leider stellenweise kleine Dämpfer verpasst. Ich habe für meine Verhältnisse lange an der Geschichte gelesen.

Die Charaktere waren sehr gut und facettenreich gezeichnet. Liothan ist zwar ein Dieb, hat aber das Herz am rechten Fleck. Seine Familie liebt er über alles, weshalb es ihm umso wichtiger ist, dass er und Tomeija einen Weg finden wieder nach Hause zu kommen. Dieses Vorhaben erweist sich jedoch alles andere als leicht. Hatten sie eine Spur, dann kam ihnen irgendein Hindernis in die Quere, das es erst einmal zu überwinden galt, bevor ihre volle Aufmerksamkeit auf ihr ursprüngliches Ziel zurückkehren konnte. Tomeija hat mir ebenfalls gefallen. Sie ist eine junge Frau, die sich durchzusetzen weiß und sich nichts und niemanden einschüchtern lässt. Wie man recht schnell merkt hat sie aber auch so ihre Geheimnisse…Diesen wollte ich natürlich unbedingt enträtseln.

In der zweiten Hälfte des Buches bin ich schließlich an einem Punkt angelangt, an dem ich Wédora gar nicht mehr verlassen wollte, da es einfach so viele offene Geheimnisse sowie unterschwellige Kämpfe auszufechten gab. Hinzukamen überraschende Wendungen und Cliffhanger zu Ende eines Kapitels, die mich zum Weiterlesen angetrieben haben. Ich muss allerdings sagen, dass einige Fragen nicht oder nur unbefriedigend beantwortet wurden, was mir nicht so gut gefallen hat. Es ist zwar gut für eine Fortsetzung, aber naja ein bisschen mehr Licht ins Dunkle hätte schon gebracht werden können. Ein kleines Problem hatte ich auch mit der Sprache von Markus Heitz. Sie war mir ein bisschen zu nüchtern. 
 

 
 
Obwohl ich in den letzten 2 Jahren wirklich viel New Adult gelesen habe, fallen mir hin und wieder mal Geschichten in die Hände, die aus der breiten Masse, dem Einheitsbrei, herausstechen. „Crazy, Sexy, Love“ ist so eine Geschichte. Kylie Scott hat es nicht nur geschafft, dass ich an den Seiten geklebt bin, sondern auch, dass ich mich sehr gut unterhalten gefühlt habe. Es gab romantische und gefühlvolle Szenen, aber ebenso viele in denen ich schmunzeln oder sogar laut lachen musste.

Am Anfang werden wir mitten ins Geschehen geworfen, wo wir unmittelbar dabei sind, als Lydia durch ein schäbiges Handyvideo erfahren muss, dass sich ihr Verlobter sie die ganze Zeit nach Strich und Faden verarscht hat. Das tat mir unfassbar leid! Ich habe total mit Lydia mitgelitten. All ihre Träume, Hoffnungen etc. sind von einem auf den anderen Moment zerplatzt wie eine Seifenblase. Naja und dann noch die Gewissheit das dein Verlobter, dir die letzten Monate nur etwas vorgegaukelt hat und es gar nicht ernst mit dir meint, muss sich einfach schrecklich anfühlen. Die weitere Handlung, nach dem Lydia ihren ersten Schock überwunden hat, war leider unfreiwillig komisch. Kurzversion: Lydia flüchtet Hals über Kopf von ihrer eigenen Hochzeitfeier, klettert in einer halsbrecherischen Aktion über einen ca. 2m hohen Zaun, steigt in das Haus ihres Nachbars ein und versteckt sich in dessen Badewanne. Besagter Nachbar kommt schneller als nach Hause, lässt sich ein Bad ein und steht plötzlich nackt vor einer wildfremden Frau im Hochzeitskleid, die klatschnass ist und ziemlich malträtiert aussieht. Lydias Gedanken in dieser Situation waren einfach köstlich. Vaughan hat alles überraschend gut weggesteckt. Im ersten Augenblick war er zwar sauer, doch dann war er super lieb und verständnisvoll. Der erste Schmachtmoment! (Von diesen hatte ich im Laufe der Geschichte noch mehr)

Ein Pluspunkt in dieser Geschichte ist definitiv Lydia. Ich mochte sie (und ihren Humor) unheimlich gerne. Bezüglich ihres Verlobten war sie zwar etwas naiv und gutgläubig…ja und sie hätte für meinen Geschmack noch etwas selbstbewusster sein können, aber alles in allem würde ich sie doch als recht taff bezeichnen. Am besten hat mir gefallen, dass sie immer einen frechen Spruch auf den Lippen hatte. Beispiel:

„Was?“, fragte er mit belegter Stimme.
„Ich denke nur nach“, antwortete ich lächelnd.
„Und worüber?“
„ Darüber, wie sexy du aussiehst, wenn du im Bett liegst, mit einer Tüte Tiefkühlbohnen in der Hose, um deine geprellten Hoden zu kühlen.“


Wie Lydia und Vaughan (keine Ahnung wie man den Namen ausspricht^^) miteinander umgegangen sind, hat mir auf anhieb gefallen. Ich würde ihn als locker, leicht, unbeschwert und flirtend beschreiben. Sie haben sich unheimlich gerne gegenseitig aufgezogen, wobei man schnell gemerkt hat, dass es kräftig zwischen ihnen geknistert hat. Bald darauf war mir klar, dass da mehr zwischen ihnen ist, als sie es sich eingestehen wollen. Da Lydia und Vaughan nicht lange in der Stadt bleiben wollen (und Lydia erst einen Reinfall erlebt hat), möchten sie nichts Festes anfangen. Ganz können sie einander dann doch nicht wiederstehen…Der eine oder andere wird vielleicht anmerken, dass es ihm zu schnell zwischen den beiden ging. Mir ging es nicht so, da man gesehen und gespürt hat wie sich die Verbindung und das Vertrauen zwischen ihnen aufgebaut hat.

Mit Vaughan hat Kylie Scott meinen absoluten Traummann beschrieben. An Lydias Stelle hätte ich ihm auch nicht wiederstehen können. Es war so süß wie er sich um sie gekümmert und auf sie aufpasst hat, damit ihr niemand dumm kommt. Worüber ich die Augen verdrehen musste, waren Lydias Beschreibungen wie sexy Vaughen doch ist und wie ihr Körper auf ihn reagiert. Der Spannung halber sind ihnen ein paar Stolpersteine in den Weg geworfen worden, allerdings war ich froh, dass die Autorin einen nicht so lange hat leiden lassen.


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- Sarina