Samstag, 19. November 2016

[Weekly Wrap Up] Ein "besonderer" Trilogieabschluss und ein abgebrochenes Buch, bei dem die Chemie nicht stimmen wollte

 
  
Die Besondere Kinder-Trilogie hat sich in diesem Jahr wirklich zu einer meiner Lieblingstrilogien gemausert. Der dritte Band hat mir das auch noch einmal bestätigt. „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ setzt dort an, wo „Die Stadt der besonderen Kinder“ aufgehört hat. Ich war sofort wieder mittendrin im Geschehen, was auch daran lag, dass es gleich wieder zur Sache ging. Jakob, Emma und der sprechende Hund Addison haben es zwar geschafft der Gefangennahme durch die Wights zu entgehen, die Gefahr ist damit allerdings noch nicht vorbei. Ein Hollow ist ihnen dich auf den Fersen, doch es scheint so als wäre Jakob zumindest ansatzweise dazu in der Lage diesen zu kontrollieren…

Obwohl ich diese neue Fähigkeit wirklich spannend fand, hat es ein bisschen gedauert, bis sich dieses Pageturner-Gefühl entwickelt hat. Erst als der Fährmann Sharon (Von seinem Aussehen und Auftreten hat er mich total an den Schiffer erinnert, der die Toten zu Hades in die Unterwelt bringt^^) und unsere Freunde nach Devil’s Acre bringt, war ich so richtig an die Seiten gefesselt. Devils Acre, früher eine Gefängniszeitschleife, ist ein besonders übler Ort. Man ist nirgendswo sicher und kann auch keinem vertrauen, perfekt also um einen Haufen besonderer Kinder und Ymbrynes zu verstecken. Dort angekommen war ich eigentlich in ständiger Alarmbereitschaft, da ich jederzeit mit einem Angriff von Seiten der Wights und/oder der Hollows gerechnet habe. Es war mir unmöglich das Buch aus der Hand zu legen.

Schließlich durften wir die Bekanntschaft mit dem etwas seltsamen Mr. Bentham machen und u.a. erfahren, warum das Buch „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ heißt. In diesem Stück verrät der Klappentext mal wieder viel zu viel. Zum Glück habe ich ihn vor dem Lesen nur kurz überflogen, sodass diese „Enthüllung“ zu einem Wow-Effekt geführt und dafür gesorgt hat, dass ich mich noch tiefer zwischen den Seiten vergraben wollte. Aber es gab auch noch andere Gründe. Zum einen blieb ich Mr. Bentham und seinen Motiven gegenüber misstrauisch, da er schwer zu durchschauen war. Zum anderen war ich gespannt, wie Ransom Riggs seine neue Idee weitergesponnen hat.

Was mir ebenfalls gefallen hat, war, dass man eine Entwicklung bei den Charakteren feststellen konnte. Vor allem Jacob kam mir viel mutiger, reifer… ja erwachsener vor. Kein Vergleich zu dem Jungen, den ich in Band 1 kennenlernen durfte. Aber das habe ich auch nicht anders erwartet. Wenn man andauernd irgendwelchen Gefahren ausgesetzt ist, die immer wieder verlangen, dass man seinen ganzen Mut zusammennimmt, sich beweist, dann gewinnt man automatisch an Stärke. Und wenn er mal kurz davor war den Kopf in den Sand zu stecken, dann hat ihm Emma neue Hoffnung gegeben. Die haben sie auch gebraucht! Der finale Showdown hatte es wirklich in sich. Es war spannend, actionreich und nervenaufreibend. Mit dem Ende bin ich auch voll und ganz zufrieden!

 
  
Ich habe nach einiger Zeit mal wieder ein Buch abgebrochen, was ich auch in diesem Fall wieder sehr schade fand, da ich eigentlich gedacht habe, dass es mir gefallen könnte. Außerdem wollte ich der Frau, die mir damals meinen ersten Bookboyfriend beschert hat, von der ich aber schon lange nichts mehr gelesen habe, gerne eine neue Chance geben mich zu begeistern.

Tja dem war aber nicht so…Wobei ich zu Anfang des Buches noch voller Zuversicht, Neugier, Motivation etc. war. Der Einstieg in „The Chemist“ ist mir sehr leicht gefallen, was an dem einfachen und flüssigen Schreibstil lag. Von der Handlung war ich eher so semi begeistert. Mir war es zu viel bla bla. Stephenie Meyer hat sich total in den Beschreibungen von Julianas Sicherheitsmaßnahmen - die sie, seit sie untergetaucht ist und jederzeit mit einem Mordanschlag rechnen muss, vornehmen muss um zu überleben - ihren nächsten Handlungsschritten sowie von chemischen und medizinischen Vorgängen verloren. Trotzdem habe ich weitergelesen, da ich wissen wollte, warum Juliana eigentlich nach dem Tod getrachtet wird.

Schließlich wurden ihr Unterlagen zugespielt, die dafür gesorgt haben, dass sie Daniel, einen auf den ersten Blick vollkommen unschuldigen Highschool Lehrer, ins Visier genommen hat. Von da an ging es leider bergab…Im Laufe der nächsten Kapitel habe ich nicht nur eine Seite von Juliana kennengelernt, die sie mir total unsympathisch gemacht hat. (Ich hatte zwar vorher schon Probleme mit ihr, da sie so emotionslos und abgeklärt gewirkt hat, aber das hier hat dem Fass den Boden ausgeschlagen.) Nein…das größere Problem war für mich Daniel. Er hat sich als vollkommen enttäuschender Charakter herausgestellt. Obwohl Juliana wirklich nicht fein mit ihm umgesprungen ist *Spoiler* Sie hat ihn ohne mit der Wimper zu zucken gefoltert *Spoiler Ende*, hat er ihr das nicht krumm genommen, weil ihre Absichten ja gut waren. Und er hat – auch später noch – jede sich bietende Gelegenheit genommen um sie zu verteidigen bzw. ihr Verhalten zu entschuldigen. In seinen Augen war sie das reinste Engelchen, eine arme Frau, die immer nur das Beste für ihr Land wollte und nun ungerechterweise zum Opfer geworden ist. Das stimmt nicht ganz, wie der Leser an diesem Punkt bereits erfahren hat. Doch warum hat sich Daniel so verhalten? Weil er sich in der kurzen Zeit, in der er und Juliana sich kennen, bereits bis über beide Ohren in sie verliebt hatte. Mit jeder Seite, die ich gelesen habe, konnte ich diesen liebeskranken, naiven und gutmütigen Trottel weniger ertragen. Eine mögliche Liebesgeschichte war damit ebenfalls versaut.

Den einzigen, den ich mochte, war Kevin (wie er mit allem in Verbindung steht werde ich nicht verraten, da ich ansonsten spoilern würde), da er nicht so blauäugig und naiv wie Daniel war. Außerdem hatte er immer einen coolen Spruch auf den Lippen, den er vorzugsweise auf Juliana abgeschossen hat. Das hat mir natürlich gefallen, da ich ja schon ein paar Seiten vorher beschlossen hatte, Juliana nicht zu mögen XD *Spoiler* Ich fand es unmöglich, wie Daniel immer wieder verbal auf seinen Bruder eingedroschen und sich egal in welcher Situation auf Juliana Seite geschlagen hat. Das hat mit der Zeit echt wie kindisches Trotzverhalten gewirkt *Spoiler Ende*

Leider hat das nicht ausgereicht, dass ich weiterlesen wollte. Und ich bin froh über diese Entscheidung. Ich habe nämlich ein wenig quergelesen und anscheinend wird das Hauptaugenmerk nicht auf die Spannung und den Thrill, sondern auf die Liebesgeschichte gerichtet.

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- Sarina