Sonntag, 23. Oktober 2016

[Weekly Wrap Up] Eine Sturmprinzessin, die Suche nach der Liebe des Lebens und eine kurze Filmreview

 
 
Der Anfang des Buches hat mir wirklich gut gefallen. Der Prolog war bereits sehr actionreich und hat mir richtig Lust darauf gemacht die ganze Geschichte sowie die Hintergründe kennenlernen zu wollen. Auf den darauffolgenden Seiten wird uns zunächst etwas Zeit gegeben um eine Verbindung zu Cecilia aufzubauen und ein Einblick in ihr Leben als aufstrebendes Youtube Sternchen zu bekommen. Ich muss jedoch gestehen, dass Cecilia leider nicht ganz mein Fall war. Sie hat mich von ihrer ganzen Art einfach zu sehr an DagiBee bzw. BibisBeautyPalace erinnert. Außerdem fand ich sie ein wenig naiv, blauäugig und zu sprunghaft. Darüber hinaus war sie lange Zeit nicht in der Lage ihre Situation und die Bedrohung durch Graham richtig ernst zu nehmen. Und das obwohl sie bereits mehreren Angriffen nur knapp entkommen konnte. Es wäre extrem wichtig gewesen, dass sie trainiert und sich mit ihren neuen Fähigkeiten vertraut gemacht hätte, doch stattdessen geht sie am einen Tag ganz gemütlich mit Tristan Kaffee trinken und am anderen dreht sie ein Video, damit ihre Abonnenten zufrieden sind. Ist natürlich viel wichtiger…. Für ihren Mut kann ich Cecilia allerdings nur bewundern. Sie wusste, dass sie ihre Kräfte längst nicht im Griff hat, sich aber trotzdem Graham gestellt und darauf vertraut, dass sie es irgendwie schaffen werden ihn zu besiegen.

Tristan hat mir besser gefallen als Cecilia, wenn auch bis zum Schluss eine gewisse Distanz zwischen uns geblieben ist. Ach ja und auch das Verhältnis zwischen Cecilia und Tristan fand ich super, da es einige humorvolle Szenen mit ihnen gab. Außerdem hat man hier und da ein deutliches Knistern zwischen ihnen bemerkt. Der letzte Schritt ging mir allerdings zu schnell. Ich habe mich im ersten Moment gefragt, ob ich nicht was verpasst habe.

Im Mittelteil habe ich zum Großteil die Spannung vermisst. Man weiß um die Bedrohung durch Graham Bescheid und hat sie im Hinterkopf, aber unterschwellig war hier und da nichts davon zu spüren. Ich habe wirklich jederzeit auf einen neuen Angriff gewartet, aber es kam einfach nichts. Bei Cecilia ist fast wieder Normalität eingekehrt. Zudem fiel es mir stellenweise schwer Graham als ernst zu nehmender Gegner wahrzunehmen, da er sich persönlich nie gezeigt hat. Für meine Verhältnisse habe ich relativ lang an „Beauty Hawk“ gelesen, was zum einen dem geschuldet ist, dass ich in der letzte Wochen viel gearbeitet habe, aber zum anderen auch, weil die Spannung nicht da war und so der Drang gefehlt hat weiterlesen zu wollen. Der Showdown hingegen war richtig spannend und mitreißend – vor allem da auch hier die eine oder andere Überraschung auf uns gewartet hat.

Der Fantasyanteil des Buches hat mir wirklich gut gefallen. Ich hätte mir jedoch gewünscht noch mehr von der Feindschaft zwischen den drei Mischwesen zu erfahren. 

 

 
„Die Frau meines Lebens“ ist ein wunderschön geschriebener und kurzweiliger Roman, der mir die letzten Abende versüßt hat. Vielleicht hat der eine oder andere von euch gemerkt, dass ich ein absoluter Paris-Fan bin und ich von Geschichte, die in Paris spielen, nicht genug bekommen kann. Bücher von französischen Schriftstellern haben zudem eine ganz eigene Wirkung auf mich. Die Atmosphäre bzw. Stimmung, die sie ausstrahlen, hüllen mich ein und sorgen dafür, dass ich mich in der Geschichte total wohlfühle. Das galt auch für „Die Frau meines Lebens“. Und im Gegensatz zu „Paris ist immer eine gute Idee“ war mir der Protagonist sehr sympathisch. Ich habe Antoine gerne auf seiner Suche nach Isabelle begleitet sowie seine Freude aber auch grenzenlose Enttäuschung, wenn sich eine Spur mal wieder als Finte erwiesen hat, geteilt. Die Suche nach Isabelle verlangt Antoine wirklich einiges ab. Er war mehrmals kurz davor den Kopf in den Sand zu stecken, da es aussichtslos erschien Isabelle wiederzufinden. Man kann ihn jedoch nur dafür bewundern, dass es trotzdem immer wieder geschafft hat sich neu zu motivieren und neue Hoffnung zu schöpfen. Ich konnte aber auch die Bedenken seines besten Freundes verstehen, da mir ganz ähnliche während des Lesens durch den Kopf gegangen sind. Steigert er sich da nicht doch in etwas hinein? Übertreibt er es nicht – immerhin hat er diese Frau nur kurz gesehen? Kann er da schon von Liebe sprechen, wenn er beschreibt was er für sie empfindet? Dass und da mir noch das gewisse Etwas gefehlt hat, ist der Grund weshalb ich keine 4, sondern 3,5 Sterne vergebe. 

 
 
 
Der Film war anders als ich erwartet habe, was nicht negativ gemeint ist. Er war düsterer und auch ein wenig gruseliger als es das Buch. Das fing bereits am Anfang an, als verschiedene Fotografien u.a. von Miss Peregrine, den besonderen Kinder und den Hollows gezeigt wurden. Damit konnte mich der Film allerdings in den ersten Minuten gefangen nehmen. Die Szene, in der Jacob seinen Opa tot im Wald auffindet, hatte den nächsten Gruselfaktor. Ich habe mir vor dem Hollow fast in die Hosen gemacht. Gleichzeitig konnte ich meinen Blick kaum von der Leinwand nehmen.

Als Jakob schließlich auf die besonderen Kinder trifft, wurde der Film viel farbenfroher, wahrscheinlich um zu zeigen was für ein schönes und friedliches Leben die Kinder in der Zeitschleife unter dem Schutz von Miss Peregrine führen. Wir haben die einzelnen Kinder und ihre Fähigkeiten kennengelernt. Dabei hat mich im ersten Moment verwirrt, dass Emma und Olives Fähigkeiten getauscht wurden. Ich habe nicht verstanden, warum man das gemacht hat! Die Schauspieler, die die besonderen Kinder verkörpert haben waren passend ausgesucht und sie haben alle durch die Bank weg eine tolle Leistung abgeliefert. Miss Peregrine hat mir ebenfalls gefallen, wenn ich sie mir auch ein wenig anders vorgestellt hatte.

In der zweiten Hälfte des Films kam ich an den Punkt, an dem mir der Gruselfaktor zu viel wurde *Spoiler* Als Enoch Bronwyns Bruder kurzzeitig vom Tod zurückgeholt hat, habe ich mich so erschrocken und hatte überall Gänsehaut. Und auch als Enoch seine Puppen erweckt und sie gegeneinander kämpfen ließ, war gruselig *Spoiler* bzw. ich mich gefragt habe, ob ich im Buch irgendwas verpasst habe, da ich es um Längen nicht als so unheimlich empfunden habe. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich an nichts in der Richtung gewöhnt bin. Ich bin ein totaler Schisser^^ Vielleicht habe ich alles auch umso intensiver wahrgenommen, da mir alles bildhaft vor Augen geführt wurde. Ich muss Tim Burton jedoch auch ein Kompliment machen: Die Effekte waren echt richtig cool gemacht! (Obwohl 3D etwas überflüssig war!)

Als Film betrachtet war „Die Insel der besonderen Kinder“ schlüssig, spannend und actionreich. Als Buchverfilmung betrachtet bin ich nicht ganz so begeistert, da Details ausgespart, einige Veränderungen gemacht wurden (Je weiter der Film voranschritt, desto mehr ist er von Buch abgewichen), übertrieben gruselige Details eingefügt und das Ende nicht so gut gewählt war.

Ich bleibe lieber bei den Büchern :)

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- Sarina