Samstag, 29. Oktober 2016

[Weekly Wrap Up] Eine Monsterjägerin und ein Fangirl, dessen größter Traum in Erfüllung geht

Diese Woche besteht mein Weekly Wrap Up aus zwei Teilen. Ich konnte meine Meinung einfach nicht kurz genug halten :) 

 
 
May Raven schmeißt einen gleich mitten ins Geschehen, wo unsere Protagonistin Jess gerade mit einem neuen Auftrag beschäftigt ist. Jess ist eine Gildenjägerin und als solches ist es ihre Aufgabe Vampire, Werwölfe und andere Gestalten der Nacht unschädlich zu machen. Dieses Mal ist sie auf ein ganzes Haus voller Vampire gestoßen. Und obwohl sie nur von einem Vampir ausgegangen ist, macht sie neue Lage nicht nervös oder treibt ihr den Schweiß auf die Stirn, im Gegenteil! Jess ist absolut cool geblieben und hat mit den Vampiren kurzen Prozess gemacht.

Jess war eine Protagonistin ganz nach meinem Geschmack: cool, taff, selbstbewusst und sich ihren Stärken absolut im Klaren. Später durften wir hier und da auch ihre weiche Seite kennenlernen, was gezeigt hat, dass sie doch nicht so knallhart ist wie es auf den ersten Blick scheint. Zum Beispiel tut sie sich sehr schwer damit tiefere Beziehungen einzugehen (Dieser Aspekt hat bei mir ein wenig für Augenverdrehen gesorgt, da es etwas klischeehaft ist. Naja und als ich den Grund dafür erfahren habe, fand ich ihre Haltung etwas übertrieben. ) Alles in allem war sie mir wirklich sympathisch – vor allem die Tatsache, dass sie den Auftrag in Tschechien nicht nur wegen des Solds, sondern wegen der Kinder und deren Familien angenommen hat, habe ich ihr hoch angerechnet.

In Tschechien angekommen, dauert es nicht lange bis Matej in ihr Leben tritt. Seiner netten und charmanten Art, bin ich wie Jess schnell verfallen. Allerdings hat Jess erst einmal Skrupel, denn Matej ist der Pfarrer der Gemeinde und daher eigentlich tabu. Eigentlich… Ich mochte den Umgang der beiden miteinander. Aber auch die Dialoge der beiden waren super. Jess hat immer einen frechen Spruch auf den Lippe (wobei es mich irgendwann genervt hat, dass sie ihm ihren richtigen Namen nicht verraten wollte), doch Matej hat ihr immer gut Kontra gegeben. Darüber hinaus war er ein ebensolcher Sturkopf wie sie. Man hat gemerkt, dass es heftig zwischen ihnen geknistert hat.

Die Suche nach den Kindern war spannend und die Atmosphäre sehr düster und unheimlich gehalten. Leider hat mir trotzdem der Pageturner Effekt gefehlt. Für meinen Geschmack hätte es noch mehr Spannung geben können. Wobei mich May Raven ein wenig hinters Licht geführt hat. Als ich nicht mehr damit gerechnet hatte, weil ich gedacht habe, wir hätte das Schlimmste schon überstanden, hat die Geschichte noch einmal eine unerwartete Wendung genommen.

Eine Entscheidung, die Jess zu Ende getroffen hat, hat mir nicht so richtig in den Kram gepasst. Ich war ehrlich gesagt stinksauer auf sie, dass sie vor ihren Gefühlen davongerannt sind. Hoffentlich kann sie das in Band 2 irgendwie wieder gerade biegen.

 
 
Ich habe mich in der Geschichte sofort unheimlich wohl gefühlt. Aber das habe ich auch nicht anders erwartet. „Fangirl auf Umwegen“ müsste eigentlich bei jedem Harry Potter Fan ins Schwarze treffen. Der Anfang hat mir aber auch noch aus einem anderen Grund so gut gefallen. Lunas "Jagd" nach einem Goldenen Ticket, dass ihre Eintrittskarte für einen dreiwöchigen Aufenthalt in den Universal Studios in Orlando bzw. in die »Wizarding World of Harry Potter« ist, hat mich einfach sofort an Charlie und die Schokoladenfabrik, einen meiner Lieblingsfilme, denken lassen. Wie bei Charlie habe ich auch bei Luna mitgefiebert und mich schließlich gefreut, als sie tatsächlich das Glück hatte eine Eintrittskarte in den Händen zu halten.

In Orlando und in der Wizarding World angekommen, konnte ich nicht verhindern, dass ich Luna unheimlich beneidet habe. Ich glaube das Herz jedes Harry Potter Fans würde höher schlagen, wenn er einmal durch die Winkelgasse schlendern oder die heiligen Hallen von Hogwarts betreten dürfte - selbst wenn es sich nur um Nachbauten handelt. Was ich sehr schön fand, war, dass man auf jeder einzelnen Seite gespürt hat, wie groß die Liebe der Protagonistin aber auch die der Autorin für das Harry Potter Universum ist. Ich habe – während ich mit Luna durch den Park spaziert bin – immer ein Lächeln auf den Lippen gehabt.

Luna war mir schnell sympathisch und ich konnte mich gut mir ihr identifizieren. Ihr Verhalten habe ich stellenweise allerdings nicht ganz verstanden. So fand ich zum Beispiel, dass sie nicht ganz so fies zu Leo hätte sein müssen. Man hat bereits am Anfang des Buches gemerkt, dass Geld ein heikles Thema für sie ist. Klar ist es unfair, dass es Menschen gibt die mehr als andere haben und es daher vielleicht auch nicht so wertschätzen, wie die, die nur wenig davon haben, aber ihren Ärger hätte sie nicht auf Leo projizieren müssen. Denn Leo ist alles andere als ein arroganter und selbstverliebter Schnösel. Ich mochte ihn auf anhieb und fand es echt nett von ihm, dass er Luna im Supermarkt angeboten hat ihr das Geld zu geben, damit sie sich auch die vierte Tafel Schokolade kaufen kann.

Für die erste Etappe der Challenge verbünden sich die beiden schließlich miteinander. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten klappt es ganz gut zwischen ihnen und Luna erkennt, dass Leo gar nicht so übel ist. Die Liebesgeschichte, die sich im weiteren Verlauf entwickelt, fand ich echt süß, wobei sie mich nicht vollkommen überzeugt hat.

Obwohl ich ein großer Harry Potter Fan – ich habe alle Bücher gelesen und die Filme gefühlt tausend Mal gesehen - ist mir bei den Aufgaben, die Luna und die anderen Teilnehmern gestellt bekommen haben, nicht sofort ein Licht aufgegangen. Erst als sie die Lösung hatte und sie sie mit mir geteilt hat, hat es auch bei mir klick gemacht.

Mir hat das Lesen wahnsinnig viel Spaß gemacht. Amelie Murmanns locker, leichter Schreibstil hat mich förmlich durch die Seiten getragen. Außerdem haben mich die humorvollen Dialogen zwischen Luna und Leo mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht. Es gab jedoch auch ernstere und tiefgründigere Stellen, was mir wirklich gut gefallen hat. Zu Ende hat es Amelie geschafft mich mit einer bestimmten Wendung zu überraschen. Ich hatte mit einem anderen Ende der Chocolate Challenge gerechnet, aber okay. Dieser Schluss hat mir – wenn ich ehrlich bin – sogar besser gefallen, da er a) nicht vorhersehbar und b) realistischer war. 

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- Sarina