Samstag, 15. Oktober 2016

[Weekly Wrap Up] Ein kommunistisches Känguru, eine Profikillerin, die Urlaub macht und was für's Herz

Jahrelang ist die Trilogie von Marc-Uwe Kling an mir vorbeigegangen, worüber ich mich jetzt total ärgere, da ich "Die Känguru-Chroniken" einfach grandios und absolut unterhaltsam fand. Ich kam aus dem Lachen und Schmunzeln fast nicht mehr heraus. Ich habe sowohl das Buch gelesen als auch das Hörbuch gehört und muss sagen, dass das Hörbuch noch einmal um Längen besser ist. Wie Kling vorliest und seine Stimme verstellt, ist einmalig und dadurch kommt auch der Witz viel besser herüber. Obwohl die eine oder andere Geschichte dabei war, die ich jetzt nicht soo lustig fand, bin ich nicht mehr davon losgekommen. "Ach ein Kapitel kann ich noch hören...Ach für ein weiteres habe ich doch bestimmte noch Zeit..." - So oder so ähnlich waren meine Gedanken wären des Hörens^^ Wenn das ein Hörbuch bei mir schafft, dann ist es wirklich richtig gut!

Marc-Uwe Kling und das Känguru habe ich relativ schnell in mein Herz geschlossen. Das Känguru ist zwar ziemlich verschroben, aber gerade das macht es so liebenswert.
 

 
 
Ich hätte nicht gedacht, dass an Band 5 und den finalen Kampf gegen Mab Monroe noch irgendetwas im entferntesten herankommen könnte. Band 6 hat mich jedoch vom Gegenteil überzeugt! Wie immer wenn ich mich für ein neues Abenteuer nach Ashland wage, habe ich mich sofort wohl in der Gesellschaft von Gin, Finn und den anderen gefühlt. Amüsant war es ebenfalls auf den ersten Seiten. Dass Gin "Die Spinne" ist und damit diejenige, die Mab Monroe umgebracht hat, hat sich wie ein Lauffeuer in der Stadt verbreitet, sodass Gin nun immer wieder Besuch von zwielichtigen Typen bekommt, die sie unbedingt erledigen wollen, um sich damit zu brüsten. Wer Gin allerdings kennt, weiß, dass ihr solche Angriffe höchstens ein Gähnen entlocken und sie kurzen Prozess mit diesen Typen macht. Da es ihr jedoch inzwischen ziemlich auf den Geist geht, ständig Besuche dieser Art zu bekommen, lässt sie sich von Finn dazu überreden sich zumindest für ein Wochenende ein wenig Urlaub zu gönnen. Leider klappt das nicht so gut, denn kaum in Blue Marsh angekommen, wird sie in das nächste Problem mit hineingezogen... 

Die Spannung kam wie immer nicht zu kurz. An einer Stelle ist mir das Herz ganz schön in die Hose gerutscht und ich habe so gebibbert, da es wirklich schlecht für Gin aussah. Ihr Gegner hat sich als viel durchtriebener und gefährlicher herausgestellt, als es zunächst den Anschein hatte. Ich bin nur so durch die Seiten gerast und habe mir gedacht (obwohl ich weiß, dass es noch 11 weitere Bände gibt): "Nein, das kann es jetzt doch nicht gewesen sein! Nein, so was würde mir Jennifer Estep doch nicht antun!"

Davon einmal abgesehen wird Gin dieses Mal einem großen Gefühlschaos ausgesetzt. Das Verhältnis zwischen ihr und ihrer kleinen Schwester Bria ist ziemlich angespannt...Tja und dann gibt es auch noch ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Donovan Caine. Und es scheint sich nichts verändert zu haben, denn er straft sie weiter mit der selben Missbilligung wie er es schon in Ashland getan hat, sodass Gin mit alten Zweifeln konfrontiert wird. Es war schön ihre Entwicklung im Verlauf der Geschichte mitzuverfolgen, da sie erkennt, dass es egal ist, was Donovan von ihr hält. Derjenige, der sie nicht so akzeptieren kann wie sie ist, hat in ihrem Leben einfach nicht zu suchen. Wer sie wirklich liebt, akzeptiert ihre Vergangenheit und definiert sie nicht nur darüber.
 
 
 
"Begin Again" habe ich spontan aus lauter Neugier angefangen zu lesen und bin daran hängen geblieben, sodass ich - ehe ich mich versah - 130 Seiten an einem Stück verschlungen hatte. Ich wurde förmlich in Allies Leben hineingezogen. Dass sie eine wirklich sympathische Person ist, hat noch verstärkend dazu beigetragen. Ihre erste Begegnung mit Kaden hat mir zudem gezeigt, dass sie nicht auf den Mund gefallen ist, sondern auch schön Kontra geben kann. Die folgenden Dialoge bzw. Schlagabtausche sowie die eine oder andere Szene zwischen ihr und ihrem Mitbewohner waren sehr sehr amüsant. 

Kaden konnte ich eine ganze Weile nicht so richtig ausstehen, da er sich einfach unmöglich benommen hat. Außerdem fand ich ihn sehr schwer zu durchschauen. Im Laufe der Geschichte erfährt man jedoch die Gründe für sein abweisendes, distanziertes und teilweise auch ziemlich verletztendes Verhalten. Dadurch konnte ich ihn besser verstehen! Dass bei Allie nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, war mir bereits am Anfang des Buches klar. Mona Kasten hat Allies Gedanken und Gefühle sehr gut herübergebracht. Als ich schließlich Allies Mutter kennenlernen durfte, war ich doch ein kleines bisschen geschockt, da ich es mir so schlimm nicht vorgestellt hatte. 

Nach und nach gewinnen unsere beiden Protagonisten mehr an Tiefe bzw. habe ich einen tieferen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt bekommen, wodurch sie mir näher und näher gekommen sind. Vor allem Kaden ist nicht mehr der unnahbare Fremde geblieben. 

Es war unheimlich schön zu sehen, wie sich Kaden und Allie einander angenähert und sich  Gefühle zwischen ihnen entwickeln haben. Mona Kasten hat diesen Prozess auf eine sehr einfühlsame und gefühlvolle Art und Weise erzählt. Darüber hinaus hat sie es geschafft immer den richtigen Ton anzuschlagen. Wie es sich für New Adult gehört, war ordentlich mitfiebern angesagt. Zwischen Kaden und Allie standen einige Missverständnisse, die es aus dem Weg zu räumen galt. Manchmal habe ich mir gewünscht, ihnen einen kleinen Schubs geben zu können, damit sie endlich mal in die Puschen kommen. 
(4 Sterne, da mir für 5 leider der letzte Funke gefehlt hat.)


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- Sarina