Freitag, 5. August 2016

(Leseeindruck) "Kiss & Keep - Glücklich nur mit dir" von Rachel van Dyken

http://www.droemer-knaur.de/buch/8047487/kiss-and-keep-gluecklich-nur-mit-dir 
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Am College lernt die scheue Kiersten den Quarterback Weston kennen und fühlt sich sofort zu dem unverschämt attraktiven Mann hingezogen. Nach dem Tod ihrer Eltern scheint ihr Leben jeden Sinn verloren zu haben und sie scheut vor Beziehungen zurück. In Weston findet sie jedoch neue Lebenskraft und nie gekannte Leidenschaft – bis zu dem schicksalhaften Tag, der ihre Liebe auf eine harte Probe stellt…
 
Der Anfang von „Kiss & Keep“ hat mir richtig gut gefallen. Der Prolog war sehr eindringlich und hat mir die Kehle zugeschnürt, obwohl ich mir aus dem Erzählten noch keinen Reim machen konnte, da mir die Zusammenhänge gefehlt haben. Meine Neugier war dementsprechend groß, sodass ich gleich weitergelesen habe. Die darauffolgenden Kapitel waren ebenfalls von einem traurigen Unterton begleitet, der sich auch im weiteren Verlauf der Geschichte hält. Kiersten war mir auf anhieb sympathisch. Sie ist zwar ein wenig unbedarft und verblümt, aber nicht auf eine nervige Art und Weise. West hat sich gleich in mein Herz geschlichen. Dass in ihm alle nur den gutaussehenden Typ sehen, der aus einem schwerreichen Elternhaus stammt und der Star des Footballteams ist, hat mich total geärgert. Denn West hat viel mehr als das zu bieten. Bei der ersten Begegnung von Kiersten und West konnte man förmlich fühlen wie die Funken gesprüht sind und ich habe mich sehr, gefreut ihr weiteres Kennenlernen mitzuverfolgen - vor allem da sich West richtig ins Zeug legt Kiersten zu helfen, dass sie sich Campus zurecht zu finden, einlebt und Freundschaften schließt.

Der weitere Verlauf hat mich leider ein wenig enttäuscht. Mir hat zwar gefallen, dass sie erst einmal nur Freunde sein wollten, aber es ist viel zu schnell mehr daraus geworden. Es vergehen vielleicht ein oder zwei Tage und die beiden sind einander total verfallen und es kommt zum ersten Kuss. Das ging mir eindeutig zu schnell, da sie eigentlich noch Fremde füreinander sind. Man hat allerdings gespürt, dass eine besondere Verbindung zwischen ihnen besteht. Doch sowohl West als auch Kiersten möchten nicht, dass sie dem anderen näher kommen. Kiersten hat immer noch sehr an dem tragischen Tod ihrer Eltern zu knabbern. Ohne Antidepressiva ist sie nicht in der Lage ihren Alltag zu meistern, eine Beziehung ist daher das letzte, auf was sie sich konzentrieren kann. Bei West sieht es genauso aus. Aber gegen ihre Gefühle können sie sich nicht wehren…

Ich fand es schön zu sehen, wie Kiersten unter West’s Einfluss aufblüht, wobei ich mit der Art und Weise wie das von der Autorin dargestellt wurde, nicht ganz zufrieden bin. Kierstens Depressionen sind ein ernsthaftes Problem, bis sie etwas Zeit mit Weston verbringt. Ihre Albträume und alle anderen Probleme sind auf wundersame Weise plötzlich verschwunden. Auch von ihren Schuldgefühlen, die bis jetzt ihr ständiger Begleiter waren und sie geplagt haben, konnte sie sich auf einmal lösen.

Ein positiver Nebeneffekt: Kiersten öffnet sich neben West auch wieder anderen Menschen. Mit Lisa und ihrem Cousin Gabe hätte sie keine besseren Freunde finden können. Lisa ist ein aufgeschlossenes, fröhliches und total quirliges Mädchen, dass Kiersten mitreißt, ihr aber hier und da auch mal ins Gewissen redet, um ihre Selbstzweifel zu zerstreuen. Gabe ist absolut liebenswert. Ich fand es süß wie er die Rolle des großen Bruders einnimmt und auf beide Mädels aufpasst. (In Sachen Kiersten hat er jedoch für meinen Geschmack etwas übertreibt) Später wird er aber auch für West eine wichtige Stütze.

Meine Sympathie für Kiersten hat zwischendurch ziemlich geschwankt. Ein Grund hiefür war, dass ich ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen konnte. Außerdem hat sich mehr und mehr gezeigt, wie stereotypisch ihr Charakter gezeichnet ist. Sie ist das unschuldige Mädchen, das den Beschützerinstinkt jedes männlichen Wesens weckt. Sie aber hat natürlich keinen Schimmer, was so besonders an ihr sein soll und warum der männliche Protagonist ausgerechnet an ihr interessiert ist. Darüber konnte ich nur die Augen verdrehen. Das Schlimme war allerdings, dass ich mich irgendwann selbst gefragt habe, was West so toll an ihr findet. Mit West habe ich mitgefühlt mit ihr nicht. Es tat mir zwar leid, dass sie so einen großen Verlust hat erleiden müssen, aber das war es.

Im hinteren Teil des Buches gab es eine ernste Wendung, die mich wirklich sehr mitgenommen hat und die dafür gesorgt hat, dass ich nicht mehr mit dem Lesen aufhören konnte. Das Ende hat mir wieder nicht ganz so gut gefallen, da es ziemlich unrealistisch war und die Autorin ganz schön in die Kitschkiste gegriffen hat.   

 
„Kiss & Keep: Glücklich nur von dir“ von Rachel van Dyken hat mir leider nicht so gut gefallen, wie ich erwartet hatte. Die Liebesgeschichte von Kiersten und West konnte mich einfach nicht überzeugen, da mir alles viel zu schnell ging. Außerdem ist es mir nach anfänglicher Sympathie nicht gelungen eine Verbindung zu Kiersten aufzubauen. Es tat mir zwar leid, was sie in den letzten Jahren durchmachen musste, aber das war es auch schon. 
 

Rachel van Dyken hat in den USA bereits sehr erfolgreich Frauenunterhaltung veröffentlicht, bevor sie sich dem New-Adult-Genre zuwandte, mit dem sie prompt die Bestseller-Listen eroberte. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem schnarchenden Boxer Sir Winston Churchill in Idaho. In Deutschland hat sie sich mit der "Games of Love"-Reihe einen Namen gemacht. [Quelle: Verlagshomepage Droemer Knaur Verlag]




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- Sarina