Montag, 29. August 2016

(Leseeindruck) "Elanus" von Ursula Poznanski

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Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme. Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr. 

Der Anfang ist eher von der ruhigeren Natur, wahrscheinlich um dem Leser erst einmal Zeit zu lassen sich in die Geschichte einzufinden und sich mit Protagonisten Jona vertraut zu machen. Letzteres hat ein wenig gedauert, denn wenn ich ehrlich bin, war mir Jona zuerst nicht sonderlich sympathisch. Er ist sehr arrogant und überheblich nach außen hin aufgetreten. Ich fand es zwar gut, dass er sich so selbstbewusst gegeben und sich von den älteren Studenten nicht einschüchtern hat lassen, aber er hat es hier und da einfach übertrieben. Seine Neugier war auch so eine Sache...Ich fand es ganz schön unheimlich, dass er seine Kommilitonen mit seiner Drohne ausspioniert hat. (Wenn ich mir vorstelle jemand würde so etwas bei mir machen *brrr*)

Diese grenzenlose Neugier wird ihm schließlich zum Verhängnis. Er wird Zeuge mehrerer seltsamer Gespräche und Vorkommnisse, die besser unentdeckt geblieben wären... Tja und spätestens ab da bereut Jona sein Verhalten zutiefst, was ihn mir viel sympathischer gemacht hat.

Die Spannung ist stetig gestiegen, da sich wie bereits erwähnt die seltsamen Ereignisse gehäuft haben. Allerdings hatte mich Frau Poznanski schon relativ früh am Haken. Bereits nach dem Selbstmord des Dozenten konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Hinzukam, dass sich einige Leute infolgedessen ziemlich verdächtig verhalten haben. Natürlich fragt man sich automatisch was der Grund hierfür ist und was sie zu verbergen haben. Wie Jona und ich allerdings recht schnell feststellen mussten, erweist es sich jedoch als recht schwierig, alles miteinander in Einklang zu bringen. Und es wird nicht leichter, da immer mehr Leute darin verwickelt zu sein scheinen (Ich hatte irgendwann das Gefühl, dass die halbe Stadt Bescheid weiß und bereitwilligt hilft das Ganze zu vertuschen). Ich habe zwar Vermutungen angestellt, aber wie ich am Ende feststellen musste, war ich ziemlich weit von der Wahrheit entfernt.

Je weiter die Handlung voranschritt desto gefesselter und gebannter war ich. Ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen und war daher traurig als ich auf der letzten Seite angekommen war.

Nicht unerwähnt bleiben sollen Manuela und Pascal, Jonas Freunde, die ihm später zur Seite stehen. Ich fand beide sehr sympathisch, vor allem Pascal und seine nette, unbekümmerte Art mochte ich von Anfang an.

 
Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands und schreibt zudem Thriller-Bestseller für Erwachsene. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien. [Quelle: Verlagshomepage Loewe Verlag]


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- Sarina