Mittwoch, 3. August 2016

(Leseeindruck) "Die Bücherfreundinnen" von Jo Platt

http://www.rowohlt.de/taschenbuch/jo-platt-die-buecherfreundinnen.html 
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Alice, Miriam, Sophie, Connie und Abigail sind die besten Freundinnen. Sie lachen zusammen und sie lesen zusammen. Einmal im Monat trifft sich ihr Buchclub. Doch eine fehlt – Lydia. Vor drei Jahren starb sie an Krebs. Ihr letzter Wunsch an die Freundinnen: Ihr Mann sollte in den Club aufgenommen werden, seitdem ist Jon bei jedem Treffen dabei. Die Freundschaft hat allen fünf geholfen, mit dem Verlust fertigzuwerden. Nur Alice ist nicht glücklich. Eine Dating-Katastrophe jagt die nächste. Kein Mann scheint richtig zu sein für die Innenarchitektin. Ihre Freundinnen sind fest entschlossen, Alice zu ihrem Glück zu zwingen, denn sie ahnen, dass es näher liegt, als Alice sich eingestehen will.

 
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Der locker, flockige Schreibstil der Autorin macht es einem aber auch mehr als einfach. Er trägt eine förmlich durch die einzelnen Zeilen. Hinzukam, dass ich mich sogleich wohl unter Alice und ihren Freundinnen gefühlt habe. Es kam mir so vor, als wäre ich selbst schon jahrelang ein Mitglied ihres Buchclubs. Besser kann es mit einem Buch gar nicht laufen J Aus diesem Grund habe ich mich auch sehr auf den Rest der Geschichte gefreut.

Leider musste ich in den darauffolgenden Kapiteln feststellen, dass es mit mir und dem Buch doch nicht ganz so rosig aussieht. Die Kuppelversuche von Alices Freunden ist mir schnell auf die Nerven gegangen. Miriam, Connie und Abigail meinen es zwar nur gut mit ihrer Freundin, aber meiner Ansicht nach übertreiben sie es dabei. Es gibt fast kein anderes Thema mehr, als Alice und ihr Mr. Right. Die Geschichte dümpelt also mehr oder weniger vor sich hin. Zwar hat sie mich hier und da zum Schmunzel gebracht, doch auch das konnte nicht verhindern, dass mein Interesse stetig nachgelassen hat und ich mich zum Weiterlesen zwingen musste.

Dagegen gefallen haben mir die Kapitel, in denen erzählt wurde wie sich die Mädels damals kennengelernt habe und wie die Idee mit dem Buchclub entstanden ist. Lydias Krankheit wurde auch thematisiert. Eine Szene, in der Lydia Alice bittet ihren Mann Jon nach ihrem Tod in den Buchclub aufzunehmen damit er nicht einsam ist, hat mich sehr berührt. Gerne hätte diese Kapitel noch zahlreicher vertreten sein können, doch leider haben sie irgendwann aufgehört.

In der Mitte des Romans gab es wieder ein paar Kapitel, die mir besser gefallen haben. Ich fand es wirklich toll wie stark die Freundschaft zwischen den Charakteren ist, obwohl sie total unterschiedlich sind und auch ihre Leben bereits in verschiedene Richtungen gegangen sind und sie dementsprechend mit anderen Problemen zu kämpfen haben. Sie haben trotzdem ein offenes Ohr füreinander und versuchen sich so gut wie es geht mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Im Großen und Ganzen konnte mich die Handlung jedoch nicht überzeugt. Damit meine ich nicht, dass sie schlecht war, aber sie war einfach nichts Besonderes. Sie kommt ohne große Überraschungen oder Wendungen aus. Vielleicht rührt meine Unzufriedenheit auch daher, dass ich bereits nach Lesen des Klappentextes wusste, wer letztendlich Alices Mr. Right sein wird. (So wird es übrigens jedem gehen der ihn liest. Ich weiß nicht, ob sich der rowohlt Verlag damit einen großen Gefallen getan hat)Um es ein wenig spannend zu halten, hat die Autorin ein paar Missverständnisse etc. eingebaut. Dieses künstlich aufgebauschte Drama fand ich aber eher überflüssig. Spätestens ab der Hälfte war es ziemlich offensichtlich, was die beiden füreinander empfinden.  
 
 
„Die Bücherfreundinnen“ ist eine locker, leichte und ziemlich kurzweilige Geschichte, die man lesen kann, aber nicht muss. 
  
Jo Platt wurde in Liverpool geboren und studierte Literatur. Über das ländliche Wiltshire, London und Seattle, wo sie als Lehrerin arbeitete, verschlug es sie nach St Albans, wo ihr erster Roman «Herz über Kopf» spielt, der es auf Anhieb auf die deutschen Bestsellerlisten schaffte. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in Bristol. [Quelle: Verlagshomepage rowohlt Verlag]


Vielen Dank an 
 
 

Kommentare:

  1. Huhu!

    Ja, das war auch mein Gefühl nach Lesen des Buches - ganz ok, kann man lesen, muss man aber nicht. Schade eigentlich!

    LG,
    Mikka

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  2. Das klingt ja als "Zwischendurch Unterhaltung" echt interessant, werde ich mal im Auge behalten :-)

    LG Nina <3
    www.madamecherie.de

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- Sarina