Freitag, 8. Juli 2016

(2 in 1) "Das Fundbüro der Wünsche" von Caroline Wallace und "Das Joshua-Profil" von Sebastian Fitzek

http://www.rowohlt.de/paperback/caroline-wallace-das-fundbuero-der-wuensche.html 
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Martha hat ihr ganzes Leben im Bahnhof von Liverpool verbracht. Als Baby kam sie hier an – in einem Koffer. Sechzehn Jahre ist das her, und immer noch wartet Martha im Fundbüro darauf, dass endlich jemand kommt, um sie abzuholen. Der Bahnhof und all die besonderen Menschen, denen sie hier begegnet, sind Marthas ganze Welt: Cafébetreiberin Elisabeth, George, der immer eine römische Legionärsuniform trägt und der Mann mit dem Koffer, der vielleicht den Beatles gehört hat. Bis eines Tages ein Brief das Fundbüro erreicht: Der Absender behauptet zu wissen, wer Martha wirklich ist. Und so macht Martha sich auf die Suche nach ihrer eigenen Geschichte, einer Geschichte voller Rätsel, aber auch voller Magie und Glück.

 
Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, ist mir sogleich der wundervolle Schreibstil der Autorin aufgefallen. Ihre Worte hüllen einen ein und lassen eine total warmherzige Atmosphäre entstehen, sodass man sich sofort wohl in der Geschichte fühlt. Das war für mich ziemlich überraschend, da ich Bahnhöfe bisher nur mit viel Hektik und Ungemütlichkeit in Verbindung gebracht habe. Der Lime-Street Bahnhof ist jedoch das genaue Gegenteil. Er strahlt förmlich, was vor allem einer Person zu verdanken: unser Protagonistin Martha. Sie sprüht nur so vor kindlicher Freude und Lebendigkeit.

- Dass Martha nicht wie andere 16 Jährige ist, merkt man bereits beim ersten Kennenlernen. So kommt sie einem u.a. viel jünger vor. Grund hierfür ist die Erziehung ihrer Ziehmutter, die man am besten mit den Worten religiöse Fanatikerin bzw. Spinnerin beschreibt. Sie hat Martha mit aller Strenge erzogen und teilweise auch misshandelt. Marthas unverblümte, naive Art hat mich aber nicht im Geringsten gestört. Im Gegenteil! Das war gerade das, was Martha so liebenswert gemacht hat.

Martha hat den Lime-Street Bahnhof bisher nie verlassen, da „ihre Mutter“ ihr erzählt hat, dass, wenn sie ihn verlassen sollte, er einstürzen würde. Das möchte sie natürlich auf keinen Fall, immerhin ist der Bahnhof das Zuhause von ihr und ihren Freunden.

Jetzt habe ich schon viel über Martha erzählt, aber ihre besondere Gabe noch gar nicht erwähnt. Wenn Martha verlorene Dinge berührt, dann kann sie die Geschichte dahinter sehen, d.h. sie sieht wie der Gegenstand verloren gegangen ist. Dieser Aspekt hat dafür gesorgt, dass ich mich ein bisschen wie im Märchen gefühlt habe.

Marthas Leben wird ganz schön durcheinandergewirbelt, als sie eines Tages ein Brief erreicht, in dem ihr ein anonymer Schreiber verrät, dass er etwas über ihre Vergangenheit und ihre richtigen Eltern weiß. Ihre Neugier wird dadurch natürlich sofort geweckt und es beginnt eine spannende Spurensuche. Nebenbei dürfen wir weiter das Leben am Bahnhof verfolgen. Ich kann euch sagen, dass sie Seiten nur so dahingeflogen sind. Habe ich das Buch einmal beiseitegelegt, dann konnte ich es kaum erwarten wieder in Marthas Welt einzutauchen.

Dass ich bis jetzt nur lobende Worte für das Buch übrig hatte, ist so, weil ich in der ersten Hälfte wirklich nichts zu bemängeln hatte. In der zweiten Hälfte sah das leider etwas anders aus. Hier gab es ein/zwei Wendungen bzw. Ereignisse, die mir die Geschichte ein wenig vermiest haben. 1.) Weil es einfach total übertrieben war. 2.) Weil ein großer Schritt in Marthas Leben in wenigen Sätzen abgehandelt wurde 3.) Weil die Autorin damit gesorgt hat, dass mich Marthas Naivität auf einmal tierisch genervt hat. Außerdem konnte ich auch das Verhalten einiger anderer Personen nicht ganz nachvollziehen *Spoiler* Warum lassen sie eine 16 Jährige mit einem 37 Jährigen ausgehen?? *Spoiler* Und viertens, weil das Geschehen zwischenzeitlich sehr verwirrend wurde und ich nicht mehr ganz durchgeblickt habe. 

Zum Glück hat mir das Ende wieder gefallen :) 
 

https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/thriller/das-joshua-profil/id_3015006 
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Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.

 
Das „Joshua-Profil“ war mein erster Sebastian Fitzek und ich muss sagen, dass ich schwer begeistert bin. Die Geschichte war der absolute Pageturner! Das fing schon wenige Seiten nach dem Beginn des Buches an. Der Protagonist Max Rhode wird zu einem schwerverletzten Mann ins Krankenhaus gerufen, da dieser unbedingt mit ihm sprechen möchte, bevor er stirbt. Und was er ihm zu sagen hat, beschäftigt einen im Großteil des Buches. Bis zur Enthüllung habe ich mich eigentlich ununterbrochen gefragt, wer oder was Joshua ist.

Nach dieser Begegnung wird Max Leben komplett auf den Kopf gestellt, sodass es bald darauf einem einzigen Albtraum gleicht. Und ein Ausweg ist erst einmal nicht ersichtlich…Das hat mir ebenfalls viel Stoff zum Rätseln gegeben. Warum ist Max in das Visier von Joshua geraten?

Die Spannung wird konstant hochgehalten. Es gab zwar auch Stellen, die nicht ganz so spannend waren, aber ich war dennoch an die Seiten gefesselt.

Den Kapiteln aus Max Sicht habe ich geradezu ungeduldig entgegengefiebert. Die Kapitel dazwischen, die aus der Sicht von Max Pflegekind Jola erzählt wurden, waren zwar auch interessant, da man schon wissen möchte wie es für sie weitergeht, aber Max‘ habe ich definitiv lieber gelesen, da sie einen auf der Suche nach Antworten weitergebracht haben.

Zum Schluss noch ein paar Worte zu den Charakteren: Sie haben mir sehr gut gefallen, da sie sehr facettenreich und authentisch gestaltet und daher nicht auf anhieb zu durchschauen waren. Mein Liebling im ganzen Buch war Max Bruder Cosmo. (Ja mir ging es nicht anders wie vielen anderen Lesern vor mir) Er ist mir mit jeder Seite mehr ans Herz gewachsen. Nicht verwunderlich, dass mir sein Brief am Ende richtig nahe gegangen ist.


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- Sarina