Donnerstag, 30. Juni 2016

(Leseeindruck) "Der Gerechte" von John Grisham

http://www.randomhouse.de/Buch/Der-Gerechte/John-Grisham/e497767.rhd#\|info 
Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt auf die Verlagshomepage
In die Leseprobe hineinschnuppern?
Kaufen

 
Sebastian Rudd ist kein typischer Anwalt. Seine Kanzlei ist ein Lieferwagen, eingerichtet mit Bar, Kühlschrank und Waffenschrank. Er arbeitet allein, sein einziger Vertrauter ist sein Fahrer, der zudem als Leibwächter und Golfcaddie fungiert. Sebastian Rudd verteidigt jene Menschen, die andere als den Bodensatz der Gesellschaft bezeichnen. Warum? Weil er Ungerechtigkeit verabscheut und überzeugt ist, dass jeder Mensch einen fairen Prozess verdient.

 
Als ich „Der Gerechte“ von John Grisham angefangen habe, war ich ein wenig überrascht, da ich erwartet hatte, eine ganze Geschichte zu lesen zu bekommen. Doch dem war nicht so. Stattdessen bestand das Buch aus vier/fünf Kurzgeschichten, in denen uns verschiedene Fälle von Sebastian Rudd erzählt wurden. (Man hat erst im weiteren Verlauf erkannt, wie sie miteinander zusammenhängen) Diese haben mir alles in allem gut gefallen, allerdings habe ich stellenweise ein wenig die Spannung vermisst. Ich hatte keine Probleme das Buch auch mal aus der Hand zu legen ohne den Drang zu spüren sofort weiterlesen zu müssen.  Soll jetzt nicht heißen, dass es überhaupt nicht spannend gewesen wäre…Wenn ich einmal am Lesen war, dann konnten mich die Geschehnisse auch fesseln. Als ich in die Situation, in der die Charakteren gesteckt haben, eingetaucht bin, habe ich gespürt, wie ich zunehmend mit meinen Emotionen miteinbezogen wurde. Vor allem die Geschichte, in der ein Sondereinsatzkommando der Polizei das Haus eines älteren Ehepaars gestürmt hat, wobei die Ehefrau durch eine Polizeikugel ums Leben kam und der Mann schließlich angeklagt wird weil er einen Polizist angeschossen hat, die Polizei aber unbehelligt davon kommt, ist mirsehr nahe gegangen. 

Bei diesem und anderen Szenarios habe ich jedes Mal gedacht, dass  John Grisham bewusst übertrieben bzw. überzeichnet hat. Als ich jedoch ein wenig nachrecherchiert habe, habe ich gesehen, dass ich damit total falsch lag. So ähnliche Dinge sind tatsächlich schon in der Wirklichkeit passiert. Das hat mich echt fassungslos gemacht und auch am Rechtsstaat sowie der Polizei zweifeln lassen. Ich bin mir sicher, dass John Grisham genau das beabsichtigt hat. Seine Kritik ist ganz deutlich aus den Zeilen und seinen Worten herauszulesen. Mit der Zeit war ich von seinem schwarz weiß Denken jedoch ziemlich genervt. 

Je länger ich gelesen habe, desto mehr ist mir Sebastian Rudd ans Herz gewachsen. Ich war  froh, dass es so jemanden wie ihn gibt.  Er setzt sich mit Leib und Seele für seine Mandanten ein und  kämpft für sie jemand, da er wirklich daran interessiert ist, die Wahrheit herauszufinden. Es soll kein Unschuldiger verurteilt werden, nur damit ein Schuldiger für eine Tat präsentiert werden kann. Unglaublich nervig fand ich hingegen Sebastians Exfrau. Diese Frau war eine richtige Zimtzicke. Wegen jedem kleinen Scheiß zerrt sie Sebastian vor Gericht, um ihm das Besuchsrecht für ihren gemeinsamen Sohn zu entziehen. Ich konnte ihr Verhalten nicht verstehen. Wenn ihr das Wohlergehen ihres Sohnes so wichtig ist, dann sollte sie dafür sorgen, dass sie es gebacken bekommt einigermaßen normal mit seinem Vater umzugehen.  
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hallo :)

schön das ihr auf meinem Blog gelandet seid! Wenn ihr wollt, dann könnt ihr mir einen Kommentar da lassen. Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen^^ Viel Spaß beim Stöbern!

- Sarina