Sonntag, 22. Mai 2016

(Leseeindruck) "Silfur - Die Nacht der silbernen Augen" von Nina Blazon

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Sommerferien in Island, einem Land, in dem die Menschen sich am Lagerfeuer Geschichten über Elfenwesen und Wiedergänger erzählen. Doch handelt es sich dabei wirklich nur um Geschichten? Die Brüder Fabio und Tom sind sich da zunehmend unsicher. Gemeinsam mit Elín, dem wilden isländischen Mädchen, das ihnen nicht nur die Hauptstadt Reykjavík zeigt, sondern sie auch mit zu einem Reiterhof in der Nähe der berühmten Hraunfossar-Wasserfälle nimmt, stoßen sie auf eine geheimnisvolle Welt im Verborgenen… 

 
Neben „Feuerrot“ hat auch „Silfur“ sehr schnell den Weg zu mir gefunden und alleine schon wegen der tollen Buchgestaltung hat es sich gelohnt. Aber auch das Setting hat mir wieder richtig gut gefallen - vor allem da es Nina Blazon mit ihren bildhaften Beschreibungen geschafft hat, mir Island und das Leben dort näher zu bringen. Das Beschriebene ist vor meinem inneren Auge richtig lebendig geworden. Nicht zu vergessen, die vielen Sagen und Legenden über Elfen und Zwerge, die in die Geschichte miteingeflochten sind und für eine mystische Atmosphäre – insbesondere in der zweiten Hälfte des Buches – gesorgt haben.

Der Einstieg in „Silfur“ ist mir mehr als leicht gefallen, da die Szene, die wir im ersten Kapitel zu lesen bekommen, einen nicht mehr aus dem Schmunzeln herauskommen lässt. Fabio und seine Familie kommen an ihrem ersten Abend in Island sogleich in den Genuss einer nationalen Spezialität. Doch der vergammelte Haifisch kommt bei ihnen alles andere als gut an…Auf den darauffolgenden Seiten lernen wir den Protagonisten Fabio und seinen Bruder Tom näher kennen, die mir beide sogleich sympathisch waren. Allerdings habe ich schnell bemerkt, dass sie eigentlich nicht unterschiedlicher sein könnten. Fabio ist eher der zurückhaltende und vorsichtige Typ, während es für Tom nicht aufregend genug sein kann. Darüber hinaus ist Tom sehr intelligent und zu Fabios Ärger seinem Bruder in Sachen Körpergröße mittlerweile ebenbürdig. Und das, obwohl er der jüngere der beiden ist. Für Fabio ist das nicht immer leicht zu akzeptieren, vor allem da er in der Schule ständig Hänseleien ausgesetzt ist. Ich konnte das sehr gut nachvollziehen. Umso schöner fand ich es jedoch, dass sich Fabio und Tom trotzdem so gut verstehen.

Als sie auf Elín, die Tochter ihrer Ferienhausvermieterin, treffen, wird der Zusammenhalt der Brüder auf die Probe gestellt. Tom und Elín merken nämlich recht schnell, dass sie auf einer Wellenlänge sind und verbringen von da an viel Zeit miteinander. Für Fabio ist das wie ein Schlag ins Gesicht, da er sich bisher immer auf Tom verlassen konnte. Es ist absolut verständlich, dass er wütend und enttäuscht ist. Ich konnte aber auch Tom verstehen. In Elíns Nähe muss er sich nicht mehr zurückhalten, sondern kann endlich er selbst sein. Elín ist ein Mädchen mit zwei Seiten. Die meiste Zeit gibt sie sich selbstbewusst und scheint so als könnte ihr nichts und niemand etwas anhaben. Hin und wieder blitzt jedoch ihre verletzliche Seite hindurch und man erkennt, dass es ihr sehr wohl etwas ausmacht, dass sie von den anderen Kindern gemieden wird. Elín war mir anders als Fabio und Tom nicht auf anhieb sympathisch. Im Gegenteil, ich fand sie sogar ziemlich nervig.

Ich muss leider zugeben, dass ich den Plot zunächst nicht besonders spannend fand. Ich hatte zwar Spaß beim Lesen und war auch neugierig wohin die Geschichte noch führen wird, aber ich konnte das Buch gut und gerne mal aus der Hand legen. Richtig interessant und fantasievoll wurde es erst, als Fabio zwei Elfen entdeckt, die sich vollkommen frei unter den Menschen bewegen. Das geheimnisvolle ist jedoch, dass nur er sie sehen kann…Ab diesem Punkt habe ich nur so an den Seiten geklebt und wie Fabio versucht mehr über diese Sache herauszufinden. Der Reiz war dabei, dass man nicht vorhersagen konnte, worauf die Geschichte letztendlich hinauslaufen wird. Man stellt allerdings einige Vermutungen an, da Nina Blazon immer wieder Hinweise für mögliche Auflösungen einstreut. Diese Vermutungen, die ich angestellt habe, waren schließlich der Grund weshalb mich die eine oder andere Überraschung/Enthüllung nicht vollkommen unerwartet getroffen hat, da ich an die Zusammenhänge, die einem enthüllt wurden, bereits gedacht hatte. Das Ende war wiederum rundum gelungen. Es war spannend, packend und lässt einen als Leser absolut zufrieden zurück.

 
In „Silfur: Die Nacht der silbernen Augen“ bezaubert vor allem mit seinen bildhaften Beschreibungen, die dem Leser Island und das Leben dort näher bringen, sodass man richtig Lust bekommt das Land selbst zu erkunden. In der zweiten Hälfte des Buches wird es zunehmend spannender und auch mystischer. Man wird nach und nach mit einigen Geheimnissen der Familie von Björk und ihrer Tochter Elin konfrontiert. Geheimnisse, deren Auflösung in der Elfenwelt zu suchen ist. Konnte ich das Buch anfangs noch gut und gerne aus der Hand legen, war es spätestens ab hier vollkommen unmöglich. Zusammen mit Fabio habe ich versucht mehr über das Ganze herauszufinden und fleißig Vermutungen angestellt, die sich zumindest teilweise als richtig herausgestellt haben.   



Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke und Kurzgeschichten –, bevor sie den Fantasy-Jugendroman Im Bann des Fluchträgers schrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und 2004 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart. [Quelle: Verlagshomepage cbj]


  
   
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- Sarina