Donnerstag, 28. April 2016

(Leseeindruck) "Bitter & Sweet - Mystische Mächte" von Linea Harris

https://www.piper.de/buecher/mystische-maechte-isbn-978-3-492-70421-2 
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Die siebzehnjährige Jillian fällt aus allen Wolken, als ihre Tante ihr eröffnet, dass Jullian von ihren Vorfahren Hexenkräfte geerbt hat. Und nun soll sie die Winterfold Akademie besuchen, die magisch begabte Schüler aufnimmt. Gemeinsam mit Vampiren und Werwölfen muss Jillian sich in einer ganz neuen Welt zurechtfinden. Und lernen zu überleben. Denn die dunklen Mächte sind ihr bereits auf den Fersen… 

In den ersten Kapiteln geht es erst einmal darum die Protagonistin Jillian kennenzulernen. Jillian ist im Grunde ein ganz normaler Teenager, wobei das eigentlich nicht stimmt. Einem normalen Teenager würden nicht dauernd so seltsame Dinge passieren wie ihr. An ihrem 17. Geburtstag erfährt Jillian endlich auch den Grund dafür: Sie ist eine Hexe. Doch ihr bleibt kaum Zeit um diese Nachricht zu verdauen, da sie sich wenig später auch noch in einer vollkommen neuartigen Umgebung zurechtfinden muss. Um mit ihren Kräften umgehen zu lernen, wird von ihrer Tante an der Winterfold Akademie, wo es nur so vor Hexen, Vampiren und Werwölfen wimmelt, angemeldet. Die Idee ist jetzt nicht unbedingt neu, aber das hat mich nicht gestört. Im Gegenteil! Ich war gespannt, welche neuen Details sich die Autorin hat einfallen lassen, um ihr „Baby“ daraus zu machen. Außerdem war ich neugierig, ob diese eine Begegnung, die Jillian kurz vor Beginn ihres Schuljahrs an der Winterfold Akademie hatte, noch irgendwie relevant für das weitere Geschehen sein wird.

Als Jillian an ihrer neuen Schule angekommen ist, bekommen wir zunächst die typische Internatsgeschichte zu lesen, was mich jetzt nicht total umgehauen hat, Spaß beim Lesen hatte ich aber trotzdem. Der Fokus wurde vor allem darauf gelegt, wie sich Jillian an der Winterfold Academy langsam aber sicher einlebt, die ersten Freundschaften schließt und den Unterricht meistert. Und dieser war nicht nur für sie, sondern auch für mich sehr informativ, da ich so Einblicke in die „verborgene“ Welt bekommen habe. Ich fand es z.B. sehr interessant zu erfahren, dass jede Hexen ein Spezialgebiet besitzt. Schnell hat sich gezeigt, dass Jillian selbst unter ihres gleichen alles andere als normal ist. Diese Tatsache hat mich nun doch richtig an die Seiten gefesselt, da ich mir sicher war, dass das nicht nur Zufall ist, sondern mehr dahinter stecken muss.

Haben die immer neue Fähigkeiten, die Jillian an sich entdeckt, nicht schon genug dafür gesorgt, dass man nur so durch die Seiten fliegt, hat auch der lockere und leichte Schreibstil der Autorin einen Anteil daran. Ist mein Interesse zwischendurch einmal abgeflaut, ließen mich spätestens Sätze á la „Wie ich mich da noch täuschen sollte…“ oder „Wenn ich damals schon gewusst hätte, dass…“, die Linea Harris am Ende eines Absatzes eingestreut hat, wieder aufhorchen. Die zweite Hälfte des Buches kam allerdings gut ohne diese Vorhersehungen zurecht. Dass Jillian und ihre Umgebung immer wieder von Dämonen angegriffen werden, war ein weiteres Rätsel, das es zu lösen galt. Und da einen die Autorin bis kurz vor Schluss im Dunkel tappen lässt, hat man die Geschichte nur so verschlungen.

Jillian mochte ich sehr gerne. Am Anfang ist sie zwar eher zurückhaltend und tritt ein wenig ängstlich auf, je länger man sie beobachtet, erkennt man jedoch, dass sie eigentlich eine starke Persönlichkeit ist. Im Laufe des Buches lernt sie nämlich, dass ihre Andersartigkeit nicht schlecht ist und sie sich daher auch nicht dafür schämen oder verstecken sollte. Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass sie nicht auf den Mund gefallen ist und sich gegen die Schulzicke Vanessa zur Wehr setzt. Stellenweise war mir Jillian ein wenig zu naiv und gutgläubig. Desweiteren hat es mich genervt, dass sie sich mit ihren sprunghaften und wenig durchdachten Entscheidungen mehr als einmal in Gefahr bringt. Die Nebencharaktere (außer Vanessa) haben mir gut gefallen, vor allem die quirlige Ally oder der oberschlaue Derek, die beide schnell Jillians beste Freunde wurden. Schade, dass sie neben Jillian etwas blass geblieben sind.

Letztendlich habe ich „Bitter & Sweet“ mit 3,5 Sterne bewertet, da mir im Nachhinein bewusst geworden ist, dass Jillian von der Art und Weise wie sie von der Autorin gezeichnet wurde, ein wenig zu perfekt war bzw. ihre Andersartigkeit übertrieben wurde. Sie kann nicht nur auf viel mehr Magie als ihre Mitschüler zurückgreifen…Nein, sie hat auch mehrere Spezialgebiete und lernt total schnell damit umzugehen. Ach ja und der Umgang mit Messern und Schwerter scheint ihr ebenfalls im Blut zu liegen. Nach ein bisschen Training ist sie schon bald eine bessere Kämpferin als die Jäger der Verborgenenorganisation…Sie wusste irgendwie immer instinktiv was sie machen muss, wodurch in bestimmten Situationen die Spannung verloren ging.

 
„Bitter & Sweet – Mystische Mächte“ von Linea Harris ist ein gelungener Trilogieauftakt, der zu Anfang eher ruhiger verläuft, in der zweiten Hälfte des Buches jedoch mehr und mehr an Spannung gewinnt und an die Seiten fesselt. Die Protagonistin Jillian, die ich während des Lesens sehr liebgewonnen habe, ist ein sehr interessant gezeichneter Charakter. Leider hat die Autorin etwas übertrieben, was ihre Andersartigkeit betrifft. Außerdem hat es mich gestört, dass sie in schwierigen Situationen immer genau wusste, was sie tun muss. Dadurch ging hier öfters einmal die Spannung verloren.   

 
Linea Harris ist seit 2012 als Werbetexterin und Grafikdesignerin tätig. Nach dem Abitur und einer Ausbildung zur Bürokauffrau veröffentlichte die junge Mutter 2014 ihren ersten Fantasyroman »Bitter & Sweet. Mystische Mächte« im Selfpublishing und landete damit einen großartigen Erfolg. Kurz darauf folgten zwei weitere Bände, die ebenfalls zu Bestsellern wurden. Die Thüringerin wohnt heute mit ihrer Familie in einem idyllischen Ort mitten im grünen Herzen Deutschlands. [Quelle: Verlagshomepage Piper Verlag]

 



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- Sarina