Montag, 4. April 2016

(Leseeindruck) "The Best Goodbye - Ganz nah" von Abbi Glines

http://www.piper.de/buecher/the-best-goodbye-ganz-nah-isbn-978-3-492-30810-6 
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Die Adoptiveltern von River »Captain« Kipling haben ihn stets spüren lassen, dass sie lieber eine Tochter gehabt hätten und dass er nur die zweite Wahl war. Als eines Tages Addison bei ihnen einzog, war das Familienglück perfekt. Oder zumindest hätte es das sein sollen. Denn schon bald war das junge Mädchen nicht mehr die langersehnte Tochter, sondern nur mehr eine weitere Last für die Eltern. Von diesem Tag an setzte Captain alles daran, Addison zu beschützen. Trotzdem lief sie von zu Hause weg, und nur Captain wusste, warum. Er hat sie danach nicht mehr gesehen. Bis heute.

 
Nachdem ich von Blaire und Rush nur so semi begeistert war, hätte ich nicht gedacht, dass ich noch einmal nach Rosemary Beach zurückkehren würde. Aber ich habe es getan, da mich die Geschichte von River & Addy ziemlich neugierig gemacht hat. Und ich habe meine Entscheidung, dem Buch und Rosemary Beach noch eine Chance zu geben, nicht bereut.

Addys & Rivers gemeinsame Geschichte beginnt vor gut 14 Jahren, als Rivers Familie Addy bei sich aufnimmt. Leider wachsen beide dort nicht gerade unter den besten Umständen auf. River’s Mutter kommt nur schwer mit der Affäre ihres Mannes und später auch mit der Trennung zurecht, sodass sie ihre Verzweiflung und ihre Wut an den beiden Kindern auslässt. Sicherheit und Geborgenheit finden River und Addy daher nur in der Gegenwart des anderen. Über die Jahre werden die beiden schließlich unzertrennlich, bis sie durch ein schlimmes Ereignis auseinandergerissen werden und 10 Jahre vergehen, bis sie sich wiedersehen.

Obwohl mich Geschichte in der Gegenwart auch irgendwie gepackt hat, waren es jedoch hauptsächlich die kurzen Szenen, in denen wir in River und Addy als Vergangenheit eintauchen durften, die mich an die Seiten gefesselt haben. Manchmal habe ich diese Szenen sogar fast lieber gelesen, da sie mich total mitgenommen haben. Ich fand es schrecklich, wie sie behandelt wurden. Allerdings haben mir diese kurzen Zeitsprünge auch gezeigt, wie eng die Beziehung der beiden war (Hach ich fand es so schön zu sehen, wie sie sich damals näher gekommen sind), weshalb ich um jeden Preis wissen wollte, was zu ihrer Trennung geführt hat.

Addy kann ich nur bewundern. Trotz des ganzen Mists, den sie schon durchleben musste, ist aus ihr eine tolle und starke Frau geworden, die mit beiden Beinen im Leben steht. An ihr gestört hat mich jedoch, dass sie in Sachen River teilweise ganz schön überreagiert hat und es daher nicht nur sich selbst, sondern auch ihm unnötig schwer gemacht hat. Naja aber was wäre ein Liebesroman nur, wenn nicht ein bisschen Drama dabei wäre?

Bei River fiel es mir anfangs nicht leicht ihn sympathisch zu finden, da er sich hier und da ganz schön gemein verhalten. Dabei ist er eigentlich gar kein Arsch, wie sein früheres Ich mir gezeigt hat. Addy war sein ein und alles. Er war für sie da, hat sie beschützt und ihr die Liebe gegeben, die sie bis dahin noch nie erleben durfte. Im Laufe des Buches kitzelt Addy zum Glück wieder diese weiche Seite aus ihm heraus. Um ihn besser zu verstehen, hat es mir aber auch geholfen, mehr über ihn zu erfahren. Bestimmte Erlebnisse aus seiner Vergangenheit haben ihn geprägt und zu dem gemacht, der er heute ist. Ein Aspekt aus seiner Vergangenheit, auf den ich leider nicht näher eingehen kann, da es ein Spoiler wäre (zumindest für diejenigen, die die vorherigen Bände nicht gelesen habe) fand ich ein wenig too much. Naja und Addys Reaktion darauf, war mir auch ein wenig unverständlich.

In „The Best Goodbye“ gab es für mich ein Wiedersehen mit Blaire und Rush. Ich muss ehrlich sagen, dass ich es schade finde, dass ich ihre Geschichte nicht mochte. Blaire war mir hier eigentlich ganz sympathisch. 

 
Mit „The Best Goodbye“ habe ich einen kleinen Abstecher nach Rosemary Beach gemacht, der sich definitiv gelohnt hat, da ich für ein paar Stunden wirklich gut unterhalten wurde. Die Geschichte von Addy und River war spannend und hat den Leser zum Mitfiebern eingeladen. Allerdings muss ich sagen, dass ich die Sequenzen aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit fast noch lieber gelesen habe, da ich sie noch eine Spur emotionaler fand. River und Addy mochte ich sehr gerne, auch wenn er sich am Anfang ganz schön arschig aufgeführt hat und sie mit ihren Eifersuchtsattacken hin und wieder übers Ziel hinausgeschossen ist.   


Abbi Glines, 1977 in Birmingham, Alabama, geboren, schrieb zahlreiche erfolgreiche Fantasy- und Jugendbücher, bevor ihr mit "Rush of Love" der internationale Durchbruch gelang. Ihre selbstverlegten Romane wurden in den USA allein durch Mundpropaganda ein riesiger Erfolg und eroberten die New-York-Times-Bestsellerliste. Abbi Glines lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Fairhope, Alabama. 
 
 
 
 




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- Sarina