Montag, 8. Februar 2016

(Leseeindruck) "Windfire" von Lynn Raven

http://www.randomhouse.de/Paperback/Windfire/Lynn-Raven/e349256.rhd#buchInfo1 
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Las Vegas – inmitten der glitzernden Stadt der Glücksspieler schlägt Jessie sich gerade so durch. Immer knapp bei Kasse, versetzt sie ein kostbares Erbstück. Doch kaum hat der Schmuck den Besitzer gewechselt, poltert ein unberechenbarer Fremder in Jessies Leben: Shane. Und er verlangt genau dieses Amulett von ihr. Die Begegnung der beiden entfacht ungeahnte Leidenschaft: Feuer trifft auf Wind, Halb-Djinn auf Hexe. Wie echte Gegensätze ziehen sich Jessie und Shane an, stoßen sich ab, und Magie bricht sich Bahn. Schnell wird klar, dass sie gemeinsame Feinde haben. Halb auf der Flucht, halb auf der Suche reisen sie zusammen in die Wüstenstadt Petra, um dort Antworten zu finden – Antworten, die weiter führen als je gedacht. 

 
Der Anfang hat mir sehr gut gefallen. Auf den ersten Seiten machen wir die Bekanntschaft mit Shane, der die letzten Monate im Nahen Osten verbracht hat und von den Erlebnissen dort noch ziemlich mitgenommen ist. Viel Zeit um ein wenig zur Ruhe zu kommen, bleibt ihm allerdings nicht. Kaum in Las Vergas angekommen, erreicht ihn eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Sein Vater hat einen Schlaganfall erlitten und kämpft momentan um sein Leben und seine Halbbrüder sind allesamt spurlos verschwunden. Na und als würde das nicht schon reichen, bekommt Shane auch noch einen Anruf von einem mysteriösen Unbekannten, der ihn dazu auffordert ein magisches Amulett für ihn zu besorgen, wenn er möchte, dass sein Vater und seine Brüder am Leben bleiben. Meine Neugier auf dieses geheimnisvolle Amulett und die möglichen Motive des mysteriösen Anrufers, war sofort geweckt. Außerdem wurde dadurch gleich eine gewisse Spannung in die Geschichte gebracht.

Diese Spannung ist auch die nächsten Seiten und Kapitel nicht abgeflacht, da neben Jesse und Shane hin und wieder auch einige andere Personen zu Wort kommen, die es aus zunächst unerfindlichen Gründen auf unsere beiden Protagonisten abgesehen haben und Jagd auf sie machen. Die vielen offenen Fragen, auf die ich unbedingt eine Antwort finden wollte, haben mich zum Weiterlesen angetrieben. Allerdings war ich irgendwann ziemlich frustriert, da einem auch im weiteren Verlauf nur wenige Erklärungen geboten werden.

Im Mittelteil ist die Story ein wenig vor sich hingeplätschert, da sich die Autorin u.a. zu sehr auf die Beschreibung der Umgebung konzentriert hat. Ich habe zwar Seiten um Seite gelesen, hatte jedoch das Gefühl auf der Stelle zu treten. Erst als sich Jesse und Shane auf die Suche nach der wahren Bedeutung des Amuletts machen, wollte keine Langeweile mehr aufkommen. Es gab immer wieder rasante und actiongeladene Momente, die einen völlig unvorbereitet getroffen haben. Auch über einige überrachende Wendungen durfte ich mich freuen. Schade, dass vieles nur kurz angerissen und nicht weiter ausgeführt wurde. Damit hat die Autorin wirklich viel Potential verschenkt! Desweiteren gab es für mich zu wenig Magie in dieser Geschichte. Die Existenz von Windhexen, Djinn und Elementare sowie ihre „Entstehung“ wurde zwar erwähnt, auf weitere Details hat man allerdings vergeblich gewartet.

Jesse war mir zunächst noch sehr sympathisch. Ich fand es toll, wie sie sich für ihren kleinen Bruder einsetzt und alles dafür tut, dass er die bestmöglichste, medizinische Versorgung erhält. Es ist ihr egal, dass sie dafür drei Jobs annehmen und zusätzlich noch das einzige Erinnerungsstück an ihre Mutter versetzen musste, da das Geld trotz allem hinten und vorne nicht ausreicht. Doch mit der Zeit wurde mir Jesse immer unsympathischer. Ich kam einfach nicht mit ihrer zickigen und kratzbürstigen Art zurecht. Auch ihr Verhalten fand ich sehr widersprüchlich. Obwohl sie immer wieder sagt, dass sie Shane nicht ausstehen kann, hilft sie ihm weiterhin, damit er das Rätsel des Amuletts lösen kann. Naja und als würde das nicht reichen, war sie auch noch ziemlich begriffsstutzig. Shane war mir da viel lieber :) Ich mochte es, dass er Jesse gegenüber nicht klein beigegeben hat.

Die Liebesgeschichte, die sich zwischen den beiden entwickelt, hat mich ziemlich kalt gelassen, da kein Funke bei mir übergesprungen ist. Das lag vielleicht daran, dass sie sich den Großteil der Geschichte angemeckert haben. Natürlich gab es auch romantische Momente zwischen den beiden, aber die waren nicht genug.

Nach einem spannungsgeladenen Showdown, ging es leider viel zu schnell dem Ende zu. Über ein paar Seiten mehr hätte ich mich wirklich gefreut – vor allem wenn sie mir noch ein paar mehr Antworten geliefert hätten ;)  

 
„Windfire“ von Lynn Raven war (mit wenigen Ausnahmen) eine spannende und actionreiche Geschichte, dir mir gute Unterhaltung geboten hat. Das Buch hätte jedoch noch viel besser bei mir abgeschnitten, wenn nicht so viele Fragen unbeantwortet geblieben wären. Lynn Raven hatte immer wieder interessante Ansätze, die sie aber nicht zu Ende geführt hat, sodass mich diese eher verwirrt als in der Geschichte weitergebracht haben. Außerdem kam ich mit dem kratzbürstigen und zickigen Verhalten der Protagonistin nicht so richtig klar.   
 

 
Lynn Raven lebte in Neuengland, USA, ehe es sie trotz ihrer Liebe zur wildromantischen Felsenküste Maines nach Deutschland verschlug. Nachdem sie zwischenzeitlich in die USA zurückgekehrt war, springt sie derzeit nicht nur zwischen der High- und der Dark-Fantasy hin und her, sondern auch zwischen den Kontinenten. [Quelle: Verlagshomepage cbt Verlag]





1 Kommentar:

  1. Hey! Dürfte ich fragen wie du Oben dieses Bild vom Cover mit einem Text hinbekommst? oder bearbeitest du das selbst so?
    Lg, LovinBooksWorld

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- Sarina