Mittwoch, 29. Juli 2015

[Fangirl Alarm] I fall in love with THE 100


Wie so viele andere, habe auch ich die neue Serie THE 100 für mich entdeckt. Eigentlich bin ich kein großer Seriengucker, aber für THE 100 könnte ich da eine Ausnahme machen. Ich fiebere nicht umsonst schon die halbe Woche den neuen Folgen entgegen^^ Um euch mit meiner Fanliebe anzustecken, habe ich heute mal die wichtigsten Infos zusammengestellt und ein paar Bilder dazugepackt. Viel Spaß beim Lesen :) 

 


Worum geht es? 

Vor 97 Jahren wurde nach einem globalen Atomkrieg jegliches Leben auf der Erde fast vollständig zerstört. Die einzigen Überlebenden sind die Menschen, die sich auf die internationale Raumstation, The Ark, retten konnten. Verschiedene Nationen schlossen sich zusammen und bauten die große Raumstation, um das menschliche Überleben zu sichern. Doch jetzt, Jahre nach dieser Katastrophe, leben die Menschen dort schon in der dritten Generation und die Angst um Ressourcenknappheit ist bittere Realität geworden. Daher herrschen extreme Gesetze auf der Ark. Jede Straftat und jeder Verstoß wird mit dem Tod bestraft. Kinder und Jugendliche hingegen werden bis zu ihrem 18. Lebensjahr in einem Gefängnistrakt eingesperrt.

Als die Lebenserhaltungssysteme allmählich versagen und klar wird, dass die Bewohner nur noch ein paar Monate zu leben haben, entscheidet der Rat die 100 Jugendstraftäter auf die Erde zurückzuschicken. Der Rat will die 100 Jugendlichen opfern, um zu testen, ob die Erde wieder bewohnbar ist und ob die Menschen auf ihren Heimatplaneten zurückkehren können.

(Quelle: Prosieben)  


Meine Meinung bisher

Ich muss zugeben, dass ich kein Fangirl der ersten Stunde bin. Als ich letzte Woche gelesen habe, dass sich viele auf die deutsche Erstausstrahlung von THE 100 freuen bzw. schon lange darauf hingefiebert haben, konnte ich im ersten Moment nur wenig damit anfangen, da ich bis dahin nie etwas von dieser Serie gehört hatte. Nun hatte ich allerdings den Titel dieser in Amerika so beliebten Serie im Kopf, sodass ich mal ein bisschen recherchiert habe. Und was soll ich sagen...danach war meine Neugier ganz schön groß. Am Donnerstag habe ich schließlich in die erste Folge hineingeschaut und bin direkt am Bildschirm hängen geblieben. Allein die Anfangszenen, die im Weltraum in einer Art Raumstation spielen, sahen einfach fantastisch aus. Aber auch die Story an sich konnte mich sofort fesseln. Ich liebe Dystopien und diese düstere Zukunftsvision, in die wir hier eintauchen dürfen, verspricht Spannung pur.


100 junge Menschen, die die Hoffnungträger für die gesamte Menschheit sind, erkunden eine neue Welt, die an jeder Ecke Überraschungen bereithält. Unerwartete Wendungen und Schockmomente sind da vorprogrammiert. Man kann sich wirklich nie sicher sein, was als nächstes passiert. 


Hinzukommt, dass in einer so großen Gruppe die verschiedensten Charaktere aufeinandertreffen...Nicht jeder verfolgt das gleiche Ziel, wodurch es desöfteren zu Streiterein und Auseinandersetzungen kommt. Nachdem Folge 3 zu Ende war, stand für mich auf jeden Fall fest, dass ich nächsten Mittwoch einschalten werde. Ich muss wissen wie es weitergeht und was die jungen Leute noch so alles auf der Erde erwarten wird. Außerdem heißt es natürlich auch die Hauptcharaktere ein wenig besser kennenzulernen und herauszufinden, wem man trauen kann.
 
 


(Leseeindruck) "Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem" von Nina LaCour

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Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zu amazon
Auf die Verlagshomepage?

 
Auf nach Europa! Die Schule ist geschafft, jetzt werden Colby und Bev reisen, ein Jahr lang. Das bedeutet Abenteuer, Freiheit – und vielleicht Liebe? Darauf hofft zumindest Colby, der schon ewig in seine beste Freundin verknallt ist. Doch bevor die zwei losfliegen, geht es noch für eine Woche mit Bevs Girlband auf Tour durch Kalifornien, im alten VW-Bus von Colbys Onkel. Was als cooler Roadtrip beginnt, wird zum Desaster, als Bev die Bombe platzen lässt: Sie will nicht mit nach Paris, sondern stattdessen studieren. Colby ist fassungslos. Wann hat Bev ihre Pläne geändert? Warum wusste er nichts davon? Und was zum Teufel soll er jetzt bloß anfangen – ohne sie?

 
„Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem“ ist aus zwei Gründen, dass perfekte Buch für mich. Zum einen liebe ich seit „Amy on the Summer Road“ Roadtrip Geschichten bzw. die Atmosphäre, die sie versprühen und kann gar nicht genug von ihnen bekommen. Zum anderen haben Bev, Colby, Meg und ich eins gemeinsam: Wir haben gerade die Schule beendet und müssen nun entscheiden in welche Richtung unser Leben weitergehen soll. Vor uns liegt eine Welt voller Möglichkeiten, die nur darauf wartet von uns erkundet zu werden. Doch bevor sich die Wege vielleicht endgültig trennen, genießen Colby und seine Freunde erst einmal den Sommer und ihre neugewonnene Freiheit. Sie fahren kreuz und quer durchs Land und geben ein Konzert nach dem anderen. Ich hatte das Glück hautnah mit dabei zu sein und mich mit ihnen gemeinsam ins Abenteuer stürzen zu dürfen…

Kaum hatte ich die Geschichte angefangen, hatte ich nur noch Augen für den wunderbaren Schreibstil von Nina LaCour, in den ich mich - je weiter die Handlung fortschritt - mehr und mehr verliebt habe. Er ist gefühlvoll gleichzeitig aber auch sehr atmosphärisch. Darüber hinaus verwendet Nina LaCour unheimlich schöne Formulierungen, die einen als Leser einfach erreichen müssen, da in ihre Worte so viel Wahrheit enthalten ist. Gefühle und Gedanken ihrer Charaktere insbesondere von Colby werden einem ebenfalls nahe gebracht, sodass man mit ihnen mitfühlen konnte.

Der Road Trip ist sehr gut umgesetzt, wobei nicht die besuchten Orte im Mittelpunkt stehen. Es geht vielmehr darum zu sich selbst zu finden und wichtige Entscheidungen zu treffen, die zum Erwachsenwerden dazugehören. Es ist an der Zeit sich zu überlegen, was man aus seinem Leben machen möchte oder was man sich für seine Zukunft vorstellt. Diese Entscheidungen zu treffen, ist nicht immer leicht, schließlich zeigt sich erst hinterher, ob es der richtige oder der falsche Weg war. Daher sind solche Entscheidungen oftmals mit Angst verbunden und es kostet einiges an Mut um über seinen Schatten zu springen. Eine Entscheidung kann allerdings auch Enttäuschung bedeuten z.B. weil man einen langersehnten Traum aufgeben muss. Aber keine Sorge: Im Buch gibt es immer wieder kleine Lichtblicke, in denen alles unbeschwert ist und es nur darum geht den Augenblick zu genießen.

Colby war mir auf anhieb sehr sympathisch und ich habe ihn mit jeder Seite lieber gewonnen. Als Bev ihn vor vollendete Tatsachen gestellt hat, tat er mir wirklich so leid. Ich konnte seine Enttäuschung nur allzu gut nachvollziehen. Ich hätte mich an seiner Stelle auch verraten gefühlt - immerhin hätte ihm Bev schon viel früher sagen können, dass sie nicht mehr mit ihm nach Europa reisen möchte. Dann hätte er sich einen Plan B überlegen können. Nach dem ersten Schock ist er jedoch wirklich toll mit der Situation umgegangen und hat versucht das Beste aus allem zu machen. Denn wenn sich die eine Tür schließt, öffnet sich schon eine andere. Ich bin mir sicher, dass er seinen Weg gehen wird – egal ob mit oder ohne Beth.

Bev fand ich bereits zu Anfang ziemlich komisch, was daran lag, dass sie nur schwer zu durchschauen war. Im weiteren Verlauf ist sie mir leider auch nicht sympathischer geworden. Ich konnte ihre Beweggründe zwar einerseits verstehen, andererseits fand ich ihr Verhalten gegenüber Colby einfach nur schäbig. Sie hätte viel früher mit ihm reden müssen, anstatt nur an sich und ihre Zukunft zu denken. Am schlimmsten war jedoch, dass sie sich lange Zeit über ihre Gründe ausschweigt, denn das ist einfach nur feige und absolut schäbig. Ach ja und als ich ihre endgültige Erklärung gehört habe, fand ich ihr Verhalten nur noch lächerlicher.

Meg und Alexa mochte ich dagegen sehr gerne. Ich bin mir sicher, dass ich mich mit den beiden richtig gut verstehen würde. Auf ihrem Road Trip lernen unsere vier Freunde die verschiedensten Menschen kennen, die mit ihren Persönlichkeiten und Geschichten das Buch bereichert haben.

 
„Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem“ von Nina LaCour ist ein sommerlich angehauchter und durch und durch atmosphärischer Roman, der mich von Anfang bis zum Ende in seinen Bann ziehen konnte. Colby und seine Freunde sind äußerst authentisch Charaktere, die mir (mit Ausnahme von Bev) wirklich schnell ans Herz gewachsen sind. Aber auch die Nebencharaktere haben das Buch mit ihren Persönlichkeiten bereichert. Am besten hat mir jedoch Nina LaCours Schreibstil gefallen. Sie verwendet wunderschöne Formulierungen, sodass einen vor allem die Gefühle und Gedanken der Charaktere erreichen bzw. nahe gehen.   
 

 
Nina LaCour arbeitete als Buchhändlerin, bevor sie an einer Highschool Englisch zu unterrichten begann. Inzwischen konzentriert sie sich ganz aufs Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie in Oakland, Kalifornien. [Quelle: Verlagshomepage Carlsen Verlag]



Dienstag, 28. Juli 2015

Gemeinsam Lesen #17


Eine Aktion von Asaviel, die nun von Steffi & Nadja alias Schlunzenbücher weitergeführt wird. 


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese "After passion" von Anna Todd und bin aktuell auf Seite 340.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Hardins Finger wandern mein Top hinauf"

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!


Der Anfang und die ersten 120 Seiten haben mir noch gut gefallen, aber mittlerweile bereue ich es echt, dass ich "After passion" angefangen habe zu lesen. Anna Todds Schreibstil lässt sich zwar locker, leicht lesen und es interessiert einen auch wie mit Tessa und Hardin weitergeht, aber diese andauernden Streitereien gehen mir dermaßen auf die Nerven. Die beiden bekommen sich wegen jedem kleinen Scheiß in die Haare, brüllen sich gegenseitig an nur um sich hinter her für kurze Zeit zu vertragen. Ach ja und dann beginnt das ganze Theater von vorne.

Tessa ist mir mittlerweile auch ziemlich zuwider. Wie kann man nur so heuchlerisch sein?! Sie betrügt ihren Freund ohne mit der Wimper zu zucken, stellt sich aber hinterher (nach dem sie sich, wenn wundert's mit Hardin gestritten hat) als das arme Opfer dar und lässt sich von Landon und ihrer Mitbewohnerin Steph bemitleiden...

4. Wie macht ihr es wenn ihr 10 Bücher habt, und euch einfach nicht entscheiden könnt, was euer nächstes Buch wird? 

Wenn ich mich nicht entscheiden kann, was ich als nächstes lesen möchte, dann lese ich von jedem Buch, das in Frage kommt, ein oder zwei Kapitel und entscheide dann spontan, welche Geschichte ich weiterlese. 



Welches Buch/ bzw. welche Bücher lest ihr aktuell?

Liebe Grüße
 

[Disney Dienstag]

 
Eine Aktion von LeFaBook, bei der es jeden Dienstag eine Frage gibt, die sich entweder auf den SUB (Stapel ungelesener Bücher) oder den WUB (Wunschzettel ungelesener Bücher) beziehen wird :) 

 


"In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillings-schwestern Tajann und Lili Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die eine Schwester versteckt sich hier mit dem Junglord Janeik, um ihre verbotene, aber leidenschaftliche Liebe leben zu können. Die andere ist auf der Flucht vor der zerstörerischen Liebe eines Gestaltwandlers. Doch mit den dunklen Mächten spielt man nicht. Das beginnen auch Tajann und Lili bald zu ahnen. Denn etwas lauert in den Mauern, etwas Unberechenbares, etwas Böses ..." (Quelle: cbt Verlag)

Nina Blazon ist eine meiner liebsten Fantasy-Autoren, sodass ich mir ihr neuestes Buch natürlich nicht entgehen lassen darf - vor allem nicht wenn sich die Geschichte so vielversprechend anhört. Da es bis zum 5. Oktober jedoch noch ein wenig hin ist, schaue ich mir regelmäßig das Cover an oder lese mir zum gefühlten tausendsten Mal den Klappentext durch. Mittlerweile müsste ich ihn auswendig können^^ Ach ja und ein Platz in meinem Regal habe ich selbstverständlich auch schon freigeräumt.


Liebe Grüße
 

Montag, 27. Juli 2015

[Neuzugänge] Nachschub für mein bücherbessesenes Ich


Hallo ihr Liebe,

in den letzten 2 Wochen sind einige tolle, neue Bücher bei mir eingezogen, sodass es heute mal wieder an der Zeit für einen Neuzugänge Post ist. Obwohl ich wirklich versucht habe, mich zu beherrschen, konnte ich an dem einen oder anderen Buch einfach nicht vorbeigehen - vor allem dann nicht, wenn es sich um sehnsüchtig erwartete Reihen-bzw. Trilogieabschlüsse handelt :)

 

Auf das Erscheinen von Dreams of Gods and Monsters von Laini Taylor habe ich wirklich ungeduldig hingefiebert, wobei meine Ungeduld ein wenig dadurch gedämpft wurde, dass ich - bevor ich mich in die Abenteuer von Band 3 stürze - noch "Days of Blood and Starlight" zu lesen hatte. Inzwischen sind beide Bände gelesen und sie waren einfach grandios: Die Geschichte ist ja allein schon durch ihren einzigartigen Plot absolut lesenswert, aber die unerwarteten Wendungen und Überraschungen waren ebenfalls der Knaller. Die Zwischen-den-Welten Trilogie hat sich definitiv zu meiner Lieblingstrilogie im Urban Fantasy Bereich etabliert ♥


Bei Schau mir in die Augen, Audrey hatte ich schon die Befürchtung, dass die Post mein Buch verschlampert hat, denn während viele Bloggerinnen ihr Leseexemplar bereits erhalten hatten, musste ich auf meins immer noch warten. Mittlerweile ist es jedoch bei mir angekommen und bereits gelesen worden. Alles in allem erzählt Sophie Kinsella eine wirklich süße Geschichte, die äußerst humorvoll ist, aber auch sehr feinfühlig auf Audrey und ihre Krankheit eingeht. Meine Rezi findet ihr hier! 

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen welche Freudensprünge ich gemacht habe, als Showdown im Zombieland bei mir eingezogen ist. Ich hatte nämlich erst Anfang August mit dem Buch gerechnet...Naja beschweren kann ich mich darüber nicht, denn nach dem ich "Showdown im Zombieland" beendet habe, kann ich sagen, dass Genas Showalters White Rabbit Chronicles eine meiner liebsten Buchreihen ist. Dieser dritte Band war fantastisch. Es gab Spannung ohne Ende (dank der vielen unerwarteten Wendungen und Geheimnisse, die enthüllt wurden) und ich habe während des Lesens wirklich alle möglichen Emotionen durchlebt.


Der Klappentext von Die Welt ist kein Ozean hat mir dieses Buch wirklich schmackhaft gemacht. Ein Mädchen, das bisher eher wohlbehütet aufgewachsen ist, entscheidet sich dafür ein Praktikum in einer psychatrischen Einrichtung zu machen. Dort trifft sie auf einen Jungen, der seit einem traumatischen Erlebnis nicht mehr spricht, und verliebt sich in ihn...Hm, das klingt genau nach einer Geschichte für mich! Ich bin sehr gespannt, ob sich meine Erwartungen erfüllen :)

Nach dem ich die ersten drei Bände der Sea Breeze Reihe nur so verschlungen habe, musste ich natürlich dringend für Nachschub besorgen. In Just for Now erzählt Abbi Glines die Geschichte von Preston & Amanda, die ich in den vorherigen Bänden schon ein wenig kennenlernen durfte und die meiner Meinung nach ein echt schönes Pärchen abgeben würden. Darüber hinaus freue ich mich natürlich die beiden etwas näher kennenzulernen und z.B. Einblicke in ihre Vergangenheit zu bekommen.

 

Nach dem mir "Glücksdrachenzeit" von Katrin Zipse wirklich gut gefallen hat, musste ich ihr neues Buch Die Quersumme von Liebe auch haben.


Wie gefallen euch meine Neuzugänge? Kennt ihr eines dieser Bücher? 


Liebe Grüße



Sonntag, 26. Juli 2015

(Leseeindruck) "Jesus Jackson" von James Ryan Daley

http://www.amazon.de/Jesus-Jackson-James-Ryan-Daley/dp/3734850150/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1437642489&sr=8-1&keywords=Jesus+Jackson 
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Auf die Verlagshomepage?

 
Jonathan hätte nie erwartet, auf einem Footballfeld Jesus über den Weg zu laufen – und schon gar keinem, der Leinenanzüge und Goldkettchen trägt und mit vollem Namen Jesus Jackson heißt. Aber ein „spiritueller Berater“ taucht wohl gerade dann auf, wenn man ihn am meisten braucht. Denn wem kann Jon die Schuld am Tod seines Bruders Ryan geben, wenn er nun mal an keinen Gott glaubt? Jesus bringt ihn auf eine Idee: Was, wenn Ryan gar nicht verunglückt ist, wie alle behaupten? Was, wenn er ermordet wurde? Entschlossen macht sich Jon auf die Suche nach dem Täter und merkt fast zu spät, dass er die Antwort auf seine Fragen nur in sich selbst finden kann. 

 
"Jesus Jackson" ist ein ruhiges und nachdenklich stimmendes Buch, das man nicht einfach mal so weg liest, sondern auch einmal beiseitelegt um sich über gelesene Stellen seine Gedanken zu machen und heraufzufinden wie die eigene Meinung dazu aussieht. Der Fokus der Geschichte liegt auf dem Glaube bzw. Nichtglaube an Gott. Unser Protagonist Jonathan bezeichnet sich selbst als Atheist, seit sein Bruder ihm mit 10 Jahren eröffnet hat, dass Gott in Wirklichkeit gar nicht gibt. Eigentlich ist Jonathan davon immer noch überzeugt, doch der Tod seines Bruders sorgt dafür, dass er sich wieder Gedanken darüber macht und überlegt ob und an was er glaubt, denn wenn es wirklich keinen Gott gibt, dann gibt es weder ein Jenseits noch ein Leben nach dem Tod. D.h. es gibt auch keinen Ort an dem sich Ryan gerade befinden könnte. Naja und die Schuld am Tod seines Bruders kann er auch keinem geben.

Ich glaube so gut wie jeder von uns, hat sich wie Jonathan schon einmal mit der Frage auseinandergesetzt, ob Gott wirklich existiert. Schließlich gibt es keinen Beweis dafür. Wir können ihn weder sehen noch hören. Die einzige Möglichkeit, die wir haben, ist es an seine Existenz zu glauben; zu glauben, dass es jemanden gibt, der uns zuhört, der auf uns aufpasst und immer zur Seite steht. Im Laufe des Buches hat sich nach und nach gezeigt, was hinter dem Glauben steckt. Der Glaube ist etwas an dem wir Menschen uns festhalten können und das uns hilft wichtige Fragen, die wir hinsichtlich unserer eigenen Existenz haben, beantworten zu können. Es ist viel schöner an einen Gott und die göttliche Fügung zu glauben anstatt zu denken, dass alles willkürlich passiert ist und hinter unserem Leben kein größerer Sinn steckt.

Ein weiterer Handlungsstrang beschäftigt sich damit die Umstände von Ryans Tod aufzuklären. Vor allem als Jesus Jackson Jonathan darauf bringt, dass es vielleicht gar kein Unfall war, ist Jonathan davon überzeugt, dass es da nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Zusammen mit seinem Freund Henry beginnt er mit der Suche nach Beweisen für seine Theorie. Erste Anhaltspunkte sind Ryans bester Freund Alistair und Ryans Freundin Tristan, da man schnell merkt, dass sich die beiden irgendwie seltsam verhalten wenn sie auf Ryan angesprochen werden. Sie scheinen mehr zu wissen als sie zugeben wollen. Obwohl ich einen gewissen Verdacht hatte, der sich zum Schluss soweit bestätigt hat, war die Geschichte von diesem Punkt an sehr spannend.

Jonathan ist ein wirklich authentischer und vor allem sehr real wirkender Charakter. Mir hat gefallen, dass er sich seine eigenen Gedanken macht und sich seine eigene Meinung bildet, von der er dann auch überzeugt ist, anstatt die eines anderen zu übernehmen nur um nicht aus der Reihe zu tanzen. Seine Entwicklung, die er im Laufe des Buches durchmacht, wurde vom Autor gut und insbesondere nachvollziehbar dargestellt. Ich mochte Jonathan, wenn ich auch nicht sagen würde, dass ich ihn in mein Herz geschlossen habe, dafür ist bis zum Schluss leider eine gewisse Distanz zwischen ihm und mir geblieben.

Jesus Jackson ist der wohl interessanteste Charakter im ganzen Buch, was vielleicht daran liegt, dass er ziemlich schräg herüberkommt und nie so richtig greifbar ist. Er sieht zwar aus wie Jesus, entspricht allerdings so gar nicht dem Bild, das die Kirche immer von ihm entwirft. Jesus Jackson (wie er mit vollem Namen heißt) trägt Leinenanzug und Goldkettchen und bietet seine Dienste als „spiritueller Berater“ an. Jonathans erster Eindruck fällt daher nicht gerade positiv aus. Aber mit der Zeit lernt er Jesus zu schätzen, denn dieser taucht immer genau dann auf, wenn Jonathan ihn am meisten braucht. Wenn ich ehrlich bin, hat mich Jesus Jackson meistens ziemlich verwirrt - allerdings hat er auch einige wahre Dinge gesagt.

James Ryan Daley spricht ja doch eher ernsthaftere Themen an, aber sein lockerer Schreibstil und die kleine Prise Sarkasmus, die insbesondere von Jonathan ausgeht, haben eine gewisse Leichtigkeit in die sonst so tiefgründige Geschichte gebracht. Besonders gut gefallen hat mir, dass er den Leser auch ein wenig zwischen den Zeilen lesen hat lassen.  

 
James Ryan Daley erzählt mit „Jesus Jackson“ eine tiefgründige Geschichte, die sich vor allem mit dem Glaube bzw. Nichtglaube an Gott auseinandersetzt und dem Leser immer wieder Denkanstöße gibt. Dabei kommt zum Glück auch der Humor nicht zu kurz, was unserem Protagonisten Jonathan zu verdanken ist, der mit seinem Sarkasmus nicht hinterm Berg hält. Doch obwohl mir die Geschichte gefallen hat, muss ich zugeben, dass sie mich nicht voll und ganz zufriedenstellen konnte. Mir hat stellenweise nicht nur der Drang zum Weiterlesen gefehlt, sondern auch die emotionale Verbundenheit. Richtig emotional und bewegend wurde es für mich erst in der zweiten Hälfte des Buches, als sich Jonathan daran macht die Umstände von Ryans Tod aufzuklären. 
 

 
James Ryan Daley hat viele Talente. Er schreibt und lektoriert Bücher, programmiert Websites, unterrichtet Studenten in Literatur und leitet ein Start-up-Unternehmen. In seiner Freizeit sucht er gemeinsam mit seiner schlagfertigen Frau und seinen risikofreudigen Töchtern das Abenteuer – auch wenn er dabei immer wieder Blessuren davonträgt. Er lebt auf Rhode Island. [Quelle: Verlagshomepage Magellan Verlag]