Sonntag, 31. Mai 2015

Lesemonat Mai

Hallo ihr Lieben,  

der Juni rückt mit großen Schritten näher, sodass es wieder einmal Zeit für meinen Lesemonat wird. Obwohl mich in der 1. und 2. Maiwoche eine schöne Leseflaute im Griff hatte und es danach auch immer wieder Tage gab, an denen ich mich überhaupt nicht für's Lesen begeistern konnte, habe ich dennoch 14 Bücher mit einer Gesamtzahl von 4985 Seiten sowie 5 Mangas gelesen.

 
 
 
 

Monatshighlights

http://meine-buecherwelt.blogspot.de/2015/05/leseeindruck-openly-straight-von-bill.htmlhttp://meine-buecherwelt.blogspot.de/2015/05/leseeindruck-openly-straight-von-bill.htmlhttp://meine-buecherwelt.blogspot.de/2015/05/leseeindruck-jakobs-mantel-von-eva.html

Openly Straight von Bill Konigsberger ist ein ganz wundervolles Buch und mein absoluter Geheimtipp an euch :) Fall with me ist bereit der fünfte New Adult Roman den ich aus der Feder von J. Lynn gelesen habe und wie nicht anders zu erwarten habe ich ihn von Anfang bis zum Ende geliebt. Ich würde sogar so weit gehen und „Fall with me“ als einen meiner Lieblingsteile der Wait-for-you Reihe bezeichnen. Jakobs Mantel wird von Eva Weaver sehr bewegend und vor allem so authentisch geschrieben, sodass einen die Geschichte rund um Mika und seine Zeit im Warschauer Ghetto nicht nur an die Seiten fesselt, sondern einem auch sehr nahe geht)

!! Wenn ihr meine ausführliche Meinung zu diesen drei Büchern lesen möchtet, dann klickt einfach auf das jeweilige Cover !!

Leseenttäuschungen 

 

Don’t tell me lies ist wirklich das schlechteste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Mehr als 1 Stern konnte ich einfach nicht vergeben. Was ich dir noch sagen wollte war etwas besser (mehr als 2 Sterne gab es allerdings auch nicht) als das Werk von Frau Haydu, dennoch ist die Umsetzung der Geschichte weit hinter meinen Erwartungen geblieben.


Mein Fazit

Mein Lesemonat Mai würde ich, was die gelesene Bücher betrifft, als eher durchwachsen bezeichnen. Zwar gab es darunter schon das eine oder andere Highlight wie z.B. "Fall with me" oder "Jakobs Mantel", aber bei mehr als einem Buch erging es mir so, dass ich hinterher super enttäuscht war, weil meine Erwartungen nicht erfüllt wurden. (Wenn ich jetzt im Nachhinein darüber nachdenke, dann wird das mitunter auch der Grund für meine Leseunlust gewesen sein.)

Frust- bzw. Belohnungskäufe waren in den letzten 4 Woche ein klitzekleines Problemchen von mir. Ich kann euch gar nicht sagen wie oft ich irgendeinen Vorwand genommen habe um mir neue Bücher zu kaufen. Zum Glück habe ich mich am Ende vom Monat dann ein wenig zusammengerissen, sodass mein SUB nicht so extrem in die Höhe geschossen ist xD Außerdem habe ich meine Manga Ausbeute bereits bis auf „Black Butler“ Bd. 18 vollständig abgebaut.

Wie ihr die nächsten Tage in meiner Leseliste sehen werdet, habe ich mir für den Juni einige Bücher vorgenommen. Keine Ahnung ob ich den Großteil zu lesen schaffen werde, denn in der vorletzten Juniwoche steht meine mündliche Abiprüfung an und für deren Vorbereitung wird wohl die meiste Zeit drauf gehen.
 

Liebe Grüße




Samstag, 30. Mai 2015

(Leseeindruck) "Die Widerspenstigkeit des Glücks" von Gabrielle Zevin

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Auf die Verlagshomepage?


Amelia ist Verlagsvertreterin und lernt dabei die eigenwilligsten Buchhändler kennen. Genau so einer ist A. J. Fikry. In seinem Herzen haben nur turmhohe Bücherstapel Platz. Bis er einen ungebetenen Gast entdeckt: Eines Morgens sitzt die zweijährige Waise Maya in der Kinderbuchecke seiner Buchhandlung. Gegen seinen Willen nimmt sich A. J. des kleinen Mädchens an, das sein Leben kurzerhand auf den Kopf stellt. Und auch Amelia wird er nicht so schnell vergessen können …

 
Auf Gabrielle Zevins neuestes Buch bin ich - wie so oft- durch bloßen Zufall aufmerksam geworden. Das Cover ist mir trotz seiner eher schlichten Gestaltung direkt ins Auge gestochen, sodass ich mir, der Neugier halber, mal den Klappentext durchgelesen habe. Tja und nach der Inhaltsbeschreibung stand für mich fest, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte :)

Die ersten Seiten von „Die Widerspenstigkeit des Glücks“ haben mich vollkommen überzeugt, wenn ich auch A. J. Fikry, unseren Protagonisten erst einmal ziemlich unsympathisch fand. Er macht einen schlecht gelaunten und mürrischen Eindruck und verhält sich gegenüber der Verlagsvertreterin Amelia einfach nur unmöglich, was für mich im ersten Moment nicht nachvollziehbar war. Als wir ihn dann aber alleine bei sich zu Hause erleben, wurde sein Verhalten verständlicher. Für A.J. ist der Verlust seiner Frau immer noch schwer zu akzeptieren. Er ist unglücklich und ertränkt seinen Kummer in Alkohol. Seine Trauer wurde von der Autorin wirklich gut herübergebracht und schließlich habe ich ihm seine Unhöflichkeit gegenüber Amelia verziehen. Im Laufe der Geschichte wurde er mir immer sympathischer und ich fand es so rührend wie er sich um die kleine Maya gekümmert hat. Zuerst fand er den Gedanke, die Kleine bei sich aufzunehmen, völlig absurd, aber er hat relativ schnell gemerkt, dass er sie bereits in sein Herz geschlossen hat, sodass sie letztendlich doch bei ihm bleiben durfte. Welche Verwandlung er durch seine neue Vaterrolle durchmacht, war wirklich unglaublich.

An sich ist „Die Widerspenstigkeit des Glücks“ eine wirklich herzerwärmende Geschichte, die mir während des Lesens einige schöne Momente beschert und mich gut unterhalten hat. Allerdings weist die Umsetzung teilweise kleine Mängel auf. Angefangen, dass ich das Erzähltempo etwas schnell fand. Ereignisse wurden nacheinander abgehandelt ohne explizit darauf einzugehen. Dadurch fühlte es sich nicht so an als wäre ich ein Teil der Geschichte, sondern ein Außenstehender, der das Geschehen von einer gewissen Distanz mitverfolgt. Hinzukommt das regelmäßig Zeitsprünge stattfinden, die einem das Gefühl geben etwas Entscheidendes verpasst zu haben. Im Übrigen war der Schreibstil der Autorin ein wenig nüchtern und der Erzählton sehr kühl, wodurch einem nicht nur die ganzen Charaktere distanziert blieben, sondern wodurch es dem Buch auch an Emotionen fehlte. Ich fand es echt schade, dass mich die Geschichte nicht in dem Maße berühren konnte, wie ich es gedacht habe. Alles in allem sie mir aber gefallen und ich hatte sie in relativ kurzer Zeit gelesen. Denn wie es nun mal so ist, möchte man natürlich wissen worauf alles hinausläuft und was alles noch auf A.J. zukommt.

Was ich Gabrielle Zevin ebenfalls zu Gute halten kann ist, dass sie äußerst authentische Charaktere geschaffen hat, die ihre Ecken und Kanten haben und auch einmal den einen oder anderen Fehler begehen ;) Darüber hinaus war es interessant ihre Lebensgeschichten zu verfolgen und zu sehen wie ihre Schicksale miteinander verknüpft sind.

Im hinteren Drittel warteten ein paar Überraschungen auf mich, mit denen ich nicht gerechnet hätte, die aber neuen Schwung die Geschichte gebracht haben. Das Ende hat mir auch gut gefallen, sodass ich das Buch zufrieden zuklappen konnte.  

 
Die Widerspenstigkeit des Glücks“ von Gabrielle Zevin ist ein wunderbar kurzweiliger Roman, der mir ein paar schöne Lesestunden bereitet hat. Allerdings weist die Geschichte hier und da auch ein paar kleine Schwächen auf. Der etwas nüchterne Schreibstil hat beispielsweise dafür gesorgt, dass mich das Buch nicht in dem Maße berühren konnte, wie ich es zuvor angenommen hatte. Das ist zwar schade, aber dennoch kein Grund euch das Buch nicht zu empfehlen :)

 
Gabrielle Zevin wurde in New York geboren und studierte Literatur in Harvard. Sie hat bereits mehrere Romane und Drehbücher veröffentlicht, die in über zwanzig Sprachen übersetzt und mit vielen Preisen ausgezeichnet wurden. Heute lebt die Autorin in Los Angeles. [Quelle: Verlagshomepage Diana Verlag]

 

 


Freitag, 29. Mai 2015

(Leseeindruck) "Mit Rosen bedacht" von Jennifer Benkau

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Ein Unfall zerstört Wandas heile Welt: Ihr Verlobter, den sie in wenigen Tagen heiraten wollte, wird schwer verletzt und fällt ins Koma. Niemand weiß, ob er je wieder aufwachen wird. Als Wanda versucht, Karims Angelegenheiten zu regeln, stößt sie auf immer mehr Ungereimtheiten in seinem Leben. Tiefer und tiefer dringt sie in ein Netz aus Lügen und Geheimnissen vor, bis sie sich fragen muss: Wer ist Karim wirklich? Hat sie ihren Geliebten je gekannt? Schließlich kommt Wanda einem entsetzlichen Verbrechen auf die Spur, und alles deutet darauf hin, dass Karim große Schuld auf sich geladen hat. Doch während seine Augen geschlossen bleiben, schwebt Wanda bald selbst in höchster Gefahr...

 
„Mit Rosen bedacht“ ist mittlerweile das vierte Buch, das ich von Jennifer Benkau lese. Anders als in den Vorgänger kommen dieses Mal jedoch keine übernatürlichen, fantastischen oder dystopischen Elemente vor, sondern wir bleiben mit beiden Füßen fest in der Realität verankert, wobei sich relativ schnell herauskristallisiert, dass diese Realität komplexer ist als zunächst gedacht…

So spannend und aufregend die spätere Handlung auch wird, sind die ersten Seiten/Kapitel in einem eher ruhigeren Ton gehalten. Darüber hinaus liegt eine große Melancholie und Verzweiflung in der Luft, was Wandas aktuelles Gefühlsleben wunderbar widerspiegelt. Gerade erst wurde sie mit den schrecklichen Folgen von Karims Unfall konfrontiert und versucht nun zu begreifen, wie ihr scheinbar perfektes Leben von einem auf den anderen Moment zerstört werden konnte. Ihre Gedanken und Gefühle mitzuverfolgen, war für mich als Leser sehr emotional und auch unglaublich bedrückend, da man niemandem wünscht, dass er eine solche Situation durchleben muss.

Die Rückblenden, in denen der Leser hautnah miterleben darf, wie sich Wanda und ihr Verlobter vor 4 Jahren kennen-und lieben lernten, haben mir sehr gut gefallen. Obwohl anfangs noch kein Grund zum Misstrauen bestand, fielen mir bereits erste Ungereimtheiten im Bezug auf Karim auf, die sich im Laufe der Geschichte mehr und mehr gehäuft haben. Einen Reim konnte ich mir darauf allerdings nicht machen, sodass Karim nicht nur für Wanda sondern auch für mich zu einem echten Rätsel geworden ist. Außerdem habe ich mich mehr als einmal gewundert, dass Wanda dieses oder jenes Detail nicht schon vorher aufgefallen ist bzw. sie misstrauisch gemacht hat. Ich hätte es wahrscheinlich nicht einfach so hingenommen, wenn sich Karim mal wieder über seine Vergangenheit ausschwiegen hat, da es auf Dauer keine Grundlage für eine Beziehung ist.

Je undurchsichtiger und verworrener die Lage schließlich wurde, desto größer wurden meine Neugier und mein Ehrgeiz herauszufinden, was Karim für Geheimnisse verbirgt.

Mit zunehmender Seitenzahl (als wir etwas über die Hälfte des Buches erreicht hatten) wird die Geschichte mitreißender und fesselnder, bis es schier unmöglich ist das Buch überhaupt noch einmal beiseite zu legen. Das Gefühl, der Lösung greifbar nahe zu sein, wollte sich einfach nicht abschütteln lassen. Doch selbst als ich glaubte zu wissen auf was es zum Schluss hinauflaufen wird, hat mich Jennifer Benkau eines besseren belehrt. Besonders zu Ende wirbeln kleine Wendungen alles noch einmal durcheinander. Als die Wahrheit endlich heraus war, war ich echt baff, da ich damit nie gerechnet hätte.

„Mit Rosen bedacht“ hat mir ein weiteres Mal vor Augen geführt, warum Jennifer Benkau eine meiner liebsten deutschsprachigen Autoren ist. Die Frau schafft es nicht nur für jede Situation die passende Atmosphäre zu erzeugen, die so dicht ist, dass sie einen einfach gefangen nimmt, sondern sie erschafft auch sehr tiefgründige und authentische Charaktere. Es sind normale Menschen wie du und ich, die ihre Stärken und Schwächen haben, sodass man sich gut mit ihnen identifizieren kann. Mit Wanda habe ich mich mehr als verbunden gefühlt und letztendlich auch Angst um sie bekommen, denn je weiter sie in Karims Leben und Vergangenheit vorgestoßen ist, desto mehr hat sie sich selbst in Gefahr gebracht.  

 
„Mit Rosen bedacht“ von Jennifer Benkau erweckt zunächst den Eindruck eine ruhige, wenn auch etwas tragische Liebesgeschichte zu erzählen. Während Wanda versucht den Schock zu verkraften, dass ihr Verlobter nicht mehr aus dem Koma erwachen könnte, dürfen wir durch die regelmäßigen Sprünge in die Vergangenheit mitverfolgen, wie sich Wanda und Karim kennen-und lieben lernten. Dabei fallen dem Leser bereits einige Ungereimtheiten auf, die sich mit zunehmender Seitenzahl häufen und einen Karim in Frage stellen lassen. Die Geschichte entwickelt sich von diesem Zeitpunkt an zu einem spannenden Krimi, den man bis zum Ende nicht mehr aus der Hand legen kann.  

Jennifer Benkau lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und zwei Katzen inmitten lauter Musik und vieler Bücher im Rheinland. Nachdem sie in ihrer Kindheit Geschichten in eine Schreibmaschine gehämmert hatte, verfiel sie pünktlich zum Erwachsenwerden in einen literarischen Dornröschenschlaf, aus dem sie zehn Jahre später, an einem verregneten Dezembermorgen, von ihrer ersten Romanidee stürmisch wachgeküsst wurde. Von dem Moment an gab es kein Halten mehr. [Quelle: Verlagshomepage script5]