Dienstag, 31. März 2015

[Disney Dienstag]


Hallo ihr Lieben,

in den letzten zwei Wochen habe ich diese neue Aktion im Bloggeruniversum aufmerksam verfolgt und mich heute dazu entschieden beim "Disney Dienstag" mitzumachen. Als großer Disney Fan kann ich einfach nicht widerstehen ein Hauch Disney auf meinem Blog zu versprühen :D 
 
 
Eine Aktion von LeFaBook, bei der es jeden Dienstag eine Frage gibt, die sich entweder auf den SUB (Stapel ungelesener Bücher) oder den WUB (Wunschzettel ungelesener Bücher) beziehen wird :) 

 


Das Cover von "Das Schweigen in meinem Kopf" finde ich jetzt nicht richtig hässlich, aber ich würde es auch nicht als besonders schön bezeichnen. Als ich es gekauft habe, war allerdings nicht das Cover der ausschlaggebende Grund, sondern der Klappentext und die durchweg positiven Rezensionen, dich ich zuvor gelesen habe. Ich habe also die Hoffnung, dass mich die Geschichte, in der es um die Freundschaft zwischen Jo und Chris, einem schwerbehinderten Jungen, geht, genauso begeistern wird. 



Liebe Grüße

Gemeinsam lesen #02


Eine Aktion von Asaviel, die nun von Weltenwanderer und Schlunzenbücher weitergeführt wird. 



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese "Sommer unter schwarzen Flügeln" von Peer Martin und bin aktuell auf Seite 204

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

 "Und irgendwann eröffnete das Militär das Feuer wieder."


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

"Sommer unter schwarzen Flügeln" ist kein Buch, dass man innerhalb von 1-2 Tagen wegliest. Dafür sind die Thematiken (Asylbewerber und Fremdenhass), mit denen sich Peer Martin beschäftigt, viel zu komplex und auch zu wichtig. Die Geschichte gefällt mir bis jetzt sehr gut...Sie ist eindringlich, teilweise erschreckend und stimmt einen sehr nachdenklich. Selbst wenn man das Buch einmal kurz beseite legt, spukt einem das vorher Gelesene noch im Kopf herum. Vor allem fesseln mich Nuri's Erzählungen über ihre alte Heimat Syrien und wie sich die Revolution still und heimlich über das ganze Land ausbreitet, da ich das Geschehen damals (2011) zwar im Fernsehen mitbekommen habe, mir damals jedoch kaum Gedanken dazu/darüber gemacht habe. Tja und mittlerweile interessiere ich mich viel mehr für das, was in der Politik und der Welt vorgeht :))

4. Gibt es ein buchiges Event in diesem Jahr auf das ihr euch
besonders freut, oder gab es mal was in der Vergangenheit, was euch so sehr begeistert hat,
dass ihr es euch ganz bald mal wieder wünschen würdet? 


Wie alle anderen, die wie ich nicht auf die LBM fahren konnten, freue ich mich natürlich sehr auf die FBM, obwohl ich noch nicht genau weiß, ob ich es schaffen werde dorthin zu fahren. Im August fange ich nämlich meine Ausbildung zur Buchhändlerin (ein weiteres "Event" auf das ich mich freue^^) an und es könnte sein, dass ich am Buchmessesamstag arbeiten muss. Wenn nicht oder falls ich mir an dem Tag frei nehmen kann, werde ich auf jeden Fall nach Frankfurt fahren.



Welches Buch/ bzw. welche Bücher lest ihr aktuell?
Auf welches buchige Event freut ihr euch in diesem Jahr? 


Liebe Grüße

Montag, 30. März 2015

(Leseeindruck) "T.R.O.J.A - Komplott" von Ortwin Ramadan

http://www.amazon.de/T-R-O-J-Komplott-Ortwin-Ramadan/dp/3649618656/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1427718646&sr=8-1&keywords=T.R.O.J.A 
Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zu amazon
Auf die Verlagshomepage?

 
Du wirst beobachtet, jeden Tag, 24 Stunden live. Und deine Augen sind die Kamera! Gesundheit ist Pflicht. Mit dieser Philosophie ist der 21-jährige Nico aufgewachsen. Wie alle anderen US-Bürger trägt auch er Nanobots in seinen Blutbahnen, die seinen Körper rund um die Uhr überwachen und sogar kleine Operationen vornehmen können. Als Nico als frischgebackener FBI-Agent für das Geheimprojekt T.R.O.J.A. rekrutiert wird, erfährt er allerdings, dass die kleinen Helfer im Körper noch wesentlich mehr können. Wenige Klicks genügen und die Nanobots docken sich an den Sehnerv an. Und schon erhalten die Ermittler Bilder, die direkt aus dem Kopf einer verdächtigen Zielperson kommen. Nico ist fasziniert. Das ist die Revolution im Kampf gegen Kriminalität und Terrorismus. Mit Feuereifer macht der junge Agent sich an seine erste Observation. Doch schon bald kommen ihm Zweifel. Warum ist die 20-jährige Beta überhaupt auf der Liste der Geheimdienste? Und wer steht eigentlich hinter T.R.O.J.A.? Als Nico das Projekt hinterfragt, wird er selbst zum Gejagten. Und vor den Spionen in seinem eigenen Körper scheint es kein Entrinnen zu geben… 

 
Beim Stöbern durch meine Lieblingsbuchhandlung ist mir „Troja“ mit seinem doch recht auffälligen Cover sofort ins Auge gesprungen. Und auch der Klappentext insbesondere diese beiden Sätze „Du wirst beobachtet, jeden Tag, 24 Stunden live! Und deine Augen sind die Kamera“ konnten meine Aufmerksamkeit für sich gewinnen. Ich war sehr gespannt und natürlich neugierig was mich in diesem gar nicht so abwegig klingenden Zukunftsszenario erwarten wird.

Der Prolog war jedenfalls ein gelungener Einstieg. Ich wurde vom Autor mitten ins Geschehen geworfen und konnte mit der kurzen Momentaufnahme noch nichts anfangen, da mir die Zusammenhänge gefehlt haben. Gleichzeitig wurde in mir jedoch der Drang geweckt sogleich weiterlesen zu müssen. Im ersten Kapitel, das vier Wochen vor der im Prolog geschilderten Szene spielt, geht es wieder etwas ruhiger zu. Wir lernen den 21-jährigen Nico kennen, der nach langem und hartem Training, kurz vor seiner Ernennung zum FBI Agenten steht. Allerdings kommt es am Tag seines Abschlusses plötzlich ganz anders als erwartet. Ein psychologisches Gutachten bescheinigt, dass er aus emotionalen Gründen nicht für den Dienst geeignet ist. Sein Traum scheint somit endgültig geplatzt zu sein…Bis er eine zweite Chance erhält und für das Geheimprojekts T.R.O.J.A als Agent rekrutiert wird.

Von Anfang an hatte ich gegenüber T.R.O.J.A ein mulmiges Gefühl. Denn die Infos, die ich zu diesem Projekt bekommen habe sowie die Aussagen der Verantwortlichen, denen ich in extra Kapiteln heimlich lauschen durfte, haben mir nicht ganz so gefallen. Mein Misstrauen ist mit der Zeit stetig gewachsen und letztendlich bestätigt worden. Neben Nicos Geschichte gibt es einen weiteren Handlungsstrang, in dem sich alles um die Kleinkriminelle Beta dreht, die nur knapp einem Mordanschlag entkommen konnte und seitdem auf der Flucht ist. Vor wem oder was bleibt zunächst ein Rätsel…

An sich sorgen die ganzen Geschehnisse – es gibt einige unerwartete Wendungen – und die Frage, wie Nicos und Betas Handlungsstränge zusammenhängen, dafür, dass man durchweg weiterlesen möchte. Der Spannungsaufbau findet ebenfalls statt, da der Autor natürlich hier und da Hinweise in die Handlung einstreut, wird aber immer wieder durch etwas ruhigere Abschnitte unterbrochen. Im Vergleich zu anderen Jugendbücher bleibt das Spannungslevel eher niedrig. Die entscheidende Wende findet nämlich erst im hinteren Drittel des Buches statt. Tja und da hier alles so geballt aufeinander trifft, ging mir vieles zu schnell. Nico, dessen Haltung sich auf einmal um 180°C dreht, war für mich nicht wirklich glaubhaft, da diese Veränderungen im krassen Widerspruch zu seiner vorherigen Einstellung steht und deshalb für mich nicht von der einen auf die andere Sekunde stattfinden kann.

Teilweise fand ich Nico auch sehr naiv und dafür, dass er eine FBI Ausbildung durchlaufen hat, hat er ziemlich lange gebraucht um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ein weiterer Kritikpunkt: Die Charaktere sind allgemein etwas blass geblieben, sodass man mit keinem richtig warm geworden ist. Der Schluss war ganz in Ordnung, wenn er mir auch zu einfach erschien.

Die von Ortwin Ramadan ausgearbeitete Welt ist, anders als andere Szenarien, die mir bisher in Dystopien begegnet sind, alles andere als unrealistisch zu bezeichnen. Fakt ist, dass auch wir in unserem Leben tagtäglich beobachten können, wie sich die technischen Möglichkeiten für den Menschen verbessern und weiterentwickeln. In der Medizin oder der Wissenschaft werden beispielweise ständig neue Entdeckungen gemacht. Neue Technologien erscheinen auf dem Markt, von denen vor ein paar Jahren noch keiner gedacht hätte, dass sie realisierbar wären. Ja und spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden weiß so gut wie jeder von uns, dass unsere privaten Daten gesammelt und gespeichert werden. Ramadan hat alles nur ein wenig ausgeweitet und ein viel größeres, beängstigendes Ausmaß annehmen lassen. Ich fand es äußerst erschreckend wie stark die Menschen in seiner Geschichte überwacht werden und ihnen Stück für Stück mehr Freiheit und Selbstbestimmung über ihr Leben genommen wird. Big Brother ist watching you kann hier wortwörtlich genommen werden.  

 
Mit „T.R.O.J.A. – Komplott“ lässt Ortwin Ramadan uns in ein erschreckend realistisches Zukunftsszenario eintauchen, in dem das Leben der Menschen nicht nur jederzeit überwacht werden kann, sondern ihnen auch bis zu einem bestimmten Punkt die Freiheit und Selbstbestimmung genommen wird. Trotz einiger unerwarteter Wendungen, wird der Spannungsaufbau immer wieder durch ruhigere Szenen unterbrochen, sodass das Spannungslevel im Großteil des Buches eher niedrig blieb. Erst zu Ende hin überschlagen sich die Ereignisse, wobei mir manches zu schnell ablief und zu überstürzt wirkte. Insgesamt ist „T.R.O.J.A.“ eine gute Dystopie, die jedoch hier und da Schwächen aufweist.  
 





[TAG] Social Network


Hallo ihr Lieben,

nach dem es in den letzten Woche ausschließlich neue Rezensionen auf meinem Blog zu lesen gab, möchte ich gerne mal wieder für etwas Abwechslung sorgen. Und was eignet sich dafür besser als ein TAG? Noch dazu einer, den ich richtig cool finde :))

Meine Wahl ist sofort auf "Wie Monde so silbern" von Marissa Meyer gefallen. Der erste Teil der Luna Chroniken, meiner absoluten Lieblingsreihe wohlgemerkt, war ein grandioser Auftakt, der mich von Anfang bis zum Ende an die Seiten gefesselt hat. Marissa Meyer entführt ihre Leser in eine eine einzigartige, völlig neue und faszinierenden Welt und lässt sie an der Seite von unglaublich sympathischen Charakteren ein spannendes Abenteuer erleben. Ach ich kann euch gar nicht sagen, wie sehnsüchtig ich bereits auf den letzten Band warte.

 
Damals als "Wunder" von R.J. Palacio neu auf dem deutschen Buchmarkt erschienen ist, hatte ich das Gefühl, dass mir dieses Buch von allen Seiten empfohlen wird. Meine Neugier war daher schnell geweckt und nach dem ich es letztes Jahr endlich gelesen habe, kann ich das Warum zu 100% nachvollziehen. Das ich Wunder gemocht habe, ist eine Untertreibung...Ich habe die Geschichte geliebt und liebe sie immer noch ♥ August Geschichte hat mich eine Vielzahl an Emotionen durchleben lassen. Ich habe gelacht, ich habe geweint und jeden einzelnen Moment während des Lesens genossen. August ist ein richtig toller Charakter, den man für seinen Mut und seine Stärke einfach nur bewundern kann. Ich habe ihn von der ersten Seite an in mein Herz geschlossen und wollte ihn am Ende gar nicht mehr gehen lassen :) 

Das ist mir jetzt echt peinlich zuzugeben, aber ich erinnere mich kaum mehr daran, was ich vor 3-4 Jahren gelesen habe^^ Durch Zufall bin ich jedoch auf ein Buch gestoßen, dass ich lange vor meiner Zeit als Buchbloggerin gelesen habe und damals wirklich toll fand. Die Rede ist von "Mich gibts auch noch" von Suzanne LaFleur. Eine wundervolle und gleichzeitig berührende Geschichte über Mädchen, dessen Leben nach dem Tod ihres Vaters und ihrer Schwester, aus den Fugen gerät, da ihre Mutter von einem auf den anderen Tag plötzlich spurlos verschwindet.

 
An alle Abbi Glines Fans: Nehmt es mir bitte bitte nicht übel, aber um nichts in der Welt würde ich noch einmal dieses Drama zwischen Blair und Rush geben.


Schlicht, aber dennoch schön * . * 

 
Spontan würden mir gleich mehrere Bücher einfallen, doch wenn ich mich entscheiden müsste, würde meine Wahl auf die Mythos Academy von Jennifer Estep fallen, da mich diese Reihe wirklich sehr gut unterhalten hat. Gwen und ihre Freunde sind mir Band für Band mehr ans Herz gewachsen, sodass ich stets mit ihnen mitgefiebert, mitgefühlt, mitgehofft und -gebangt habe. Mein Highlight war allerdings der mythologische Aspekt bzw. das Einflechten von mythologischen Elementen in die Geschichte. Wenn die Drehbuchautoren auf die ständigen (unnötigen) Wiederholungen verzichten, dann würde/n der Film/die Filme bestimmt ein großes Publikum begeistern können.

 
Ich würde mich gerne einmal mit Katy aus Jennifer Armentrouts Lux Reihe über unsere Lieblingsbücher austauschen. Wer von euch Obsidian: Schattendunkel gelesen hat, weiß, dass sie eine große Leseratte ist und leidenschaftlich gerne über Bücher bloggt. An Gesprächsstoff würde es uns jedenfalls nicht mangeln. Vielleicht könnte ich ihr im Laufe unseres Gesprächs auch das eine oder andere Detail über Daemon entlocken oder wenn ich mich ganz geschickt anstelle selbst die Bekanntschaft mit ihm machen. Naja und bei der Gelegenheit könnte ich ihr gleich noch ein wenig ins Gewissen reden, damit sie sich ihm gegenüber nicht mehr ganz so zickig verhält ;)



Ich hoffe euch haben meine Antworten gefallen :)) Da ich selber nicht getaggt wurde, werde ich auch niemanden taggen, doch ich würde mich freuen, wenn ihn ein paar von euch ebenfalls machen würden.

 
Liebe Grüße

Sonntag, 29. März 2015

[Meine Bücherwoche] 23.03. - 29.03.2015



Hallo ihr Lieben,

einen schönen Sonntag wünsche ich euch! Ich hoffe ihr konntet ruhig und relaxed in den Tag starten, denn ich werde bereits seit 8.00 Uhr vom Gehämmere unseres Nachbars, der sich anscheinend in den Kopf gesetzt hat seinen Anbau heute noch fertigstellen zu müssen, tyrannisiert. Naja vielleicht lass ich nachher einfach ein bisschen Musik laufen, wenn ich mich nachher mit meiner aktuellen Lektüre (dem 14ten Buch in diesem Monat) und einer Tasse Tee zurück ins Bett verziehe ;) Im Moment bin ich wirklich voll im Lesefluss und habe richtig große Lust zu lesen. Ein Glück, dass auf meinem SUB noch einige tolle Bücher warten ♡



Diese Woche habe ich so einiges gelesen, da ich nach dem ich am Dienstag Mathe Abi geschrieben habe, für den Rest der Woche frei hatte :))

Zu Nacht ohne Namen von Jenny-Mai Nuyen, Girl Online von Zoe Sugg und Zoom: Alles entwickelt sich von Lena Hach werde ich an dieser Stelle nichts mehr sagen, da ich zu allen drei Büchern bereits die Rezis veröffentlicht habe.

"Troja: Das Komplott" habe ich für eine Leserunde auf wasliestdu gelesen. Es ist eine gute Dystopie, die einem interessanten und vor allem sehr realistischen Zukunftsszenario zu Grunde liegt, allerdings auch einige Schwächen aufweist. Zwar gab es immer mal wieder spannende Momente und unerwarteten Wendungen, die mich überrascht haben, doch mir hat einfach DER Wow-Moment gefehlt. Zu Ende hat sich die Handlung dann förmlich überschlagen, wobei einiges viel zu schnell ging. Und der Schluss an sich war leider etwas enttäuschend.

Shane Hegarty's "Darkmouth: Der Legendenjäger" hat mir dagegen richtig gut gefallen. Finn, unser Protagonist war mir auf anhieb sympathisch, wenn er mich auch etwas leid getan hat, da man von Anfang an merkt, dass er alles andere als glücklich über seine zukünftige Berufung ist. Das Legendenjagen ist zwar spannend und aufregend, aber auch sehr anstrengend. Vor allem in Darkmouth, dem einzigen Ort, an dem heutzutage überhaupt noch Legenden auftauchen. Im Laufe der Geschichte wird der Leser mit der einen oder anderen Enthüllung überrascht, die in den nächsten Bänden sicher noch für viel Wirbel sorgen wird.

"Mein wahrhaft wirkliches Leben davor und danach" war eines meiner Highlights dieser Woche. Robyn Schneider erzählt eine Geschichte, die mitten aus dem Leben gegriffen zu scheint. Es geht um Freundschaft, Liebe und die Frage, was man aus seinem Leben wirklich machen möchte. Bereits nach den ersten Sätzen hatte mich das Buch bereits für sich gewonnen. Der lockere und humorvolle Ton, in dem Ezra seine Geschichte erzählt hat mich einfach mitgerissen und Sympathie für ihn entwickeln lassen, die von Seite zu Seite gewachsen ist.






Samstag, 28. März 2015

(Leseeindruck) "Zoom: Alles entwickelt sich" von Lena Hach

http://www.amazon.de/Zoom-Alles-entwickelt-Lena-Hach/dp/3407811853/ref=cm_cr_pr_product_top 
Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zu amazon 
Auf die Verlagshomepage?

 
Till fotografiert. Paula schreibt. Eine ideale Kombination. Eigentlich. Doch die Liebe ist manchmal ganz schön kompliziert ... Till hat die Kamera seines Vaters, eine alte Leica M4, überall dabei. Aber die Fotos will Till erst entwickeln, wenn sich sein verschwundener Vater bei ihm meldet. Als Paula, die Chefredakteurin der Schülerzeitung, Till bittet, auf der Klassenfahrt Bilder zu machen, gerät er in ein Dilemma: Er findet Paula toll. Ach was – er ist total in sie verknallt! Aber was ist mit seinem Vorsatz? Kann Till Paula die Wahrheit über seinen Vater sagen? 


Es gibt Bücher, da liest man ein paar Seiten und ist sofort zu einem Teil der Geschichte geworden. Leider kommen einem jedoch auch immer wieder Bücher unter, bei denen man sich mit dem Einstieg und dem Einfinden schwerer tut. Bei „Zoom“ ist leider letzeres der Fall gewesen. Grund hierfür und dafür, dass ich auch im weiteren Verlauf nicht warm mit der Geschichte geworden bin, ist die Erzählperspektive. Denn anders als erwartet erleben wir nicht Paula und/oder Tills Perspektive, sondern werden von einer unbekannten dritten Person durch das Buch geführt. Über ihn/ sie erfahren wir so gut wie nicht, sodass a) er oder sie mir persönlich vollkommen fremd geblieben ist und b) ich keine Beziehung zu Paula und Till aufbauen konnte, was ich echt schade fand, da die Idee und die Gestaltung des Handlungsverlaufs an sich gar nicht so schlecht sind. Die Autorin erzählt nämlich nicht nur eine stinknormale Liebesgeschichte, wie der Klappentext vielleicht vermitteln mag, sondern versucht etwas mehr in die Tiefe zu gehen, indem sie sich mit einer ernsteren Thematik beschäftigt.

Till, ein eher ruhiger und zurückhaltender Junge, ist niemals ohne seine Leica M4, eine alte Kamera, die früher einmal seinem Vater gehört hat, anzutreffen. Von seinen Mitschüler wird er deshalb schon belächelt. Ihm ist das allerdings egal, da keiner außer ihm weiß, welche Bedeutung die Kamera wirklich hat: Till hat beschlossen die Bilder, die er schießt, erst dann entwickeln zu lassen, wenn sich sein Vater wieder bei ihm meldet. Die Kamera ist somit zu einem Symbol der Hoffnung geworden, stellt aber auch eine Verbindung zwischen ihm und seinem Vater her. Ich konnte Tills Wunsch bzw. seine Situation gut verstehen. Es muss echt hart sein über Jahre hinweg nichts von seinem leiblichen Vater zu hören. Natürlich fragt man sich was hinter dem abgebrochen Kontakt steckt…Diese Frage hat mich mitunter zum weiterlesen verleitet.

Paula ist die Chefredakteurin der Schülerzeitung, die eigentlich erst durch ihr Engagement zu dem geworden ist, was sie heute ist. Ihr Stellenwert an der Schule ist allerdings immer noch sehr gering, was sie durch den Sieg bei einem Schülerzeitungswettbewerb ändern möchte. Aber neben gut recherchierten und geschriebenen Artikeln, sind Bilder das A und O in einer Zeitung. Und so wendet sich Paula hilfesuchend an Till, der ihren Vorschlag jedoch gleich ablehnt…Paulas Art hat mir nicht besonders gefallen, da ich fand, dass sie insbesondere zu Anfang etwas arrogant herüberkommt.

Obwohl die beiden zuvor so gut wie nichts miteinander zu tun hatten, muss Till – nach dem er ihr Angebot abgelehnt hat - ständig an Paula denken. Und auch wenn sie es zunächst nicht wahrhaben will, geht es Paula genauso. Schließlich kommt es wie es kommen mss und es entwickelt sich langsam eine kleine Liebesgeschichte zwischen ihnen.

Mit der Zeit wird Till vor die Frage gestellt, ob er sich weiterhin an seine Hoffnung klammern soll oder ob es nicht besser wäre endlich mit seiner Vergangenheit, seinem Vater, abzuschließen. Lena Hach zeigt uns diesbezüglich auf, wie schwer es uns Menschen fällt Dingen oder anderen Menschen loszulassen, weil der Gedanke diesen Teil seines Lebens akt akta zu legen schmerzt. Andererseits entgehen uns manchmal die schönsten Erlebnisse bzw. Momente, wenn wir immer nur zurück und nie nach vorne schauen.

„Zoom: Alles entwickelt sich“ von Lena Hach ist nettes Buch für Zwischendurch, das mir, wenn die Geschichte aus der Perspektive von Paula oder Till erzählt worden wäre, um einiges besser gefallen hätte, denn so konnte ich zu beiden Protagonisten keine Beziehung aufbauen, was für mich sehr wichtig bei einem Buch ist. Insgesamt betrachtet würde ich „Zoom“ als mittelmäßig bezeichnen, da die Umsetzung der Grundidee einige Schwachstellen aufweist und mich die Geschichte nicht wirklich fesseln konnte.   




Lena Hach, geboren 1982, lebt als freie Autorin in Berlin. Sie besuchte eine Schule für Clowns, studierte Literatur und Kreatives Schreiben und arbeitete als Journalistin. Es fällt ihr äußerst schwer, an Abrisszetteln vorbeizugehen, die irgendjemand aufgehängt hat, ohne diese zu lesen. [Quelle: Verlagshomepage Beltz & Gelbberg]

 
 


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