Freitag, 6. November 2015

(Leseeindruck) "Darkmouth: Die andere Seite" von Shane Hegarty

http://www.oetinger.de/buecher/kinderbuecher/ab-10-jahren/details/titel/3-7891-3726-X/18984/32091/Autor/Shane/Hegarty/Darkmouth_-_Die_andere_Seite.html 
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Was würdest du tun, wenn dein Vater auf der Verseuchten Seite gefangen wäre – umgeben von blutrünstigen Legenden, die ihm am liebsten zum Frühstück verspeisen würden? Richtig, du würdest versuchen, ihn zu retten. Und genau das tut der zwölfjährige Finn. Zusammen mit seiner besten Freundin Emmie und einem Gutachter des Rats der Zwölf schafft er es, ein Tor zur anderen Seite zu öffnen. Doch dort lauern jede Mengen Gefahren…

 
„Darkmouth: Die andere Seite“ knüpft nahtlos an die Ereignisse aus Band 1 an, wodurch ich relativ schnell in die Geschichte zurückgefunden haben. Zusammen mit unserem Protagonisten Finn habe ich mich ganz und gar darauf konzentriert einen Weg zu finden, seinen Vater zu retten. Doch leider gestaltet sich das alles andere als einfach, da die mysteriöse Karte, die sein Vater erwähnt hatte, bevor sich das Tor auf die verseuchte Seite endgültig schloss, bis jetzt unauffindbar bleibt. Mit jedem Fehlschlag, den Finn einstecken muss, steigt seine Enttäuschung. Gleichzeitig wächst aber auch seine Entschlossenheit - vor allem als er erfährt, dass ihm nur noch wenig Zeit bleibt. Sollte er seinen Vater nicht innerhalb von 48 Stunden finden, wird der Rat der Zwölf ihn tot erklären, sodass Emmies Vater zum offiziellen Legendenjäger von Darkmouth wird. Letzteres wäre ein harter Schlag für Finn…Doch das Schicksal hat ein Einsehen mit ihm und er findet endlich die richtige Karte. Diese führt ihn und Emmie zu einer Höhle mit Kristallen, mithilfe derer er ein Tor zur Verseuchten Seite öffnen kann…Nach einigem hin und her wagen Emmie, Finn und der Gutachter den Übertritt in die andere Welt und setzen sich damit allerlei Gefahren aus.

Obwohl der Spannungsaufbau zuerst eher gemächlich voranschreitet, sind die Seiten wie nichts an mir vorbeigeflogen, da ich wissen wollte, wie es mit Finn und seinem Vater weitergeht. Als sie auf der verseuchten Seite angekommen waren, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe ununterbrochen mit ihm, Emmie und Estravon mitgefiebert. Am meisten Kopfzerbrechen hat mir jedoch die Tatsache bereitet, dass unser Trio zwar von Vielzahl an Legenden verfolgt wird, diese aber keine Anstalten machen sie anzugreifen. Was bezwecken sie mit diesem Verhalten? Ich war immer auf der Hut, da ich zu jeder Zeit damit gerechnet habe, dass sich das Blatt wenden wird.

So ernst die Lage auch ist, Shane Hegarty lässt immer wieder eine feine Prise Humor einfließen. Vor allem Estravon, der vom Rat der Zwölf geschickt wurde, um das Verschwinden von Finns Vater zu dokumentieren, sorgt mit seinen bissigen und sarkastischen Kommentaren mehr als einmal für ein Schmunzeln oder ein kurzes Auflachen. Außerdem hat Hegarty viel Fantasie bewiesen, was die Beschreibung/Gestaltung der verseuchten Seite sowie der Erfindung von Legenden betrifft. Er lässt seine Leser auf einige neue Kreaturen treffen wie, die mal mehr, mal weniger harmlos sind.

Wie auch schon in Band 1 war Finn ein absoluter Sympathieträger. Die vergangenen Ereignisse haben ihn verändert, er hat lange nicht mehr so unbeholfen auf mich gewirkt. Er wird zwar immer noch von Selbstzweifeln heimgesucht, aber er schluckt seine Bedenken und Ängste hinunter, um sein Ziel, seinen Vater wieder nach Hause zu holen, zu erreichen. Dabei ist das Wissen, dass er diese Last nicht alleine tragen muss, eine große Hilfe. Emmie steht ihm mit Rat und Tat zur Seite. Obwohl sie manchmal etwas nervig sein konnte, war ich doch froh, dass es sie gab.

Sehr interessant fand ich die Passagen aus „Die Chronik des einstürzenden Himmels“, die wir zwischen der eigentlichen Geschichte zu lesen bekommen. Hier erfahren wir mehr über Finns Großvater Niall Schwarzzungen. Ich war neugierig, wie diese für den weiteren Handlungsverlauf eine Rolle spielen würden. Später wurden diese Abschnitte allerdings etwas verwirrend, da hier viele neue Details auf mich eingeprasselt sind.

Je weiter die Geschichte voranschritt, desto spannender und actionreicher wurde sie. Vor allem auf den letzten 100 Seiten hat Shane Hegarty einige überraschende und rasante Wendungen eingebaut, sodass ich das Gefühl hatte, eine Schrecksekunde nach der anderen zu erleben. Nach einem ebenso fesselnden Showdown, fand die Geschichte vorerst ein zufriedenstellendes Ende.  

 
Mit „Darkmouth: Die andere Seite“ ist Shane Hegarty eine gute Fortsetzung gelungen, die sich trotz gemächlichem Spannungsaufbau schnell lesen ließ. Vor allem auf den letzten 100 Seiten, als die Geschichte immer spannender und actionreicher wurde, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Um das Ganze ein wenig aufzulockern durfte neben alldem auch ein gewisser Funken Humor nicht fehlen. Das Ende ist vorerst zufriedenstellend, doch allzu lang sollte Band 3 nicht auf sich warten lassen.   


Shane Hegarty wurde 1974 in Irland geboren. Er ist Vater von vier Kindern, arbeitete schon fürs Radio und Fernsehen und war nach eigener Aussage für kurze Zeit »der schlechteste Stand-up-Komiker der irischen Comedyszene«. Zuletzt war er als Journalist bei der Irish Times tätig, konzentriert sich nun aber voll aufs Schreiben. »Darkmouth – Der Legendenjäger« ist sein Debütroman. [Quelle: Verlagshomepage Oetinger Verlag]

 
 


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- Sarina