Sonntag, 22. November 2015

(Leseeindruck) "Auf Umwegen" von Andrew Smith

https://www.carlsen.de/hardcover/auf-umwegen/67483 
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Finn berechnet die Zeit in Meilen, nicht in Minuten. So erklärt er sich die Welt und so überzeugt er sich davon, wirklich zu sein, nicht eine Romanfigur im Kult-Bestseller seines Vaters. Stets am Rande der Katastrophe – als Kind ist ein totes Pferd von einer Brücke auf ihn gefallen – hat Finn immerhin den besten Freund der Welt: den total irren, aber ganz vortrefflichen Cade. Und dann lernt er Julia kennen, das erste Mädchen, das er liebt. Als Julia wegzieht bricht Finn das Herz. Zusammen mit Cade macht er sich auf eine Reise, die sie nicht – wie geplant – zum College ihrer Wahl führt.

(Den letzten Satz vom Klappentext habe ich bewusst weggelassen, da euch ansonsten die komplette Handlung verraten  worden wäre)

 
Ach ja… ich hatte mich so sehr auf dieses Buch gefreut. Die durchweg positiven und begeisterten Stimmen, die ich dazu vernommen habe, habe mir richtig Lust auf die Geschichte gemacht. Doch als ich mit dem Lesen begonnen habe, ist mir diese relativ schnell vergangen. Stattdessen wuchs meine Verwirrung mit jeder Seite, bis ich am Schluss mit dem Gefühl zurückblieb, dass ich die Geschichte bzw. ihren tieferen Sinn nicht verstanden habe. Wie gesagt, schwärmen wirklich viele von „Auf Umwegen“ oder „100 Sideways Miles, daher wollte ich es unbedingt auch mögen. Aber außer einem großen Fragezeichen in meinem Kopf und wachsender Enttäuschung habe ich leider nichts andere während des Lesens empfunden.

Bereits auf den ersten Seiten hatte ich große Probleme in die Geschichte hineinzufinden, was vor allem daran lag, dass ich die Erinnerungen, die der Protagonist Finn mit uns teilt, damit wir ihn, sein Leben und sein Umfeld kennenlernen, etwas verwirrend fand. Mehr als einmal habe ich mich dabei ertappt, wie ich mich gefragt habe, was die vorherige Szene mit der jetzigen zu tun hat bzw. wie die beiden nun zusammenpassen. Leider ist das auch nicht besser geworden. Im Gegenteil! Bis zum Schluss habe ich den roten Faden im Plot vermisst.

Zum Glück war mir der Protagonist Finn sehr sympathisch. Ich konnte zudem seine Gefühle und Gedanken zu jedem Zeitpunkt nachvollen. Vor allem konnte ich verstehen, dass ihm seine Krankheit und die Einschränkungen, die er deshalb in Kauf nehmen muss, auf die Nerven gehen. Zur Erklärung: Finn leidet seit Jahren an Epilepsie. Seine Anfälle tauchen plötzlich von einer auf die andere Sekunde auf und bringen ihn öfters in ziemlich peinliche Situationen. Ansonsten muss er sich mit Problemen, Sorgen und Ängste eines normalen Teenagers auseinandersetzen. Wer ist er und wer möchte er sein? Oder wie geht man damit, um wenn man sich das erste Mal verliebt? Seine Gefühle für Julia sind für ihn eine ganz neue Erfahrung, die er zwar einerseits unglaublich aufregend, andererseits auch ziemlich verwirrend findet.

Bei Cade, Finns bestem Freund, kann ich nicht so richtig sagen, ob ich ihn sympathisch oder unsympathisch fand. Was ich allerdings über ihn sagen kann, dass er ebenfalls eine sehr eigenwillige Persönlichkeit besitzt. Er ist der beliebteste Junge an der ganzen Schule und gleichzeitig der Klassenclown schlechthin. Ich glaube nichts macht ihm mehr Freude, als seine Lehrer mit nicht immer ganz jugendfreien Scherzen herauszufordern und auch ein wenig zu provozieren. Ein paar Mal hat er mich echt zum Schmunzeln gebracht, was jedoch eher die Ausnahme war. Im Großen und Ganzen fand ich seine Sprüche überhaupt nicht witzig. Vielleicht teilen Andrew Smith und ich einfach nicht den gleichen Sinn für Humor. An Cade gestört hat mich, dass er in gefühlt jedem Satz das Wort F*ck benutzt. Wobei es eigentlich zu seinem Umgangston passt. Der fällt nämlich allgemein etwas rauer aus.

Neben Finn und Cade ist Julia ziemlich blass geblieben. Ich hatte den Eindruck kaum etwas über sie erfahren habe, was ich sehr schade fand.

Obwohl „Auf Umwegen“ eine eher ruhige Geschichte ist, in der bis zum Schluss eigentlich kaum etwas passiert, (Der im Klappentext versprochene Road Trip findet leider nur auf den letzten Seiten statt.) hatte ich sie relativ schnell durchgelesen. Andrew Smith besitzt nämlich an sich einen locker leichten Schreibstil, der sich super flüssig lesen lässt.

 
„Auf Umwegen“ von Andrew Smith war leider nicht mein Buch. Gemerkt habe ich das bereits auf den ersten 50 Seiten, doch da ich die Geschichte unbedingt mögen wollte, habe ich die Hoffnung noch nicht aufgeben. Aber es wurde einfach nicht besser! Die Handlung blieb für mich bis zum Schluss verwirrend und zusammenhanglos. Zum Glück war mir wenigstens der Protagonist Finn sympathisch :)

 
Ursprünglich aus Kalifornien, hat Andrew Smith in jungen Jahren die ganze Welt bereist. Bevor er anfing Bücher zu schreiben, arbeitete er als Journalist. Heute lebt er mit seiner Familie, zwei Pferden, zwei Hunden und drei Katzen in den Bergen in Südkalifornien. [Quelle: Verlagshomepage Carlsen Verlag]


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- Sarina