Freitag, 27. November 2015

(Hörbuchrezension) "Wir können alles sein, Baby" von Julia Engelmann

http://www.randomhouse.de/Presse/Hoerbuch/Wir-koennen-alles-sein-Baby-Poetry-Slam-Texte/Julia-Engelmann/pr493138.rhd?pub=70000&men=1&mid=5 
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Seit Colleen Hoovers „Weil ich Layken liebe“ bin ich ein großer Fan von Poetry Slams. Das hat mich zuerst ein wenig überrascht, da ich mit den meistens Gedichten, die wir in der Schule etc. gelesen habe, nie so richtig etwas anfangen konnte. Bei Poetry Slam Texten – vor allem bei denen von Julia Engelmann - sieht es dagegen ganz anders aus. Sie schaffen es mich zu erreichen, mich zu berühren und zum Nachdenken anzuregen.

Ich finde mich, meine Persönlichkeit, aber auch meine Gedanken und Gefühle in Julia Engelmanns Texte wieder. Es kommt mir so vor, als hätte sie ganz tief in mein Inneres geblickt und das, was sie dort gesehen und gehört hat, für mich zu Papier gebracht. Vielleicht liegt es daran, dass Julia Engelmann und mich einfach die gleichen Dinge beschäftigen.

Alles in allem habe ich Julia Engelmann wirklich gerne zugehört, wenn ich es auch ein bisschen schade fand, dass sie ihre Texte nicht immer so präsentiert hat, wie sie es bei ihrem Slam von „One Day Baby“ der Fall war.


Trotzdem habe ihr jedes Wort, das sie über Familie, Freundschaft oder Liebe gesagt hat, geglaubt. Nichts hat irgendwie gekünstelt oder gespielt gewirkt. Meine Favoriten waren „Sag mir wer“, „Abschiedsparty ohne dich“ und „Wir können alles sein“. „AKA BTW CU“ hat mir dagegen überhaupt nicht gefallen, weshalb ich den Track auch übersprungen habe. Auf ihre Haikus hätte ich ebenfalls verzichten können, da ich sie nicht so spektakulär fand.

Die wichtigste Botschaft, die ich aus dem Gehörten mitnehme: Wir können alles sein, wenn wir es nur wollen. Rückschläge und Enttäuschungen sollten uns nicht entmutigen unser Leben selbst in die Hand zunehmen, da sie manchmal leider nicht zu verhindern sind. Auch sollten wir nie bereuen diesen oder jenen Weg gegangen zu sein, denn eine Niederlage mag zwar in dem Moment, in dem man sie erlangt, unfassbar schmerzhaft und traurig sein, doch, wenn etwas Zeit verstrichen und der Schmerz verheilt ist, dann werden wir erkennen, dass uns dieses Erlebnis stärker gemacht hat. Eine Chance egal ob im Berufsleben, in der Liebe etc. verstreichen zu lassen, nur weil man Angst vor der Ungewissheit hat, wird man vielleicht für immer bereuen. 

 
Julia Engelmann wurde 1992 geboren, wuchs in Bremen auf und studiert heute Psychologie. Seit einigen Jahren nimmt sie regelmäßig an Poetry Slams teil. Ein Video ihres Vortrags »One Day« beim Bielefelder Hörsaal-Slam wurde zum Überraschungshit im Netz und bisher millionenfach geklickt, geliked und geteilt. Neben dem Slammen gilt ihre Leidenschaft der Musik und der Schauspielerei. So spielte sie von 2010 bis 2012 in der Fernsehserie »Alles was zählt« mit. Zudem begleitete sie Anfang 2014 Tim Bendzko auf seiner Deutschland-Tournee. [Quelle: Homepage Der Hörverlag]

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- Sarina