Samstag, 5. September 2015

(Leseeindruck) "Die Nacht, in der wir uns wiedersahen" von Lauren Gibaldi

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Eine Nacht, zweite Chance, große Liebe.

Ella kann es kaum fassen, als auf einer Party plötzlich Matt vor ihr steht. Matt, der sie vor acht Monaten ohne ein Wort sitzen ließ. Ella ist wütend, aufgeregt und neugierig. Hin- und hergerissen entscheidet Ella sich dafür, Matt eine zweite Chance zu geben, zumindest für diesen Abend. Und erlebt eine unvergessliche Nacht voller Überraschungen... 

 
„Die Nacht, in der wir uns wiedersahen“ ist eine nette Geschichte, die sich sehr leicht lesen lässt und daher bestens als Zerstreuung für Zwischendurch geeignet ist. Alles in allem würde ich die Handlung jedoch als ziemlich durchschnittlich bezeichnen. Dem Leser werden kaum Überraschungen oder Höhepunkte geboten, sodass die Geschichte mit der Zeit etwas eintönig bzw. monoton wirkt. Ich habe jedoch weitergelesen, da ich die Gründe für Matts Verschwinden erfahren wollte.

Ellas und Matts Geschichte ist in ein „Jetzt“ und in ein „Damals“ aufgeteilt und wird abwechselnd aus beiden Zeitebenen erzählt, sodass wir einerseits das Kennenlernen der beiden mitverfolgen können, andererseits aber auch Einblicke bekommen, wie ihr Verbindung heute aussieht. Obwohl das „Damals“ sehr interessant zu lesen war, haben mir die Abschnitte im „Jetzt“ besser gefallen, da ich es spannender fand zu beobachten, wie die beiden nach Monaten der Funkstille die Distanz zwischen sich überwinden und nach und nach zu ihrer alten Vertrautheit zurückfinden. Man merkt, dass sie immer noch Gefühle füreinander haben, diesen jedoch Matts Verschwinden im Weg steht. Vor allem Ella, die immer noch zutiefst verletzt ist, fällt es schwer wieder Vertrauen in Matt zu zulassen. Aber wie ich, war sie unglaublich neugierig, was ihn damals dazu bewegt hat, sich nicht mehr bei ihr oder ihren Freunden zu melden.

Meine Sympathie für Ella hat während der Geschichte immer wieder geschwankt. Ich konnte ihr Verhalten mal nachvollziehen, mal fand ich ihre Reaktion einfach nur übertrieben. Was ich außerdem nicht nachvollziehen konnte, war Ellas Geduld, die sie Matt gegenüber an den Tag gelegt hat. Würde mein Exfreund nach 8 Monaten, die ich seinetwegen voller Liebeskummer verbracht habe, da er es nicht für nötig gehalten hat sich bei mir zu melden, wieder gegenüberstehen, dann hätte ich zwar aus Neugier auch zugestimmt mit ihm irgendwo hinzugehen, wo wir in Ruhe reden können, doch spätestens dort hätte ich ihm die Pistole auf die Brust gesetzt und ihm so lange keine Ruhe gelassen, bis er gar keine anderen Möglichkeit gehabt hätte als endlich mit der Sprache herauszurücken. Ella, die eigentlich sehnsüchtig auf Antworten wartet, hat es allerdings zugelassen, dass er sich lange Zeit um den Moment der Wahrheit drücken konnte.

Obwohl Matt einen netten Eindruck auf mich gemacht hat, ist er für meinen Geschmack ziemlich blass und gesichtslos geblieben. Das einzige charakteristische für ihn, war das Sammeln von Zetteln und Fotos, die andere Leute verloren habe. Dadurch, dass er mit seiner Familie schon so oft umgezogen ist, hatte er nie die Möglichkeit enge Freundschaften zu schließen und hat demensprechend auch nicht viele Erinnerungen, an denen er sich festhalten könnte. Durch die Erinnerungsschnipsel anderer versucht er dies ein wenig auszugleichen.

Ein weiteres Manko waren für mich die Emotionen: Die Gefühle der Charaktere sind nicht wirklich auf mich übergangen. Es gibt Bücher, da wird man zum Teil der Geschichte, teilt Freud und Leid mit den Charakteren, aber es gibt auch andere, da bleibt man bis zum Schluss ein Außenstehender. Bei „Die Nacht in der wir uns wiedersahen“ war letzteres der Fall. Schade!

„Die Nacht in der wir uns wiedersahen“ von Laura Gibaldi ist eine nette, aber leider auch ziemlich durchschnittliche Geschichte, die man lesen kann, allerdings nicht muss, da es bessere und vor allem tiefgründigere (Contemporary-) Liebesgeschichten gibt. Aus diesem Grund gibt es von mir nur eine eingeschränkte Leseempfehlung! 
 

Lauren Gibaldi ist eine Bibliothekarin, die auch schon als Redakteurin eines Magazins, Englischlehrerin an der Highschool, Buchhändlerin und Luftakrobatin (ehrlich!) gearbeitet hat. Sie hat einen Abschluss in Literatur und Bibliothekswissenschaften. Sie wohnt in Orlando, Florida, mit ihrem Mann und ihrer Tochter. "Die Nacht, in der wir uns wiedersahen" ist ihr erster Roman. [Quelle: Verlagshomepage cbt Verlag]





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- Sarina