Sonntag, 23. August 2015

(Leseeindruck) "Der Rithmatist" von Brandon Sanderson

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Wie wird man Magier, wenn man nicht zaubern kann? Mit diesem Problem kämpft Joel tagtäglich, denn nichts wünscht er sich sehnlicher, als ein Rithmatist, ein berühmter Kreidemagier, zu werden. Doch so sehr er sich auch bemüht, seine Kreidefiguren bleiben leblos – bis zu dem Tag, an dem plötzlich das Schicksal aller Rithmatisten auf Joels Schultern ruht. Einem Tag, an dem eine lange verborgene Gabe in ihm erwacht …

 
Da Brandon Sanderson mit „Steelheart“ genau meinen Geschmack getroffen hatte, war klar, dass ich unbedingt mehr von ihm lesen werde. Aus diesem Grund habe ich ihn und seine Bücher immer ein wenig im Auge behalten…So bin ich schließlich auf sein neuestes Werk „Der Rithmatist“ aufmerksam geworden. Und was soll ich sagen: Ich war bereits nach dem Klappentext Feuer & Flamme für diese Geschichte. Mit Fantasy allgemein kann man mich so gut wie immer haben, aber wenn es dann auch noch um „Magie“ geht, kann ich meine Finger einfach nicht davon lassen. Zum Glück haben mich mein Gefühl und meine Intuition nicht getäuscht!

Brandon Sanderson ist es bereits nach den ersten Seiten gelungen mich für die Welt der Rithmatisten zu begeistern und mich in ihren Bann zu ziehen. Man merkt relativ schnell, dass er viel Zeit und Mühe investiert hat, um seine Grundidee auszuarbeiten und eine Welt zu formen, die zwar mit vielen Details versehen ist, sich für den Leser jedoch auch einen geheimnisvollen Funken bewahrt. Man lernt die Magie der Rithmatisten und die Macht der Kreidelinien Stück für Stück kennen, was bis zum Schluss sehr spannend ist.

Ein kleines Highlight waren die schönen Illustrationen, die im Buch zahlreich vertreten sind und uns Lesern die Rithmatik nicht nur veranschaulichen sondern auch noch etwas näher bringen sollen. Während man am Anfang eher mit den Grundlagen vertraut gemacht wird, geht es von Kapitel zu Kapitel um immer komplexer werdende Verteidigungssysteme, die ich ohne Illustration und die Erklärungen dazu mir nicht hätte vorstellen können. Hin und wieder sind auch innerhalb der Kapitel Illustrationen wie z.B. von Kreidlingen zu finden, sodass das Lesen gleich noch mehr Spaß gemacht hat.

Unser Protagonist Joel war mir nicht nur auf anhieb sympathisch, sondern ich habe auch schnell einen Draht zu ihm gefunden, was vielleicht daran lag, dass ich seine Begeisterung für die Rithmatik voll und ganz geteilt habe. Daher habe ich meistens auch an seinen Worten geklebt, als er wieder einmal damit angefangen hat von einem besonders beeindruckenden rithmatischen Ereignis oder Verteidigungsmechanismus zu schwärmen. Seine Freunde hätten wahrscheinlich nur die Augen verdreht, da sie sein Interesse an der Rithmatik nicht verstehen können. Seine Mitschüler haben ebenfalls kein Verständnis dafür, weshalb Joel leider ein ziemlicher Außenseiter ist. Er tat mir wirklich leid, wenn er mal wieder von jemandem belächelt oder nicht für ernst genommen wurde, da ich mir ziemlich sicher bin, dass er ein fantastischer Rithmatist abgeben würde.

Im Laufe der Geschichte freundet sich Joel schließlich mit Melody an, die im Grunde genau das Gegenteil von Joel ist. Doch obwohl sie als Rithmatistin genau das Leben führt, von dem Joel sehnsüchtig träumt, ist alles andere als zufrieden damit. Eigentlich möchte sie gar keine Rithmatistin sein, da ihr der Druck und die Erwartungen, die an sie gestellt werden viel zu hoch sind. Melody ist ein sehr quirliges und aufgewecktes Mädchen, das mir mit der Zeit jedoch auch ein wenig zu anstrengend und nervig war.

Und als wäre vorher nicht alles schon interessant und packend genug gewesen, wird es spätestens ab der Entführung einiger Schüler aus der Akademie noch mitreißender und fesselnder. Joels Neugier und seine Kombinationsgabe helfen dabei aus den wenigen Hinweisen schnell wichtige Schlüsse zu ziehen. Allerdings muss ich sagen, dass die Spannung nicht immer konstant hoch war, sondern es zwischendurch auch mal Abschnitte gab, die eher ruhiger waren. Es hat mich aber nicht so sehr gestört, da die unerwarteten Wendungen, die meistens auf so einen Abschnitt folgten, mich dafür entschädigt haben. Vor allem zu Ende, als der Autor uns noch einmal eine saftige Überraschung beschert hat, waren diese ruhigeren Stellen endgültig vergessen.  

 
Bereits nach den ersten Seiten ist es Brandon Sanderson gelungen mich für Welt der Rithmatisten zu begeistern, dass ich mich von der Geschichte gar nicht mehr losreißen wollte. Protagonist Joe war ein absoluter Sympathieträger, der mit seinem scharfsinnigen Verstand und seiner unbändigen Neugier wichtige Schlüsse zieht und somit maßgeblich daran beteiligt ist, das Geheimnis um die verschwundenen Rithmatik Schüler zu lösen. Das Highlight im Buch sind jedoch die vielen Illustrationen, die nicht nur sehr schön anzusehen sind, sondern auch dafür sorgen, dass man immer wieder gerne in die Geschichte zurückkehrt. Absolute Leseempfehlung! 

Brandon Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit phantastische Geschichten. Er studierte Englische Literatur und unterrichtet Kreatives Schreiben. Sein Debütroman »Elantris« avancierte in Amerika auf Anhieb zum Bestseller. Seit seinen Jugendbüchern um den jungen Helden Alcatraz und seiner großen Saga um die »Kinder des Nebels« gilt der junge Autor auch in Deutschland als einer der neuen Stars der Fantasy. Er wurde auserwählt, Robert Jordans großen Fantasy-Zyklus »Das Rad der Zeit« fortzuschreiben. Brandon Sanderson lebt mit seiner Familie in Provo, Utah. [Quelle: Verlagshomepage Heyne Verlag]

 

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- Sarina