Mittwoch, 29. Juli 2015

(Leseeindruck) "Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem" von Nina LaCour

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Auf nach Europa! Die Schule ist geschafft, jetzt werden Colby und Bev reisen, ein Jahr lang. Das bedeutet Abenteuer, Freiheit – und vielleicht Liebe? Darauf hofft zumindest Colby, der schon ewig in seine beste Freundin verknallt ist. Doch bevor die zwei losfliegen, geht es noch für eine Woche mit Bevs Girlband auf Tour durch Kalifornien, im alten VW-Bus von Colbys Onkel. Was als cooler Roadtrip beginnt, wird zum Desaster, als Bev die Bombe platzen lässt: Sie will nicht mit nach Paris, sondern stattdessen studieren. Colby ist fassungslos. Wann hat Bev ihre Pläne geändert? Warum wusste er nichts davon? Und was zum Teufel soll er jetzt bloß anfangen – ohne sie?

 
„Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem“ ist aus zwei Gründen, dass perfekte Buch für mich. Zum einen liebe ich seit „Amy on the Summer Road“ Roadtrip Geschichten bzw. die Atmosphäre, die sie versprühen und kann gar nicht genug von ihnen bekommen. Zum anderen haben Bev, Colby, Meg und ich eins gemeinsam: Wir haben gerade die Schule beendet und müssen nun entscheiden in welche Richtung unser Leben weitergehen soll. Vor uns liegt eine Welt voller Möglichkeiten, die nur darauf wartet von uns erkundet zu werden. Doch bevor sich die Wege vielleicht endgültig trennen, genießen Colby und seine Freunde erst einmal den Sommer und ihre neugewonnene Freiheit. Sie fahren kreuz und quer durchs Land und geben ein Konzert nach dem anderen. Ich hatte das Glück hautnah mit dabei zu sein und mich mit ihnen gemeinsam ins Abenteuer stürzen zu dürfen…

Kaum hatte ich die Geschichte angefangen, hatte ich nur noch Augen für den wunderbaren Schreibstil von Nina LaCour, in den ich mich - je weiter die Handlung fortschritt - mehr und mehr verliebt habe. Er ist gefühlvoll gleichzeitig aber auch sehr atmosphärisch. Darüber hinaus verwendet Nina LaCour unheimlich schöne Formulierungen, die einen als Leser einfach erreichen müssen, da in ihre Worte so viel Wahrheit enthalten ist. Gefühle und Gedanken ihrer Charaktere insbesondere von Colby werden einem ebenfalls nahe gebracht, sodass man mit ihnen mitfühlen konnte.

Der Road Trip ist sehr gut umgesetzt, wobei nicht die besuchten Orte im Mittelpunkt stehen. Es geht vielmehr darum zu sich selbst zu finden und wichtige Entscheidungen zu treffen, die zum Erwachsenwerden dazugehören. Es ist an der Zeit sich zu überlegen, was man aus seinem Leben machen möchte oder was man sich für seine Zukunft vorstellt. Diese Entscheidungen zu treffen, ist nicht immer leicht, schließlich zeigt sich erst hinterher, ob es der richtige oder der falsche Weg war. Daher sind solche Entscheidungen oftmals mit Angst verbunden und es kostet einiges an Mut um über seinen Schatten zu springen. Eine Entscheidung kann allerdings auch Enttäuschung bedeuten z.B. weil man einen langersehnten Traum aufgeben muss. Aber keine Sorge: Im Buch gibt es immer wieder kleine Lichtblicke, in denen alles unbeschwert ist und es nur darum geht den Augenblick zu genießen.

Colby war mir auf anhieb sehr sympathisch und ich habe ihn mit jeder Seite lieber gewonnen. Als Bev ihn vor vollendete Tatsachen gestellt hat, tat er mir wirklich so leid. Ich konnte seine Enttäuschung nur allzu gut nachvollziehen. Ich hätte mich an seiner Stelle auch verraten gefühlt - immerhin hätte ihm Bev schon viel früher sagen können, dass sie nicht mehr mit ihm nach Europa reisen möchte. Dann hätte er sich einen Plan B überlegen können. Nach dem ersten Schock ist er jedoch wirklich toll mit der Situation umgegangen und hat versucht das Beste aus allem zu machen. Denn wenn sich die eine Tür schließt, öffnet sich schon eine andere. Ich bin mir sicher, dass er seinen Weg gehen wird – egal ob mit oder ohne Beth.

Bev fand ich bereits zu Anfang ziemlich komisch, was daran lag, dass sie nur schwer zu durchschauen war. Im weiteren Verlauf ist sie mir leider auch nicht sympathischer geworden. Ich konnte ihre Beweggründe zwar einerseits verstehen, andererseits fand ich ihr Verhalten gegenüber Colby einfach nur schäbig. Sie hätte viel früher mit ihm reden müssen, anstatt nur an sich und ihre Zukunft zu denken. Am schlimmsten war jedoch, dass sie sich lange Zeit über ihre Gründe ausschweigt, denn das ist einfach nur feige und absolut schäbig. Ach ja und als ich ihre endgültige Erklärung gehört habe, fand ich ihr Verhalten nur noch lächerlicher.

Meg und Alexa mochte ich dagegen sehr gerne. Ich bin mir sicher, dass ich mich mit den beiden richtig gut verstehen würde. Auf ihrem Road Trip lernen unsere vier Freunde die verschiedensten Menschen kennen, die mit ihren Persönlichkeiten und Geschichten das Buch bereichert haben.

 
„Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem“ von Nina LaCour ist ein sommerlich angehauchter und durch und durch atmosphärischer Roman, der mich von Anfang bis zum Ende in seinen Bann ziehen konnte. Colby und seine Freunde sind äußerst authentisch Charaktere, die mir (mit Ausnahme von Bev) wirklich schnell ans Herz gewachsen sind. Aber auch die Nebencharaktere haben das Buch mit ihren Persönlichkeiten bereichert. Am besten hat mir jedoch Nina LaCours Schreibstil gefallen. Sie verwendet wunderschöne Formulierungen, sodass einen vor allem die Gefühle und Gedanken der Charaktere erreichen bzw. nahe gehen.   
 

 
Nina LaCour arbeitete als Buchhändlerin, bevor sie an einer Highschool Englisch zu unterrichten begann. Inzwischen konzentriert sie sich ganz aufs Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie in Oakland, Kalifornien. [Quelle: Verlagshomepage Carlsen Verlag]



1 Kommentar:

  1. Hi Sarina

    Oh, was für eine TIming :-) Meine Rezension zu "Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem" ist gerade gestern online gegangen.
    Dich konnte das Buch anscheinend noch etwas mehr begeistern als mich. Ich glaube, ich hatte zu hohe Erwartungen ....

    lg Favola

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Hallo :)

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- Sarina