Samstag, 4. Juli 2015

(Leseeindruck) "Caroline & West - Überall bist du" von Ruthie Knox

http://www.amazon.de/Caroline-West-%C3%9Cberall-bist-du/dp/3863960726/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1435220289&sr=8-1&keywords=caroline+%26+west+%C3%BCberall+bist+du 
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Als die Studentin Caroline Piasecki mit ihrem Freund Schluss macht, rächt dieser sich, indem er intime Fotos von ihr im Internet postet. Über Nacht scheint Caros Leben und ihre Zukunft als Anwältin zerstört. Ihr geheimnisvoller Nachbar ist da so ziemlich der Letzte, dessen Nähe sie jetzt suchen sollte. West Leavitt ist unverschämt attraktiv, ein Draufgänger. Über seine Vergangenheit spricht er nie, und es heißt, dass er mit Drogen dealt. Doch ausgerechnet bei ihm hat Caro das Gefühl, dass sie sich nicht verstellen muss. Obwohl die beiden wissen, dass zwischen ihnen nicht mehr als Freundschaft sein darf, kommen sie sich bald sehr nahe. Und plötzlich sieht Caro sich nicht nur mit den Problemen ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert … 

 
Hm…ich würde es am besten so beschreiben, dass das Buch und ich anfangs so unsere Schwierigkeiten hatten. Damit hatte ich um ehrlich zu sein nicht gerechnet, da ich im Vorfeld durchweg positive Stimmen vernommen habe und mich daher sehr auf Carolines und Wests Geschichte gefreut habe. Die ersten Seiten, auf denen Caroline uns von der fiesen Racheaktion ihres Exfreundes erzählt und die mir Caroline, dank dem intensiven Einblick in ihre Gedanken und Gefühle, nahe gebracht haben, haben mir noch richtig gut gefallen. Leider haben mich die nachfolgenden Kapitel etwas ernüchtert, was vor allem daran lag, dass ich Carolines Verhalten nicht unbedingt nachvollziehen konnte.

Natürlich muss es im ersten Moment ein großer Schock sein, wenn man entdeckt, dass Nacktbilder von einem ins Internet gestellt wurden – noch dazu mit dem vollen Namen, dem Wohnort und dem Namen des Colleges, an dem man studiert…Ich möchte mir gar nicht vorstellen wie schlimm das für Caroline sein muss! Verständlich, dass sie sich erst einmal zurückzieht und keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen möchte, dennoch war ich ein wenig enttäuscht, dass sie ihr Leben fortan von diesen Fotos bestimmen lässt und ihnen eine dermaßen große Bedeutung zu misst, sodass sie schließlich an nichts anderes mehr denken kann, als wie sie diese wieder aus dem Internet gelöscht bekommt. Ebenfalls nicht gut fand ich, dass sie sich nicht gegen die Häme und anzüglichen Kommentare ihrer Mitstudenten wehrt oder ihrem Ex mal ordentlich auf den Zahn fühlt. Erst im späteren Verlauf bzw. im hinteren Drittel gewinnt sie ihren alten Kampfgeist zurück und fängt an für sich einzustehen.

Das ist zum großen Teil West zu verdanken, der nicht nur Carolines Ehre verteidigt, sondern ihr nach dem Vorfall auch als guter Freund zur Seite steht, sie bestärkt und ihr immer wieder versichert, dass sie keine Schuld trägt. Wenn es zuerst auch ein wenig schwer war ihn zu durchschauen, fand ich ihn und seine Art wirklich toll. Seine Familiengeschichte hat mich darüber hinaus sehr berührt. Gleichzeitig fand ich es traurig, dass er wegen all dem glaubt nicht das Recht auf eine glückliche Zukunft zu haben.

Die Beziehung, in der Caroline & West zueinanderstehen, ein wenig verwirrend. Zwar fühlen sie sich zueinander hingezogen, doch irgendwie wollen sie ihren Gefühlen nicht richtig nachgeben. Caroline hat Angst, schließlich hat sie schon einmal der falschen Person ihr Vertrauen geschenkt. West möchte Caroline auf Abstand halten, da er findet, dass er nicht gut genug für sie ist. Außerdem hat er bereits genug damit zu tun für seine kleine Schwester und seine Mutter zu sorgen, sodass kein oder nur wenig Platz für eine Freundin bleibt. Auf der einen Seite konnte ich die Gründe der beiden nachvollziehen, auf der anderen Seite war ich aber auch etwas enttäuscht. Ich bin eben eine kleine Romantikerin, die sich für die Charaktere ein Happy End wünscht. Gerade wenn es so viele kleine Momente gibt, in denen das Knistern und Funken sprühen nur allzu deutlich zu spüren ist. Stattdessen ist es ein ständiges Hin und Her, was mich mit zunehmender Seitenzahl nur noch genervt hat.

Die letzten 100 Seiten haben es schließlich für mich herausgerissen, da sich die Entwicklung, die sowohl Caroline als auch West durchgemacht haben, endlich gezeigt hat. Ich habe an den Seiten geklebt, gleichzeitig aber Angst vor’m Weiterlesen gehabt, da mich irgendwie ein ungutes Gefühl begleitet hat. Das Ende hat mir ein ziemliches Wechselbad der Gefühlen beschert…Zum Glück habe ich Band 2 bereits griffbereit hier liegen ;)

 
„Caroline & West – Überall bist du“ von Ruthie Knox konnte nach einem vielversprechenden Anfang meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllen. Obwohl ich mit Caroline mitgefühlt habe, war ihr Verhalten für mich nicht immer nachvollziehbar. Darüber hinaus hat mich das ständige Hin und Her zwischen ihr und West mit der Zeit nur noch frustriert, da man gespürt hat wie viel sie füreinander empfinden, sie diesen Gefühlen aber aus irgendwelchen Gründen nicht nachgeben wollen. Die letzten Kapitel und der Epilog haben es schließlich doch noch geschafft mich abzuholen und auf den zweiten Band freuen zu lassen.  

 
Seit Ruthie Knox in der zweiten Klasse herausgefunden hat, wie man gleichzeitig läuft und liest, hat sie nicht mehr von ihren Büchern aufgeblickt. Mit ihren Contemporary-Romanen hat sie sich innerhalb kürzester Zeit unter Romance-Lesern einen Namen gemacht. [Quelle: Verlagshomepage Egmont Lyx]

 

 


1 Kommentar:

  1. Heii :)

    Ich habe gerade deinen Blog entdeckt und muss dir wirklich sagen, dein Blog ist wunder-, wunderschön. Beim durchlesen der Rezension hast du mich, trotz der nicht immer so positiven Bewertung, neugierig auf das Buch gemacht und es ist auf meiner WuLi gelandet.

    Liebe Grüsse und schöne Lesestunden

    Lissi

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Hallo :)

schön das ihr auf meinem Blog gelandet seid! Wenn ihr wollt, dann könnt ihr mir einen Kommentar da lassen. Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen^^ Viel Spaß beim Stöbern!

- Sarina