Dienstag, 2. Juni 2015

(Leseeindruck) "Mit jedem neuen Tag" von Marc Levy

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Der hochkarätige und erfolgreiche Journalist Andrew Stilman, der bald heiraten wird, lernt eines Abends in einer Bar in Manhattan eine wunderschöne Frau kennen. Als er ein paar Wochen später, am 9. Juli 2012, wie jeden Tag joggen geht, wird er von hinten angegriffen. Das Letzte, was er spürt, bevor er zusammenbricht, ist ein durchdringender Schmerz im Rücken. Als er wieder aufwacht, schreibt man den 9. Mai 2012 – zwei Monate vor seiner Hochzeit, zwei Monate, bevor er seiner Frau das Herz brach. Von nun an hat er sechzig Tage, um seinen Mörder zu finden, sein Schicksal zu verändern – und die Liebe seines Lebens zu retten …

 
Marc Levys neuester Roman ist eigentlich sehr untypisch für mich bzw. meinen Lesegeschmack. In letzter Zeit jedoch musste ich immer wieder feststellen, dass mich Geschichten ansprechen, denen ich vielleicht vor einem Jahr noch keine Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Tja und tatsächlich sind darunter auch Krimis/Thriller :) Die Idee, dass jemanden, nach dem er ermordet wurde, wieder aufwacht und feststellt in der Zeit zurückgereist zu sein, finde ich allein schon richtig genial. Dass sich derjenige dann auch noch auf die Jagd nach seinem Mörder macht, verspricht jede Menge Spannung.

Das ersten Kapitel, das wir aus der Perspektive einer namenlosen Person verfolgen dürfen und das die letzten Minuten vor dem Mordanschlag auf Andrew dokumentiert, konnten mich bereits vollkommen fesseln. Leider wurde ich danach etwas enttäuscht. Die Handlung ist vor sich hin geplätschert und es hat eine gewisse Zeit gedauert, bis die Geschichte an Fahrt aufgenommen hat. Der nüchterne, berichtsartige Ton, in dem Andrew und seine Vorgeschichte erzählt werden, hat dafür gesorgt, dass Andrew (obwohl wir ihn näher kennenlernen sollten) ziemlich distanziert blieb und ich nicht wirklich mit ihm warm geworden bin.

Danach wurde es allerdings mit jeder Seite besser, sodass mir Andrew um einiges näher gekommen ist (wenn ich auch sein Handeln in manchen Situationen nicht nachvollziehen konnte). Ich weiß nicht ob es nur mir so vor kam, aber ich hatte den Eindruck, dass der Schreibstil flüssiger und gefälliger wurde. Außerdem wurde es von den Ereignissen her spannender und rätselhafter. Zum einen fragt man sich natürlich wer hinter Andrews Tod steckt und welche Gründe es dafür gibt, zum anderen hat mich sein Artikel, für den er zweimal unter Lebensgefahr nach Argentinien gereist ist, brennend interessiert. Jedes neue Detail habe ich förmlich in mich aufgesogen, da mir die schrecklichen Geschehnisse während der argentinischen Militärdiktatur in den 70er Jahren bisher nicht bekannt waren. (Marc Levy hat dieses Thema unglaublich gut und umfassend recherchiert. )

Darüber hinaus hat mir gut gefallen wie unvorhersehbar der weitere Handlungsverlauf war. Bis zum Schluss konnte ich nicht sagen, worauf es hinauslaufen wird, was das ganze Buch noch mitreißender und packender gemacht hat. Ich wollte immerzu weiterlesen... Ebenfalls nicht erwartet hätte ich den feinen Humor, der zwischen den Zeilen schlummert. Auf der Suche nach seinem Mörder, wird Andrew schnell klar, dass er Unterstützung benötigt. Doch wie macht man anderen klar, dass man alles bereits einmal durchlebt hat, ohne als Spinner dar zustehen? Durch seine Erklärungsversuche entstehen unfreiwillig komische Momente.

Ein paar langgezogene Absätze und Stellen waren weiterhin vorhanden, aber darüber konnte ich hinweggesehen, da der Autor immer wieder kleine Finden/ Sackgassen eingebaut hat, die mich als Leser in die Irre geführt haben. Besonders zu Ende häufen sich die Wendungen und Überraschungsmomente.  

 
Während es Marc Levy in „Mit jedem neuen Tag“ zuerst ein wenig ruhiger angehen lässt, gewinnt die Geschichte in der zweiten Hälfte des Buches zunehmend an Fahrt. Überraschende Wendungen, kleine Finden und interessante Hintergründe sorgen dafür, dass man gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören möchte. Schade nur, dass ich mit Andrew bis zum Schluss nicht warm geworden bin und auch sonst zu keinem anderen Charakter eine Bindung aufbauen konnte. Alles in allem ein solider Roman, der mich zwar nicht 100% überzeugt hat, den ich aber durchaus empfehlen kann! 
 

Marc Levy ist 1961 in Frankreich geboren. Mit achtzehn Jahren engagiert er sich beim französischen Roten Kreuz, für das er sechs Jahre tätig ist. Gleichzeitig studiert er Informatik und Betriebswirtschaft an der Universität in Paris. Von 1983 bis 1989 lebte er in San Francisco, wo er sein erstes Unternehmen gründete. 1990 verließ er die Firma und eröffnete mit zwei Freunden ein Architektenbüro in Paris. Er entdeckte schon früh seine Liebe zur Literatur und zum Kino und schrieb mit siebenunddreißig Jahren seinen ersten Roman, Solange du da bist, der von Steven Spielberg verfilmt und auf Anhieb ein Welterfolg wurde. Seitdem wird Marc Levy in fünfundvierzig Sprachen übersetzt, und jeder Roman ist ein internationaler Bestseller. Marc Levy, der mit seiner Familie in New York lebt, ist mit 20.000.000 verkauften Büchern der erfolgreichste französische Autor weltweit. [Quelle: Verlagshomepage blanvalent Verlag]
 





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- Sarina