Donnerstag, 4. Juni 2015

(Leseeindruck) "Don't tell me lies" von Coray Ann Haydu

http://www.amazon.de/Dont-tell-me-lies-Roman/dp/3423716266/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1432923194&sr=1-1&keywords=don%27t+tell+me+lies 
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Tabitha fühlt sich von allen unverstanden – der Junge, in den sie verliebt ist, ist bereits vergeben und ihre beste Freundin wendet sich einfach von ihr ab. Da entdeckt sie im Internet die Website ›Life by Committee‹. Endlich hat sie das Gefühl, unter Gleichgesinnten zu sein, denn hier sind alle, genau wie sie, auf der Suche nach einem mutigeren, spannenderen Leben. Anonym vertrauen sich die Mitglieder ihre intimsten Geheimnisse an und erhalten Aufgaben, die sie erfüllen müssen. Doch je mehr Tabitha von sich preisgibt, desto klarer wird ihr, dass ›Life by Committee‹ weder so unschuldig noch so anonym ist, wie es anfangs schien. Und dass ihre Geheimnisse nicht sicher sind...

 
Ach ja der Klappentext hatte sich so toll angehört und ich habe mich wirklich auf das Lesen gefreut, aber letztendlich war „Don’t tell me lies“ die reinste Enttäuschung. Trotz des leichten und flüssigen Schreibstils habe ich mich bis zum Ende durch das Buch gequält. Wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich mir die Mühe wahrscheinlich gar nicht gemacht, sondern hätte es einfach abgebrochen.

Wie bereits gesagt fand ich die Geschichte von der Idee her gar nicht so schlecht. Leider war die Umsetzung die totale Katastrophe. Dabei sah es zunächst noch ganz gut aus…Die 16-jährige Tabitha hat sich in letzter Zeit ziemlich verändert. Sie hat angefangen Oberteile mit tieferen Ausschnitten anzuziehen, sich stärker zu schminken und für Jungs zu interessieren. Ihre Freundinnen gefällt diese Veränderung allerdings gar nicht, weshalb sie sich von ihr abgewandt haben. Für Tabitha ist das sehr schlimm, da sie ihre Freundinnen schrecklich vermisst. Außerdem bräuchte sie sie gerade jetzt am dringendsten. Ihre Eltern sind nämlich mit ihrem Café und der bevorstehenden Geburt ihres zweiten Kindes mehr als genug beschäftigt, sodass sie nur wenig Zeit für Tabitha haben. Kein Wunder, dass sich Tabitha nun noch einsamer fühlt als vorher. Eines Tages stößt sich jedoch durch Zufall auf eine geheime Website, Life by Committee, auf der Leute anonym ihre Geheimnisse posten und dann eine Aufgabe erhalten, die sie innerhalb von 24 Stunden erfüllen müssen.

Tabitha tat mir anfangs wirklich ziemlich leid. Ich meine was sind das bitteschön für Freundinnen, die einen fallen lassen nur weil man sich ein bisschen weiterentwickelt und neuerdings Interesse an Jungs zeigt. Der größte Hammer fand ich allerdings, dass sie Tabitha deswegen als Schlampe bezeichnen und dumme Gerüchte über sie verbreiten, Hallo?! Geht’s eigentlich noch?! Ich meine der Charakter einer Person ändert sich doch nicht automatisch, nur weil man sich etwas anders anzieht. Außerdem sollte man nicht gerade unter Freunden sich selbst sein dürfen? Meine Sympathie für Tabitha hielt aber nicht lange, viel mehr wurde sie mir mit jeder Seite unsympathischer. Denn sie verhält sich nicht nur total naiv, sondern ihr Verhalten ist auch – besonders in einer Szene – unter aller Kanone. Mit 16 Jahren sollte man schon ein bisschen Verstand besitzen und in der Lage sein, sein Verhalten zu reflektieren.

Von allen anderen Charaktere war mir ebenfalls keiner wirklich sympathisch (Tabithas Freundinnen und ihr Schwarm Joe hatten es sich beispielsweise bereits auf Seite 45 mit mir verscherzt), wodurch meine Lust weiterzulesen gleich null war. Die Handlung konnte mich ebenfalls nicht richtig begeistern, da ich sie mir unterhaltsamer und spannender vorgestellt hatte. Stattdessen plätschert sie nur so vor sich hin. Mit jeder Aufgabe, die sich die Mitglieder von LBC stellen, wurde ich in meiner Meinung bestärkt, dass dieses „Life by Committee“ der absolute Stuss ist und jeder selbst schuld ist, der sich auf diesen Quatsch einlässt (Auf diese Art der Anerkennung kann man echt verzichten!)

Zu Ende hin ging alles irgendwie viel zu schnell und letztendlich hat sich das Ganze zu leicht aufgelöst. Das schlimmste war jedoch, dass die Autorin unbedingt alles Friede, Freude, Eierkuchen haben musste.  

 
„Don’t tell me lies“ von Corey Ann Haydu war für mich leider der totale Flop, weshalb ich keine Leseempfehlung aussprechen kann! 
 

Corey Ann Haydu wuchs in der Nähe von Boston auf und lebt mittlerweile in Brooklyn, wo sie bevorzugt Mokka trinkt und Unmengen von Post-its benutzt - eine Angewohnheit, die sie während ihres Creative-Writing-Studiums angenommen hat. [Quelle: Verlagshomepage dtv Verlag]

 



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- Sarina