Freitag, 29. Mai 2015

(Leseeindruck) "Mit Rosen bedacht" von Jennifer Benkau

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Ein Unfall zerstört Wandas heile Welt: Ihr Verlobter, den sie in wenigen Tagen heiraten wollte, wird schwer verletzt und fällt ins Koma. Niemand weiß, ob er je wieder aufwachen wird. Als Wanda versucht, Karims Angelegenheiten zu regeln, stößt sie auf immer mehr Ungereimtheiten in seinem Leben. Tiefer und tiefer dringt sie in ein Netz aus Lügen und Geheimnissen vor, bis sie sich fragen muss: Wer ist Karim wirklich? Hat sie ihren Geliebten je gekannt? Schließlich kommt Wanda einem entsetzlichen Verbrechen auf die Spur, und alles deutet darauf hin, dass Karim große Schuld auf sich geladen hat. Doch während seine Augen geschlossen bleiben, schwebt Wanda bald selbst in höchster Gefahr...

 
„Mit Rosen bedacht“ ist mittlerweile das vierte Buch, das ich von Jennifer Benkau lese. Anders als in den Vorgänger kommen dieses Mal jedoch keine übernatürlichen, fantastischen oder dystopischen Elemente vor, sondern wir bleiben mit beiden Füßen fest in der Realität verankert, wobei sich relativ schnell herauskristallisiert, dass diese Realität komplexer ist als zunächst gedacht…

So spannend und aufregend die spätere Handlung auch wird, sind die ersten Seiten/Kapitel in einem eher ruhigeren Ton gehalten. Darüber hinaus liegt eine große Melancholie und Verzweiflung in der Luft, was Wandas aktuelles Gefühlsleben wunderbar widerspiegelt. Gerade erst wurde sie mit den schrecklichen Folgen von Karims Unfall konfrontiert und versucht nun zu begreifen, wie ihr scheinbar perfektes Leben von einem auf den anderen Moment zerstört werden konnte. Ihre Gedanken und Gefühle mitzuverfolgen, war für mich als Leser sehr emotional und auch unglaublich bedrückend, da man niemandem wünscht, dass er eine solche Situation durchleben muss.

Die Rückblenden, in denen der Leser hautnah miterleben darf, wie sich Wanda und ihr Verlobter vor 4 Jahren kennen-und lieben lernten, haben mir sehr gut gefallen. Obwohl anfangs noch kein Grund zum Misstrauen bestand, fielen mir bereits erste Ungereimtheiten im Bezug auf Karim auf, die sich im Laufe der Geschichte mehr und mehr gehäuft haben. Einen Reim konnte ich mir darauf allerdings nicht machen, sodass Karim nicht nur für Wanda sondern auch für mich zu einem echten Rätsel geworden ist. Außerdem habe ich mich mehr als einmal gewundert, dass Wanda dieses oder jenes Detail nicht schon vorher aufgefallen ist bzw. sie misstrauisch gemacht hat. Ich hätte es wahrscheinlich nicht einfach so hingenommen, wenn sich Karim mal wieder über seine Vergangenheit ausschwiegen hat, da es auf Dauer keine Grundlage für eine Beziehung ist.

Je undurchsichtiger und verworrener die Lage schließlich wurde, desto größer wurden meine Neugier und mein Ehrgeiz herauszufinden, was Karim für Geheimnisse verbirgt.

Mit zunehmender Seitenzahl (als wir etwas über die Hälfte des Buches erreicht hatten) wird die Geschichte mitreißender und fesselnder, bis es schier unmöglich ist das Buch überhaupt noch einmal beiseite zu legen. Das Gefühl, der Lösung greifbar nahe zu sein, wollte sich einfach nicht abschütteln lassen. Doch selbst als ich glaubte zu wissen auf was es zum Schluss hinauflaufen wird, hat mich Jennifer Benkau eines besseren belehrt. Besonders zu Ende wirbeln kleine Wendungen alles noch einmal durcheinander. Als die Wahrheit endlich heraus war, war ich echt baff, da ich damit nie gerechnet hätte.

„Mit Rosen bedacht“ hat mir ein weiteres Mal vor Augen geführt, warum Jennifer Benkau eine meiner liebsten deutschsprachigen Autoren ist. Die Frau schafft es nicht nur für jede Situation die passende Atmosphäre zu erzeugen, die so dicht ist, dass sie einen einfach gefangen nimmt, sondern sie erschafft auch sehr tiefgründige und authentische Charaktere. Es sind normale Menschen wie du und ich, die ihre Stärken und Schwächen haben, sodass man sich gut mit ihnen identifizieren kann. Mit Wanda habe ich mich mehr als verbunden gefühlt und letztendlich auch Angst um sie bekommen, denn je weiter sie in Karims Leben und Vergangenheit vorgestoßen ist, desto mehr hat sie sich selbst in Gefahr gebracht.  

 
„Mit Rosen bedacht“ von Jennifer Benkau erweckt zunächst den Eindruck eine ruhige, wenn auch etwas tragische Liebesgeschichte zu erzählen. Während Wanda versucht den Schock zu verkraften, dass ihr Verlobter nicht mehr aus dem Koma erwachen könnte, dürfen wir durch die regelmäßigen Sprünge in die Vergangenheit mitverfolgen, wie sich Wanda und Karim kennen-und lieben lernten. Dabei fallen dem Leser bereits einige Ungereimtheiten auf, die sich mit zunehmender Seitenzahl häufen und einen Karim in Frage stellen lassen. Die Geschichte entwickelt sich von diesem Zeitpunkt an zu einem spannenden Krimi, den man bis zum Ende nicht mehr aus der Hand legen kann.  

Jennifer Benkau lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und zwei Katzen inmitten lauter Musik und vieler Bücher im Rheinland. Nachdem sie in ihrer Kindheit Geschichten in eine Schreibmaschine gehämmert hatte, verfiel sie pünktlich zum Erwachsenwerden in einen literarischen Dornröschenschlaf, aus dem sie zehn Jahre später, an einem verregneten Dezembermorgen, von ihrer ersten Romanidee stürmisch wachgeküsst wurde. Von dem Moment an gab es kein Halten mehr. [Quelle: Verlagshomepage script5]

 



Kommentare:

  1. Hallöchen liebe Sarina,
    ach ich bin froh, dass ich deine Rezension gelesen habe. :D Ich habe schon gedacht, dass mir das Buch vielleicht nicht so gut gefallen könnte. Deine Rezension hat mich davon überzeugt, dass ich es recht bald mal lesen sollte. Es klingt genau nach der Art Buch, die ich gerade gebrauchen kann. :D

    Liebst, Lotta

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    1. Hi Lotta,

      freut mich, dass ich dir Lust auf das Buch machen konnte :) Ich bin gespannt wie es dir letztendlich gefallen wird.

      Liebe Grüße
      Sarina

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- Sarina