Donnerstag, 9. April 2015

(Leseeindruck) "Die 5.Welle: Das unendliche Meer" von Rick Yancey

 
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Leseprobe 

 
Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen... 

 
„Das unendliche Meer“ ist eine von mir sehnsüchtig erwartete Fortsetzung, die, als sie bei mir eintraf, natürlich nicht lange ungelesen bleiben durfte. Und ich muss sagen, dass der Anfang wirklich wieder grandios war. Er vermittelt zuerst einen ruhigen Eindruck, doch wie es seit der Ankunft der Anderen der Fall ist, darf dem Schein niemals getraut werden. Denn obwohl die 5.Welle bereits Millionen Menschen das Leben gekostet hat, ist das Ziel der Angreifer noch längt nicht erreicht. Stattdessen halten sie weitere Schrecken für die Menschen parat… Rick Yancey weiß wirklich wie man die ersten Seiten in einem Buch schreiben muss, um seine Leser nicht nur direkt zu fesseln und ihren Puls in die Höhe zu treiben sondern auch richtig neugierig auf die weitere Handlung zu machen.

Anschließend wird man direkt ins Geschehen geworfen, wobei ich hier kurz ins Stocken geraten bin, da ich zuerst nicht wusste aus welcher Perspektive gerade erzählt wird. Als ich es herausgefunden hatte, musste ich mir außerdem noch ins Gedächtnis rufen wer Ringer ist. Und auch die Namen Dumbo, Poundcake oder Teacup waren für mich zunächst ein Rätsel. Anscheinend habe ich aber ein gutes Gedächtnis, sodass meine Erinnerungen an langsam zurückgekommen sind. Danach hatte ich keine Probleme mehr, wobei ich auch keinen Gedanken mehr daran verschwendet habe, da andere, spannendere Ereignisse meine Aufmerksamkeit für sich beansprucht haben. Dank des Perspektivwechsels konnte ich unter anderem in die Gedankenwelt der Außerirdischen schlüpfen und die eine oder andere neue Information bezüglich ihrer Pläne und Vorgehensweise erhalten. Tja und ehe ich mich versah, waren die ersten 100 Seiten schon gelesen.

Dazu hat zu großen Teilen auch Rick Yanceys Schreibstil beigetragen. In Band 1 war das der Faktor, der mich ausgebremst hat, da ich ihn zu abgehackt fand und das Gefühl hatte durch die Geschichte zu stolpern. In „Das unendliche Meer“ habe ich das allerdings gar nicht so empfunden. Ich bin viel besser zurechtgekommen, wobei man sich während des Lesens nicht einfach so fallen lassen kann, sondern sich etwas konzentrieren muss um alle Details mitzubekommen. Nichtsdestotrotz erzählt Yancey sehr mitreißend und spannt seine Leser gerne einmal auf die Folter, sodass es schwer ist das Buch wieder aus der Hand zu legen.

Der Kampf ums nackte Überleben, der dadurch erschwert wird, dass es unseren Charakteren sehr schwer fällt einander Vertrauen zu schenken, denn in diesem Ausnahmezustand, in dem sich die Welt gerade befindet, kann es tödlich sein, wenn man nicht misstrauisch genug ist. Gleichzeitig fällt es einem zunehmend schwerer bei all den Toten, der Zerstörung und der Gefahr die Hoffnung beizubehalten. Doch wofür lohnt es sich dann überhaupt noch zu leben, wenn die Hoffnung aufgegeben wird?

Die Charaktere versuchen alles um ihre gemeinsame Sicherheit weiterhin zu garantieren. Allerdings ist es deutlich spürbar wie angespannt und nervös sie sind. Dieses Verhalten habe ich insbesondere bei Ben Parrish alias Zombie aufgefallen. Er ist zwar Anführer der Truppe und versucht alles, damit Meinungsverschiedenheit und Streits nicht ausarten (wie man sich vielleicht vorstellen kann, liegen die Nerven bei allen blank), aber es fällt ihm nicht immer leicht einen kühlen Kopf zu bewahren. Auf Cassie müssen wir ebenfalls nicht verzichten, auch wenn sie dieses Mal nicht im Mittelpunkt steht. Diesen Platz hat Ringer eingenommen. Obwohl sie mir in Band 1 nicht wirklich sympathisch war, hat es mir gut gefallen sie etwas besser kennenzulernen bzw. ihre Geschichte zu erfahren, da ich ihr Verhalten so besser nachvollziehen konnte.

Die letzte Hälfte des Buches lässt ebenfalls keine Langeweile aufkommen, wenn sie mich letztendlich ganz schön frustriert hat. Mehrmals kam es mir so vor, als stände ich kurz vor dem entscheidenden Durchbruch, doch ich bin jedes Mal eines besseren belehrt worden. Das Verwirrspiel wird gnadenlos weitergetrieben, sodass ich jetzt nach Beenden des Buches sagen kann, dass ich kein bisschen schlauer bin als zuvor bin.  

 
„Die 5. Welle: Das unendliche Meer" hatte ich dank Rick Yanceys mitreißendem Erzählstil wie nichts gelesen. Schade nur, dass ich nach Beenden des Buches das Gefühl hatte kein bisschen schlauer geworden zu sein. Ich habe zwar die eine oder andere neue Information erhalten, konnte damit allerdings nicht den entscheidenden Durchbruch erlangen. Stattdessen wurde das Verwirrspiel gnadenlos weitergetrieben. Am liebsten würde ich sofort mit Band 3 weitermachen um endlich ein paar Antworten zu bekommen... 

Rick Yancey ist ein preisgekrönter Autor, der mit dem ersten Teil seiner Trilogie „Die fünfte Welle“ nicht nur die amerikanischen Bestsellerlisten stürmt. Wenn er nicht gerade schreibt oder darüber nachdenkt, was er schreiben könnte, oder das Land bereist, um übers Schreiben zu reden, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie in seiner Heimat Florida. [Quelle: Verlagshomepage Goldmann Verlag]

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- Sarina