Samstag, 4. April 2015

(Leseeindruck) "Darkmouth: Der Legendenjäger" von Shane Hegarty

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Es gibt 1000 Gründe, nach Darkmouth zu kommen. Und eine Million, es lieber zu lassen. Das Leben des zwölfjährigen Finn ist alles andere als langweilig. Denn er ist der Sohn des letzten amtierenden "Legendenjägers" von Darkmouth. Dabei will er mit den Monstern eigentlich gar nichts zu tun haben! Doch als der finstere Riese Gantrua plant, geheime Portale zur "Verseuchten Seite" zu öffnen und die gruseligsten und gefährlichsten Legenden auf Darkmouth loszulassen, hat Finn keine Wahl. Gemeinsam mit seinem Vater und der vorwitzigen Emmie stellt er sich dem großen Kampf. 

 
Das Leben in dem kleinen Örtchen Darkmouth ist alles andere als normal, denn es ist der letzte Ort auf der Welt, an dem sich das Tor zur „Verseuchten Seite“ noch nicht vollständig geschlossen hat. Und so kommt es immer wieder vor, dass sich Legenden, Monster aus alten Mythen und Sagen, dorthin verirren. Somit ist Darkmouth auch der letzte Ort an dem bis heute Legendenjäger leben. Finn und seinem Vater wird es sicher nie langweilig, allen voran Finn, der sich zurzeit in der Ausbildung befindet und bis zu seiner Vollendung noch allerhand über das Jagen von Legenden zu lernen hat…

Dank des einfach gehaltenen Schreibstils von Shane Hegarty, der ganz wunderbar an die junge Zielgruppe angepasst ist, waren die ersten Seiten bzw. Kapitel, in dem wir mit der Besonderheit Darkmouths vertraut gemacht werden, Finn bei seiner Jagd nach einem Minotaurus begleiten sowie ihn und sein Leben kennenlernen, wie nichts verschlungen. Danach gibt es einen kurzen Perspektivwechsel und wir dürfen einen Blick auf die „Verseuchte Seite“ werfen, wodurch ich einige neue Erkenntnisse erlangt habe. So habe ich unter anderem erfahren, welchen Plan die Legenden verfolgen um zu verhindern, dass sich das Tor auf die „Gelobte Seite“ endgültig verschließt. Damit war ich Finn und seinem Vater, die natürlich von nichts ahnen, weit voraus.

Finn hatte meine Sympathie schnell auf seiner Seite und er tat mir auch sehr leid, da man von Anfang an gemerkt hat, dass er alles andere als glücklich über seine zukünftige Berufung ist. Im Grunde ist er nie gefragt worden, ob er Legenden jagen möchte. In seiner Familie wird diese Tätigkeit von Generation zu Generation weitergeführt, sodass es schlichtweg erwartet wird, dass er in die Fußstapfen seines Vaters, einem ausgezeichneten Legendenjäger, tritt. Und diese Erwartungen, die an ihn gestellt werden, setzen ihn unter Druck. Hinzukommt, dass er bisher nur Misserfolge erzielt hat und deshalb von seinen Mitschülern blöd angemacht wird. Dabei ist Finn gar nicht so unfähig wie er immer denkt. Ihm fehlt lediglich das Selbstvertrauen bzw. der Glaube an sich selbst.

Emmie war mir vor allem zu Anfang ein ziemliches Rätsel, denn obwohl sie relativ neu in der Stadt ist, scheint sie bereits richtig gut Bescheid über die Legenden und die Arbeit der Legendenjäger zu wissen (auf jeden Fall besser als so manch alteingesessener Bewohner). Sie weiß sogar Dinge, die sie eigentlich nicht wissen dürfte und von denen Finn sicher ist, ihr nichts dergleichen verraten zu haben. Emmie ist ein unglaublich neugieriges Mädchen, was ich teilweise echt nervig fand. Über ihr Leben schweigt sie sich dagegen geradezu auffällig aus, was mir mit der Zeit ein wenig seltsam vorkam. Aus diesem Grund habe ich sehr gespannt darauf gewartet, ob ich eine Erklärung für ihr Verhalten bekommen würde.

Spannung ist im Großteil des Buches nicht so stark ausgeprägt. Zwar gab es immer wieder kurze aufregende und actionreiche Szenen, doch dazwischen waren meistens Ruhephasen, in denen es einem aber nie langweilig wurde. Im Gegenteil ich wollte durchweg weiterlesen. Auf den letzten 100-150 Seiten steigt die Spannung konstant an. Shane Hegarty verblüfft den Leser mit der einen oder anderen Wendung und führt eine geheimnisvolle Prophezeiung in die Geschichte ein, zu der wir in den Folgebänden sicher mehr erfahren werden. Das Ende ist dementsprechend offen gehalten.  

 
Mit „Darkmouth: Der Legendenjäger“ ist Shane Hegarty ein toller Auftakt zu einer wirklich vielversprechenden Reihe gelungen, den ich fast in einem Rutsch verschlungen habe. Unser Protagonist Finn, der mit seinem Job als Legendenjäger nicht nur total unglücklich sondern auch sichtlich überfordert ist, konnte meine Sympathie schnell für sich gewinnen. Ansonsten ist die Handlung sehr vielfältig gestaltet und von Spannung, unerwarteten Wendungen, überraschenden Enthüllungen sowie einer guten Portion Humor durchzogen, sodass es einem nie langweilig wird. Das eine oder andere mag zwar etwas offensichtlich und voraussehbar gewesen sein, doch bei einem Buch, das eher auf die jüngere Zielgruppe ausgelegt ist, drücke ich gerne mal ein Auge zu ;)  
 


Shane Hegarty wurde 1974 in Irland geboren. Er ist Vater von vier Kindern, arbeitete schon fürs Radio und Fernsehen und war nach eigener Aussage für kurze Zeit »der schlechteste Stand-up-Komiker der irischen Comedyszene«. Zuletzt war er als Journalist bei der Irish Times tätig, konzentriert sich nun aber voll aufs Schreiben. »Darkmouth – Der Legendenjäger« ist sein Debütroman. [Quelle: Verlagshomepage Oetinger Verlag]

 
 



1 Kommentar:

  1. Hallo Sarina,

    eine schöne Rezension und ein Buch das ich mir mal merken werde. Irgendwie ist mir das Cover schon häufiger auf Facebook begegnet und nun weiß ich endlich worum es geht ;)

    Liebe Grüße
    Corinna

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Hallo :)

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- Sarina