Donnerstag, 23. April 2015

(Leseeindruck) "Bis ans Ende der Welt und zurück" von Ruthie Knox

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Tom Geiger plant eine Fahrradtour durch die USA. Eigentlich will er allein fahren, doch seine Schwester Taryn überzeugt ihn davon, einen Reisegefährten mitzunehmen, den sie für ihn arrangiert hat, einen gewissen Alex. Toms Überraschung ist allerdings groß, als sich herausstellt, dass sein Reisegefährte in Wahrheit weiblich und noch dazu äußerst attraktiv ist. Auf keinen Fall kann er die junge Frau sich selbst überlassen und allein losfahren, wie er es ursprünglich geplant hatte. Also machen sich die beiden gemeinsam auf den Weg, und mit jedem Kilometer, den sie zurücklegen, kommen sich ihre Herzen ein Stückchen näher … 

 
„Bis ans Ende der Welt und zurück“ ist ein absolutes Gute-Laune-Buch und konnte mich bereits auf den ersten Seiten sehr gut unterhalten. Tom, der seine Radtour durch die USA eigentlich alleine antreten wollte, hat die Rechnung ohne seine Schwester Taryn gemacht. Diese hat ihm nämlich nicht nur einen Partner übers Internet gesucht, sondern ihm auch in Toms Namen verbindlich für die Reise zugesagt. Tom ist darüber natürlich alles andere als begeistert. Es ist einzig und allein seinem schlechten Gewissen zu verdanken, dass er schließlich am vereinbarten Treffpunkt auftaucht. Dort erlebt er jedoch die nächste Überraschung: Alex ist kein Mann, sondern eine wirklich attraktive Frau, die er nun unter keinen Umständen alleine losfahren lassen kann. Alex bzw. Lexie macht ebenfalls gute Miene zum bösen Spiel. Sie hatte sich ihren Begleiter ganz anders vorgestellt und der wortkarge Tom geht ihr bereits nach kurzer Zeit gehörig auf die Nerven.

Zwar machen sie sich letztendlich zusammen auf den Weg, ignorieren aber den jeweils anderen und wechseln kaum ein Wort miteinander. Das Schweigen wird zu einer Art Wettkampf zwischen ihnen, da keiner das Schweigen zuerst brechen möchte. Ich fand es unglaublich lustig zu beobachten, wie sie krampfhaft versuchen sich nicht zu mögen, obwohl man merkt, dass sie die Gesellschaft des anderen nicht nur genießen, sondern sich auch zueinander hingezogen fühlen. Mit einem Lächeln auf den Lippen bin ich durch die Seiten geflogen und habe die einzelnen Abschnitte ihres Road Trips sowie die Beschreibungen der Natur genossen :) 

Tom war mir trotz seiner Miesepetrigkeit auf anhieb sympathisch. Im Grunde ist er ein netter Typ, der mit seiner verschlossenen und eher distanzierten Art nur erreichen möchte, dass sich ihm keiner groß annähert. In der Vergangenheit ist nämlich etwas in seinem Leben passiert, das ihn zu dem Entschluss geführt hat, dass es besser ist niemanden mehr an sich heranzulassen. Er ist an sein Einzelgänger-Dasein dermaßen gewöhnt, dass er manchmal etwas zu ruppig mit anderen umgeht und nicht merkt wie verletzend das für denjenigen ist.

Lexie ist ein freundlicher und offener Mensch, der in seinem Leben jedoch auch schon die eine oder andere Enttäuschung vor allem in Sachen Liebe erfahren musste. Seitdem ist sie vorsichtiger geworden und verschenkt ihr Vertrauen nicht mehr so leicht. Vom ersten Augenblick findet sie Tom wirklich sehr attraktiv, was sie zu unterdrücken versucht, indem sie ihn Distanz hält. Stellenweise fand ich sie ziemlich verkrampft, da sie viel zu viel über alles nachgedacht hat. Außerdem ist ihre Reise bis ins letzte Detail durchgeplant und sie bemüht sich alles ganz genau einzuhalten. Darüber vergisst sie meistens, dass es viel mehr Spaß macht, wenn man ab und zu mal spontan ist. Lexie war mir nicht zu 100% sympathisch. Vor allem im hinteren Teil des Buches hat sie es sich und Tom unnötig schwer gemacht.

Der Spruch Gegensätze ziehen sich an, ist bei den beiden absolut zutreffend. Daher wird es mit ihnen ganz sicher auch nicht langweilig. Mit der Zeit beschäftigt sich Geschichte mit etwas ernsteren Themen, so wird z.B. endgültig enthüllt, weshalb Tom zu einem Eigenbrötler geworden ist. Aber auch ihre Gefühle füreinander wachsen, was mit jeder Menge Zweifel/ Ängsten verbunden ist, denn sich zu verlieben und eventuell eine neue Beziehung anzufangen, entspricht weder Toms noch Lexies Vorstellungen. Im Verlauf entwickeln sich die beiden weiter und erkennen, dass man sich nicht zu sehr von schlechten Entscheidungen, die man vielleicht im Laufe seines Lebens getroffen hat und mittlerweile bereut, beeinflussen lassen sollte. Jeder macht mal Fehler und daher sollte man sie einfach als solche hinnehmen, akzeptieren und normal weiterleben.

Das Ende hat mir gut gefallen, wenn es auch etwas zu schnell kam und ich gerne noch ein paar mehr Seiten gelesen hätte.  


Mit „Bis ans Ende der Welt und zurück“ hat Ruthie Knox einen sommerlich angehauchten und vor allem sehr humorvollen Road Trip Roman geschrieben, der einen bis zum Schluss gut unterhält, aber auch ernstere/nachdenklichere Töne anschlägt. Tom und Lexie sind insgesamt sehr sympathische Charaktere, die sich nicht nur gut ergänzen, sondern auch ein tolles Paar abgeben. Einziger Kritikpunkt: Hinter den vielen Sexszenen, kommt der Road Trip und die Orte, die von Lexie und Tom angefahren werden, ein wenig zu kurz.
 

 
Seit Ruthie Knox in der zweiten Klasse herausgefunden hat, wie man gleichzeitig läuft und liest, hat sie nicht mehr von ihren Büchern aufgeblickt. Mit ihren Contemporary-Romanen hat sie sich innerhalb kürzester Zeit unter Romance-Lesern einen Namen gemacht. [Quelle: Verlagshomepage Egmont Lyx]

 
 



 


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- Sarina