Dienstag, 24. Februar 2015

(Leseeindruck) "House of Nightmares" von Nadine Erdmann

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Um Neds Geheimnis zu wahren und seinem Sohn den Medienwirbel zu ersparen, plant Edward Dunnington die bahnbrechende Erfindung der Bioroboter mit Hilfe eines einflussreichen Geschäftspartners der Öffentlichkeit zu präsentieren. Aber kann man Angus McLean wirklich trauen? Warum wacht der alte Lord plötzlich nicht mehr auf? Sein Körper scheint unversehrt, sein Bewusstsein ist jedoch verschwunden… In der Einsamkeit der schottischen Highlands müssen Jemma, Jamie, Zack, Ned und Will nicht nur der verschrobenen Adelsfamilie auf den Zahn fühlen. Um herauszufinden, was passiert ist, wagen sie sich auch ins 'House of Nightmares' – und dort wartet das Böse… heimtückisch und grausam … Besonders, wenn man sich nicht an die Spielregeln hält… 

 
Obwohl es schon ein Weilchen her ist seit dem ich das letzte Mal mit Jemma, Jamie, Zack & Co. Abenteuer – sowohl in der richtigen als auch in der Cyberwelt – erleben durfte, habe ich mich bereits auf den ersten Seiten wieder unglaublich wohl in ihrer Gegenwart gefühlt. Doch die Charaktere sind für mich sowieso das, was mir an Nadine Erdmanns Fateful Future Reihe am besten gefällt. Denn dadurch, dass sie so liebevoll und detailreich ausgearbeitet sind, wirken sie auf einen sehr menschlich und lebensecht. Jeder ist besonders und auf seine Art und Weise sympathisch. In „House of Nightmares“ sind sie mir daher noch mehr ans Herz gewachsen – vor allem Jamie und Zack. Dem Leser wird ein weiteres Mal vor Augen geführt wird, wie sehr sie sich gegenseitig unterstützen und natürlich wie viel sie einander bedeuten. Allgemein spielen die Themen Liebe und Verständnis, Freundschaft und Familie eine große Rolle. Jemma, Jamie, Zack, Ned und Will können sich - egal in welcher Situation sie sich gerade befinden - aufeinander verlassen. Sie stehen füreinander ein, sie akzeptieren die Schwächen und Probleme des anderen, helfen und bauen sich gegenseitig auf.

Auf die Gefühls- und Gedankenwelt des einzelnen wird vertieft eingegangen. Der Leser verfolgt ihre Höhen und Tiefen, ihre Zweifel und Ängste...baut kurz gesagt eine enge Beziehung zu ihnen auf, was die Geschichte sehr ausdrucksstark macht, aber auch dafür sorgt, dass man fast von ganz allein mit ihnen mitfühlt, mitfiebert etc.

Nachdem im ersten Teil des Buches der Schwerpunkt eher auf die Entwicklung der Charaktere und ihre Beziehung untereinander lag, nimmt die Spannung, spätestens im zweiten Teil, als unsere Freunde das Anwesen von Lord McLean betreten, konstant zu. Angus Mc Lean, dessen Bewusstsein in einen von Edward Dunnington entworfenen Bioroboter überführt werden soll, und seine Familie entpuppen sich nämlich als eine absolute Horrorfamilie, die füreinander nichts übrig haben. Jeder ist sich der nächste und denkt nur an sich. Als der alte Lord eines Morgens plötzlich nicht mehr aufwacht, machen sich Jemma, Jamie, Zack & Co. auf die Suche nach des Rätsels Lösung. Eine Spur führt sie direkt zu dem neuen Spiel „House of Nightmares“…

Von diesem Moment an, als der alte McLean nicht mehr aufwachen möchte, konnte ich das das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin zwar vorher schon an den Seiten und an den Worten der Autorin gehangen, aber jetzt war es mir schier unmöglich mit dem Lesen aufzuhören. Dafür war ich zu neugierig und gespannt wer oder was hinter allem steckt. Irgendwann hatte ich so meinen Verdacht wer der „Täter“ sein könnte (Meine Vermutung hat sich zum Schluss auch bestätigt), was mich jedoch nicht weiter gestört hat, da ich über die Beweggründe im Ungewissen gelassen wurde. Außerdem gab es immer wieder kleine Wendungen oder Überraschungen, die die Karten noch einmal neu durchgemischt haben. Darüber hinaus gab es die eine oder andere actionreiche und nervenaufreibende Szene, sodass beim besten Willen keine Langeweile auftaucht.

Nadine Erdmanns Schreibstil tut schließlich sein übriges. Wie schon in Mind Ripper beschreibt sie äußerst detailreich, wodurch man sich die Charaktere und die Umgebung bildhaft vorstellen kann. Die Welt im Spiel "House of Nightmares" war ebenfalls grandios beschrieben. Während des Lesens dieser Szenen hat mich eine schaurige und gruselige Atmosphäre begleitet. Der Humor kommt allerdings auch nicht zu kurz: Unsere fünf Freunde ziehen sich gerne mal gegenseitig auf und werfen sich eine sarkastische Bemerkung an Kopf. Das lockert nicht nur die Stimmung auf, sondern bringt einen auch zum Schmunzeln. Gleichzeitig wird damit die familiäre und freundschaftliche Bindung der Charaktere unterstrichen.  

 
„House of Nightmares“ von Nadine Erdmann ist eine spannende, mitreißende und nervenaufreibende Fortsetzung, die man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die sympathischen Charaktere, die man bereits in „Mind Ripper“ kennen- und lieben gelernt hat, lassen den Leser einen tiefen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt werfen, sodass man nicht nur zu jedem von ihnen eine enge Beziehung aufbaut, sondern auch automatisch mit ihnen mitfühlt und mitfiebert. Ich kann euch die Geschichte wirklich nur wärmstens empfehlen. Wenn ihr die Fateful Future Reihe bis jetzt noch nicht kennt, dann solltet ihr das ganz schnell ändern!  
 


Nadine Erdmann studierte Germanistik und Anglistik auf Lehramt, verbrachte einen Teil ihres Studiums in London und arbeitete als German Language Teacher in einer kleinen Privatschule in Dublin. In Deutschland unterrichtete sie Deutsch und Englisch an einem Gymnasium und einer Gesamtschule in NRW. "Mind Ripper" ist ihr Debütroman und der Auftakt zur "FatefulFuture"-Reihe. [Quelle: amazon]

 





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- Sarina