Donnerstag, 19. Februar 2015

(Leseeindruck) "Ein Bild von dir" von Jojo Moyes

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Während um sie herum der Erste Weltkrieg tobt, versucht Sophie stark zu sein – für ihre Familie, für ihren Mann Édouard, der auf Seiten Frankreichs kämpft. Nur ein Gemälde ist ihr geblieben, das sie an ihr gemeinsames Glück erinnert. Ein Porträt, das Édouard einst von ihr malte. Und das ihn jetzt retten soll… Hundert Jahre später. Liv trauert um ihren Mann David. Vor vier Jahren ist er gestorben, viel zu früh. Livs kostbarster Besitz: ein Gemälde, das er ihr einst schenkte. Der Maler: Édouard. Das Modell: Sophie. Als ihr dieses Gemälde genommen werden soll, ist sie bereit, alles zu opfern. Auch das eigene Glück… 

 
In „Ein Bild von dir“ erzählt Jojo Moyes auf eine wirklich berührende und ergreifende Art und Weise die Geschichte zweier Frauen, die unerbittlich für das Kämpfen, was ihnen wichtig ist bzw. etwas bedeutet und sich von nichts und niemandem davon abhalten lassen egal wie groß die Wiederstände/die Hindernisse auch sein mögen, die ihnen in den Weg gestellt werden.

Zunächst einmal konzentriert sich die Geschichte auf die Vergangenheit und auf das Leben der jungen Sophie Léfèvre, die im Jahr 1916 im vom Deutschen besetzen Frankreich lebt. Sie und ihre Schwester Hélène kämpfen um das tägliche Überleben ihrer kleinen Familie und versuchen so gut wie es geht ihre Würde zu behalten, indem sie denn Deutschen bei jeder Gelegenheit, die es möglich macht, Widerstand zu leisten. Gleichzeitig machen sie die beiden Frauen große Sorgen um ihre Männer und haben Angst sie nicht mehr lebend zu Gesicht zu bekommen. Die damalige Kriegszeit, der Hunger, die Verzweiflung und die Not als ständiger Begleiter der Menschen in St. Peronne wurden von Jojo Moyes absolut glaubhaft und eindringlich geschildert.

Danach macht der Leser einen Sprung in das Jahr 2006, wo er die 32-jährige Liv kennenlernt, die auch nach vier Jahren nicht wirklich über den Tod ihres Ehemanns hinweg ist. Im Gegenteil! Sie hat sich nicht nur von ihrem Umfeld sondern vom Leben selbst fast vollständig zurückgezogen. Erst als sie Paul, einem ehemaligen Polizisten, begegnet, taut sie ein wenig auf. Denn Paul ist der einzige, der es nach langer Zeit wieder geschafft hat, sie zum Lachen zu bringen. Doch bald darauf kommt es zum bösen Erwachen: Paul arbeitet nämlich für eine Firma, die verschwundene bzw. gestohlene Gemälde wieder findet um sie ihren rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben…Sophie ist im Besitz eines solchen Gemäldes und es kommt für sie nicht in Frage es wegzugeben, da es das einzige ist, was ihr von ihrem Mann David geblieben ist.

Jojo Moyes hat wirklich ein Talent ihre Charaktere so authentisch wirken zu lassen, dass sie einem fast schon lebendig erscheinen. Man hat das Gefühl dass sie einem so wie sie sind auch im wahren Leben begegnen könnten. Selbst die Nebencharaktere bleiben keineswegs blass. Während mir Sophie gleich auf Anhieb sympathisch war, hat es bei Liv etwas länger gebraucht. Ihr Handeln war für mich teilweise nicht nachvollziehbar. Aber schließlich konnte ich mich dann auch in sie hineinfühlen. Aufgrund des Gefühlszustandes der beiden, ist in der Geschichte immer von einer gewissen Traurigkeit und Schwermütigkeit erfüllt gewesen.

Im Laufe des Buches ereignen sich bestimmte Wendungen, die dafür sorgen, dass es niemals langweilig wird und man immerzu weiterlesen möchte. Man hofft, bangt und fieber mit beiden Protagonistinnen mit und ärgerst sich über Niederlegen bzw. Ungerechtigkeiten, die ihnen wiederfahren. Denn natürlich hofft man bis zum Schluss, dass es ein Happy End für beide geben wird.  
 
Ich weiß eigentlich gar nicht, was ich zu Jojo Moyes Bücher groß sagen soll, da sie bei mir irgendwie immer genau ins Schwarze treffen. So erzählt auch ihr viertes Buch „Ein Bild von dir“ wieder einmal eine sehr schöne und berührende Geschichte, die mich an die Seiten gefesselt hat. Sophie und Liv waren zwei authentische Charaktere und zwei echte Kämpferinnen, die sich von nichts und niemand einschüchtern haben lassen.  



Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex. [Quelle: Verlagshomepage rowohlt]
 


Kommentare:

  1. Hey Sarina,

    ich hatte einen ganz anderen Leseeindruck von "Ein Bild von dir" - leider hat mir das Buch gar nicht gefallen. :( Dabei lese ich Moyes' Bücher ansonsten wirklich gerne und habe die bisherigen Bücher verschlungen.

    Ich fand vor allem Liv als Charakter furchtbar frustierend ... Ich hätte sie am liebsten alle fünf Minuten geohrfeigt, haha. :D

    Liebe Grüße

    Saskia

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    1. So unterschiedlich kann nun mal die Meinungen zu einem Buch sein...aber fänden wir alle immer alles toll, wäre es doch auch langweilig.

      Liv fand ich auch etwas anstrengend und sie hat sich stellenweise wirklich blöd verhalten. Da muss ich dir echt Recht geben.

      Liebe Grüße
      Sarina

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- Sarina