Montag, 26. Januar 2015

(Leseeindruck) "A little too far" von Lisa Desrochers

http://www.amazon.de/little-too-far-Roman/dp/342371607X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1422295695&sr=8-1&keywords=A+little+too+far 
Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zu amazon
Auf die Verlagshomepage?

 
Wie konnte das passieren? Wie konnten sie so weit gehen? Ihr Stiefbruder Trent war doch immer Lexis bester Freund und engster Vertrauter. Fluchtartig verlässt Lexi ihre Familie und bricht zu einem Auslandsjahr in Rom auf. Aber auch Tausende von Kilometern entfernt und trotz des attraktiven Alessandro schafft sie es nicht, den Mann, den sie nicht haben kann, zu vergessen… 

 
„A little too far“ ist eine schöne Geschichte für Zwischendurch, mit der man für ein paar Stunden seine Seele baumeln lassen, abschalten und sich entspannen kann. Dazu trägt vor allem Lisa Desrochers locker, fluffiger Schreibstil bei. Einmal angefangen, konnte ich mich nur schwer wieder von den Seiten lösen.

Lexie und ihr Stiefbruder Trent waren schon immer die besten Freunde, die sich alles anvertrauen können und für den anderen stets ein offenes Ohr haben. Kurz gesagt habe sie eine ganz besondere Beziehung zueinander, der nichts und niemand etwas anhaben kann. Eines Tages passiert es dann plötzlich: Lexie und Trent kommen sich näher und schlafen miteinander. Doch obwohl es für sie beide sehr schön war, sind sie sich einig, dass sich das nicht noch einmal wiederholen darf. Zum Glück bietet sich für Lexie eine gute Möglichkeit erst einmal auf Abstand gehen. Ihr Auslandsjahr in Rom soll ihr helfen über alles nachzudenken und mit ihren Schuldgefühlen klarzukommen. Leichter gesagt als getan, denn die Gefühle für Trent lassen sich nicht so einfach abstellen. Dann lernt sie jedoch den angehenden Priester Alessandro kennen, der ihr schnell sympathisch wird und mit dem sie sich nach und nach anfreundet. Kann er ihr vielleicht über ihren Liebeskummer hinweg helfen?

Das ganze Buch über stellt man sich natürlich die Frage wie es mit Lexie und Trent weitergeht. Später kommt dann auch noch Alessandro hinzu und man ist umso gespannter, welche Rolle er letztendlich spielen wird. Dabei ist die Situation, ohne einen Dritten im Bunde, schon alles andere als leicht. Lexie und Trent sind verwirrt und mehr als überfordert mit dem was zwischen ihnen passiert. Verständlich, dass es ihnen schwer fällt normal miteinander umzugehen. Gleichzeitig haben sie aber auch Angst, dass sich durch den Sex etwas zwischen ihnen verändert haben könnte und sie ihre Freundschaft unwiderruflich zerstört haben. Dieses innere Gefühlschaos wurde von der Autorin sehr gut dargestellt, sodass man es als Außenstehender zu jeder Zeit nachvollziehen konnte.

Lexie war mir im Grunde ganz sympathisch, allerdings gab es Momente - und die haben sich zum Ende hin leider gehäuft - in denen ich genervt von ihr war. Manchmal fand ich ihr Verhalten schlichtweg taktlos und alles andere als altersgerecht. Außerdem habe ich mit der Zeit den Eindruck gewonnen, dass sie nicht wirklich weiß was sie will. Einerseits ist sie sich sicher, dass sie in Trent verliebt ist, andererseits denkt sie auffällig oft an Alessandro.

Trent, Lexies Stiefbruder und bester Freund, ist ein cooler Typ, der aber auch eine weiche Seite hat. Ich mochte ihn gerne, wenn er für meinen Geschmack zu blass geblieben ist.

Alessandro war mein Liebling in diesem Buch, den ich aufgrund seiner stillen, zurückhaltenden Art von Anfang an mochte. Über ihn und sein Leben bzw. erfahren wir sehr viel u.a. wie es dazu kam, dass er zum Glauben gefunden und sich dafür entschieden hat Priester zu werden.

Am schönsten fand ich, dass ich sehr viel von Rom und dem Vatikan zu „sehen“ bekommen, habe. Bekannte und eher unbekannte Plätze, Sehenswürdigkeiten etc. wurden detailreich beschrieben, sodass man sich alles bildhaft vorstellen konnte. Ich habe Gemälde, Fresken und Skulpturen, bestaunt und mich mit interessanten Hintergrundgeschichten dazu versorgen lassen. Lexie konnte mich mit ihrer Leidenschaft für Kunst definitiv anstecken :) 

Trotz allem wollte der letzte Funke nicht auf mich übergesprungen. Lisa Desrochers hätte noch mehr in die Tiefe gehen und vielleicht auch mal ein Kapitel aus Trents Sicht erzählen können.  

 „A little too far“ von Lisa Desrochers hat mir von der Grundidee wirklich sehr gut gefallen, wohingegen mich die Umsetzung leider nicht vollkommen überzeugen konnte. Die Geschichte lässt sich wunderbar flüssig lesen, hätte aber an einigen Stellen mehr Tiefe vertragen können. Lexie, unsere Protagonistin, war mir im Großen und Ganzen sehr sympathisch, wenn sie mir stellenweise auch auf die Nerven gegangen ist. Richtig gut hat mir dagegen das Setting gefallen. Die Autorin hat mir Rom und den Vatikan bildhaft vor Augen geführt und mir so das Gefühl gegeben direkt vor Ort zu sein.


 
Lisa Desrochers lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Kalifornien. Nach einer Fantasy-Trilogie ist ›A little too far‹ ihr erster realistischer Roman für junge Erwachsene, mit dem sie es auf die Bestsellerliste von ›USA Today‹ schaffte. [Quelle: Verlagshomepage dtv Verlag]

 


Kommentare:

  1. der Roman hat mich auch nicht zu 100% überzeugt :(

    AntwortenLöschen
  2. Hey :)
    Ich habe das Buch vor einiger Zeit auch gelesen und ich habe es ein bisschen besser bewertet wie du, aber für mich war es auch ein schönes Buch für zwischendurch.
    Das man so viel über Rom und den Vatikan zu lesen bekommen hat, war wirklich toll.
    Allesandro fand ich richtig cool, so einen Charakter hatte ich noch nie, der Priester werden wollte :)
    Schöne Rezension.
    Liebe Grüße,
    Jana

    AntwortenLöschen

Hallo :)

schön das ihr auf meinem Blog gelandet seid! Wenn ihr wollt, dann könnt ihr mir einen Kommentar da lassen. Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen^^ Viel Spaß beim Stöbern!

- Sarina