Freitag, 16. Januar 2015

(Leseeindruck) "Füreinander bestimmt: Violet & Luke" von Jessica Sorensen

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Drogen, Vernachlässigung, Missbrauch – Violet Hayes hat schon viel erlebt. Als sie aufs College geht, will sie all das hinter sich lassen, aber die Vergangenheit holt sie immer wieder ein. Um nicht verletzt zu werden, gibt sie sich tough und wahrt Distanz. Doch dann trifft sie Luke. Die beiden geraten ständig aneinander und dennoch ziehen sie sich magisch an. Und je näher sie sich kommen, umso klarer wird ihnen, wie ähnlich sie sich sind. 

 
„Füreinander bestimmt: Violet & Luke“ ist mittlerweile mein siebtes Buch von Jessica Sorensen und wie jedes Mal habe ich mich wieder sehr aufs Lesen gefreut. Im Nachhinein muss ich jedoch sagen, dass dieser Teil – neben „Für immer Ella & Micha“ – einer der bisher schwächsten war. Damit meine ich nicht, dass ich ihn schlecht fand! Violets & Lukes Geschichte konnte mich einfach nur nicht so begeistern, wie ich es von den anderen Büchern von Jessica Sorensen gewohnt bin.

Dabei konnte ich es im Vorfeld gar nicht erwarten Violet & Luke ein bisschen besser kennenzulernen, denn für alle die „Die Sache von Callie & Kayden“ und/oder „Die Liebe von Callie & Kayden“ gelesen hat, sind die beiden fast schon alte Bekannte. Zwar spielen sie in diesen beiden Büchern keine große Rolle aber sie tauchen immerhin am Rand auf. Luke ist für Kayden ein guter Freund, der ihm während seiner schweren Zeit zur Seite gestanden ist und auf den er sich auch sonst immer verlassen kann. Dass hat ihn mir sehr sympathisch gemacht, weshalb ich vor allem über ihn mehr erfahren wollte.

Obwohl es sich bereits angedeutet hat, dass er ebenfalls mit einigen Dingen zu kämpfen hat, war ich im ersten Moment geschockt als ich den Prolog gelesen und einen Einblick in seine Kindheit bekommen habe, die alles andere als glücklich war. Nach den ersten Worten von seinem jüngeren Ich standen mir bereits die Tränen in den Augen und ich konnte nichts anderes als Mitleid für ihn zu empfinden. Zusammen mit seiner älteren Schwester musste er nämlich bei einer drogensüchtigen Mutter aufwachsen, die in ihrer eigenen kleinen Welt lebt und der ihre Kinder total egal sind. Kein Wunder, dass Luke von diesen katastrophalen Umstände und den Drogenprobleme seiner Mutter bis heute verfolgt wird. Doch anstatt sich mit seiner Vergangenheit auseinander zu setzen und vielleicht seinen Frieden damit zu machen, versucht er seinen Schmerz so gut wie es geht mit Alkohol und Sex zu betäuben.

Violet durfte leider keine bessere Kindheit erleben. Nach dem Mord an ihren Eltern, der nie aufgeklärt werden konnte, wurde sie in eine Pflegefamilie nach der anderen gesteckt. Liebe und Zuneigung hat sie in all den Jahren nie erfahren dürfen. Dafür wurde sie immer wieder mit Ablehnung und Missbrauch konfrontiert. Aus diesem Grund hat sie zu ihrem eigenen Schutz eine Mauer um sich und ihre Gefühle aufgebaut.

Sowohl Luke als auch Violet sind fest entschlossen keine festen Beziehungen einzugehen, sondern sich nur auf sich selbst zu verlassen, da sie so nicht Gefahr laufen von anderen enttäuscht oder verletzt zu werden. Ihre Entschlossenheit diesbezüglich gerät allerdings ins Wanken, als sie sich plötzlich vermehrt über den Weg laufen, Zeit miteinander verbringen und merken, dass ihnen die Nähe zum anderen gut tut…

Die Schicksale der beiden haben mich wirklich sehr berührt und sie taten mir beide echt leid. Vor allem Violet, die meistens missverstanden und vorverurteilt wird, obwohl sie keiner richtig kennt oder versucht sie näher kennenzulernen und seine Vorurteile abzulegen. Denn Violet wirkt nur nach außen hin so als würde sie niemanden brauchen. Insgeheim sehnt sich jedoch nach Freundschaft, Zuneigung und Liebe. Andererseits muss ich sagen, dass sie es einem auch etwas schwer macht sie zu mögen. Mir ist sie bis zum Schluss nicht wirklich sympathisch geworden. Ganz anders bei Luke, den ich immer noch sehr gerne mag, obwohl sein Handeln manchmal mehr als fragwürdig ist.

Ach ja und Seth, mein liebster Nebencharakter in „Die Sache von Callie & Kayden, hat in diesem Band ein wenig an Sympathiepunkten verloren. Er und Luke sind inzwischen zu engen Freunden geworden, sodass ich verstehen konnte warum Seth nicht möchte, dass er verletzt wird, aber das gibt ihm lange nicht das Recht auf Violet herum zu trampeln. Mehr als einmal hat er sich richtig mies gegenüber ihr verhalten. Ich hätte nicht gedacht, dass er so jemand ist, der dermaßen an seinen Vorurteilen festhält.

Wenn ich auch dieses Mal den einen oder anderen Kritikpunkt hatte, hat mich das nicht davon abgehalten an Jessica Sorensens Worten zu hängen, sodass ich wieder einmal schnell auf der letzten Seite angelangt war, wo mich ein sehr fieser Cliffhanger erwartet hat. Tja und da ich nicht warten wollte, musste ich mir daraufhin gleich die Fortsetzung auf Englisch kaufen :) 

  Mit „Füreinander bestimmt: Violet & Luke“ ist Jessica Sorensen dieses Mal leider nicht gelungen meine Erwartungen vollends zu erfüllen. Zwar wird die Geschichte wie immer mit schönen und stimmungsvollen Worten erzählt, sodass man einfach ununterbrochen weiterlesen möchte, aber ich hatte bis zum Ende das Probleme mit Violet nicht wirklich warm zu werden. Und auch Lukes Verhalten fand ich an manchen Stellen etwas fragwürdig. Nichtsdestotrotz bin ich sehr gespannt wie es mit den beiden weitergeht und welche Entwicklung die beiden vielleicht noch durchmachen werden.


Die Bestsellerautorin Jessica Sorensen hat bereits zahlreiche Romane verfasst. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in den Bergen von Wyoming. Wenn sie nicht schreibt, liest sie oder verbringt Zeit mit ihrer Familie. [Quelle: Verlagshomepage Heyne]
 
 
 
 
 

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- Sarina