Sonntag, 30. November 2014

(Leseeindruck) "Raven Stone: Wenn Geheimnisse tödlich sind" von Joss Stirling

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In letzter Zeit gehen seltsame Dinge an dem Eliteinternat vor sich, das Raven Stone besucht. Schüler verschwinden spurlos, ihr beste Freundin wendet sich plötzlich von ihr ab…Also beschließt Raven, der Sache auf den Grund zu gehen. An Ravens Seite ist der neue Mitschüler Kieran. Er ist superintelligent und weiß einfach alles – und geht Raven damit ziemlich auf die Nerven. Andererseits fühlt sie sich sehr zu dem rätselhaften, ungemein attraktiven Jungen hingezogen. Aber kann sie ihm wirklich vertrauen?

 
Cover, Titel und Klappentext haben mich einfach sofort angesprochen, sodass ich es gar nicht abwarten konnte „Raven Stone“ zur Hand zu nehmen und in die Geschichte einzutauchen. Einmal angefangen hat es auch nicht lange gedauert bis mich Joss Stirling an die Seiten gefesselt hatte. Die ersten 100 Seiten sind nur so an mir vorbeigeflogen  :) 

Seit einiger Zeit passieren auf dem britischen Elite-Internat Westron seltsame Dinge. Schüler verschwinden plötzlich spurlos und tauchen nach einiger Zeit wieder auf, benehmen sich jedoch ganz anders als zuvor. So auch Ravens beste Freundin Gina, die nach ihrer Rückkehr nichts mehr von Raven wissen möchte. Im Gegenteil! Nicht nur, dass sie sich mit den anderen verbündet, die Raven das Leben schwer machen, sie stellt Raven auch noch als Diebin bloß, sodass sich diese vor Anfeindungen kaum noch retten kann. Einzig und allein die beiden neuen Schüler Kieran und Joe scheinen an Ravens Unschuld zu glauben…Was Raven nämlich nicht weiß: Joe und Kieran sind Agenten der YDA's (Young Detective Agency), die nach Westron gekommen sind um den seltsamen Ereignissen auf den Grund zu gehen.

Raven hat mir als Protagonistin wirklich richtig gut gefallen. Spätestens als ich ihre traurige Familiengeschichte gehört habe, musste ich sie einfach in mein Herz schließen. Darum hat mich das miese Verhalten ihrer Mitschüler umso wütender gemacht. Nur weil sie nicht so wohlhabend ist, wird sie für die Diebstähle der letzten Zeit verantwortlich gemacht und regelrecht angefeindet. Sogar ihre beste Freundin wendet sich von ihr ab, sodass schließlich nur noch ihr Großvater zu ihr hält. Jeder andere würde in dieser Situation den Kopf in den Sand stecken, doch Raven versucht trotz allem tapfer zu bleiben und sich von den anderen nicht unterkriegen zu lassen, da sie ihnen die Genugtuung nicht geben möchte. Zum Glück stehen ihr Joe und Kieran so gut wie es geht bei.

Apropos Joe und Kieran…Die beiden mochte ich ebenfalls sehr gerne. Joe schließt man aufgrund seiner offenen und humorvollen Art sofort ins Herz. Kieran dagegen ist etwas speziell. Er ist eine richtige Intelligenzbestie, die alles ganz genau analysiert und selbst die kleinsten Details wahrnimmt während er für zwischenmenschliche Kommunikation oder Gefühle nur wenig übrig hat. Aber gerade weil er ein bisschen gauzig ist, habe ich ihn so liebgewonnen.

Gleich von Anfang an warten jede Menge Rätsel und Geheimnisse darauf gelöst zu werden, allerdings tappt man zuerst einmal eine Weile im Dunkeln. Kieran und Joe sind natürlich permanent auf der Suche nach Hinweisen und Beweisen, sodass man gar nicht drum herum kommt sich zu fragen, was sie wohl als nächstes herausfinden werden. Darüber hinaus versucht man die Puzzleteilchen mit ihnen zusammenzusetzen und hinter des Rätsels Lösung zu kommen. Ansonsten sind im Plot einige Überraschungen und Wendungen eingebaut…So gerät Raven mehrmals in gefährliche Situationen, aus denen sie sich nur knapp befreien kann.

Das Highlight war für mich allerdings der Humor, den Joss Stirling in die Geschichte eingebracht hat und der vor allem in den Gesprächen zwischen Kieran und Raven zur Geltung kommt. Zu Beginn ist Raven nämlich mehr als genervt von Kieran und seiner überheblichen Art. Mit der Zeit freundet sie sich allerdings mit ihm an und sie kommen sich auch näher, was ich echt süß fand, da es für Kieran etwas ganz neues ist. Seine Gefühle für Raven bringen ihn durcheinander, sorgen gleichzeitig aber auch dafür, dass er etwas auftaut.

Zum Schluss konnte mich die Autorin vollkommen überzeugen. Die Ereignisse überschlagen sich förmlich und für unsere drei jungen Spürnasen wird es richtig brenzlig. Ich bin nur so durch die Seiten gerast und habe mit ihnen mitgefiebert. Zum Glück gab es keinen Cliffhanger sondern ein in sich abgeschlossenes Ende, das mich zufrieden zurücklässt.  

 
Mit „Raven Stone: Wenn Geheimnisse tödlich sind“ ist es Joss Stirling gelungen mich restlos zu begeistern. Einmal angefangen konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, sodass ich es fast in einem Rutsch durchgelesen haben. Es hat Spaß gemacht mit Raven, Joe und Kieran Detektiv zu spielen, um den seltsamen Ereignisse auf Westron auf den Grund zu gehen. Neben Spannung und Action kommt aber auch der Humor nicht zu kurz. Und selbst eine kleine Liebesgeschichte hält die Autorin für ihre Leser bereit. Alles in allem ein absolutes Monatshighlight für mich :)



Joss Stirling studierte Anglistik in Cambridge und arbeitete als Diplomatin in Polen. Mittlerweile schreibt sie sehr erfolgreich Romane für Kinder und Jugendliche. Mit ›Finding Sky‹, dem ersten Band der ›Macht der Seelen‹-Trilogie, war sie 2013 von der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Oxford. [Quelle: Verlagshomepage dtv]

 


[TAG] Fictional Boyfriend

 

Hallo ihr Lieben, 

auch heute habe ich einen TAG für euch, von dem ich sofort Feuer und Flamme war, als ich ihn bei der lieben Lina von WhatLinaLikes gesehen habe. Ich meine wer von uns hat sich während dem Lesen nicht schon einmal gewünscht an der Stelle der weiblichen Protagonistin zu sein? Bei mir war das jedenfalls einige Male der Fall^^

Welche männliche Charaktere mein Herz höher schlagen lassen, werdet ihr im Laufe dieses TAGs sehen...Viel Spaß :) 


1. Most romantic boyfriend (romantischster)

Da muss ich gar nicht lange überlegen: Für mich ist Augustus Waters aus “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” mit Abstand der romantischte Freund, den man sich vorstellen kann. Mir fallen spontan gleich mehrere Szenen ein, in denen ich innerlich aufgeseufzt und mich gefragt habe, wo sich mein Augustus Waters versteckt hält.

2. Dark and moody bad boy with a good side (dunkler, launischer Bad Boy mit gutem Kern)

Cole aus „Alice im Zombieland“ ist wohl der heißeste Buchcharakter, der mir je untergekommen ist. Wie Ali war ich sofort hin und weg von ihm, obwohl an seiner Schule jeder weiß dass es besser ist sich von ihm und seinen Freunden fernzuhalten. Doch als man ihn besser kennenlernt, zeigt der vermeintliche Bad Boy auch seine weiche Seite und man merkt, dass er kein schlechter Kerl ist. Im Gegenteil! Für seine Freunde und Familie würde er wirklich alles tun.

3. Paranormal boyfriend (übernatürlich)

Hier habe ich mich für Will Herondale aus den Chroniken der Schattenjäger, weil ich ihn einfach liebe ♥ Auf der einen Seite arrogant und immer einen sarkastischen Kommentar auf den Lippen, auf der anderen Seite aber auch unheimlich charmant. Im Laufe der Clockwork Trilogie erklärt sich sein distanziertes Verhalten und man lernt einen ganz anderen Will Herondale kennen, der keine Spur arrogant ist.

4. Boyfriend you want to tame (den du zähmen würdest)

Und noch ein Charakter, den ich vom ersten Moment geliebt habe: Roth aus “Dark Elements: Steinerne Schwingen”. Als Layla Roth zum ersten Mal begegnet, ist sie von ihm und der Macht, die er ausstrahlt, beeindruckt. Seine leicht überhebliches und selbstverliebtes Auftreten, sind ihr jedoch schnell ein Dorn im Auge. Ich glaube ich würde versuchen ihm dieses Verhalten ein wenig auszutreiben. Wobei…wenn ich jetzt so darüber nachdenke, möchte ich eigentlich nicht, dass er irgendetwas an seinem heißen Auftreten verändert – vor allem nicht seinen Humor.

5. Boy you friend zoned (Freundezone)

Mit Wesley aus “Das Mädchen, das Geschichten fängt” würde ich mich sicher sehr gut verstehen. Bereits beim Lesen konnte er mich mit seiner lockeren und humorvollen Art für sich gewinnen. Mac kann sich immer auf ihn verlassen!

6. Your soul mate (Seelenverwandter)

In dieser Kategorie fand ich es ziemlich schwer einen Charakter zu finden. Letztendlich würde ich sagen, dass entweder James Carstairs aus den „Chroniken der Schattenjäger“ oder Peeta Mellark aus „Die Tribute von Panem“ mein Seelenverwandter wäre. Beide sind freundliche, verständnisvolle und einfühlsame Menschen, die auf den ersten Blick vielleicht unterschätzt werden, aber alles andere als schwach sind.

7. Boyfriend you want to elope with (mit dem du durchbrennen würdest)

Ich würde mit keinem anderen als mit Thorne aus „Wie Blut so rot“ durchbrennen. Er ist der wohl charmanteste Kleinkriminelle, den es gibt :D Mit seinem Humor und Charme hatte er mich sehr schnell um den Finger gewickelt.

8. Boyfriend you'd venture anywhere with (mit dem du überall alles wagen würdest)

Auch hier musste ich nicht lange überlegen. Mit Gideon aus der „Edelsteintrilogie“ würde ich alles wagen, da ich mir sicher sein könnte, dass er mich egal wo und in welcher Zeit wir uns gerade befinden, gegen alles und jeden beschützen würde.

9. Boyfriend you'd want to be stranded on a desert island with (mit dem du auf einer einsamen Insel stranden möchtest)


Ich denke mit Magnus Bane aus den „Chroniken der Unterwelt“ würde es mir auch auf einer einsamen Insel niemals langweilig werden – und das sage ich nicht nur, weil ich ein totaler Magnus Bane Fan bin^^ Magnus ist einfach der coolste Buchcharakter den es gibt und ich bin mir sicher, dass wir selbst auf einer einsamen Insel noch jede Menge Spaß zusammen hätten. Tja und wenn wir dann genug von unserem Aufenthalt hätten, dann kann er uns einfach mit einem Fingerschnippen von dort wegzaubern.

10. Most badass boyfriend (der "Draufgänger")

Das ist eindeutig Damon Salvator (alias Ian Somerhalder) aus “The Vampire Diaries”. Damon macht das was er möchte und lässt sich auch von niemandem davon abbringen. Manchmal ist sein Verhalten mehr als grenzwertig, aber ich kann ihm trotzdem nie böse sein.


Wer wäre den euer "Fictional Boyfriend"? 

Liebe Grüße
 


Mittwoch, 26. November 2014

(Leseeindruck) "Nova & Quinton: True Love" von Jessica Sorensen

http://www.amazon.de/Nova-Quinton-True-Love-Quinton/dp/3453418018/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1417012016&sr=8-1&keywords=nova+und+quinton 
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Als Teenager wollte Nova Drummerin werden und ihre große Liebe Landon heiraten. Aber dieser Traum wurde in einem einzigen Moment zerstört. Nova ist überzeugt, dass sie nie wieder jemanden lieben wird. Bis sie den unverschämt attraktiven Quinton Carter kennenlernt. Er fasziniert und verwirrt sie. Und Nova ahnt, dass sie besser die Finger von ihm lassen sollte... 

 
Zwei oder drei Monate ist es nun her seit ich das letzte Mal ein Buch von Jessica Sorensen gelesen habe, was für meine Verhältnisse wirklich lang ist. Meinen „Entzug“ habe ich auch prompt zu spüren bekommen, denn ich wusste gar nicht mehr wie nahe mir ihre Geschichten gehen. Bei Nova & Quinton war es besonders extrem…

Kaum angefangen und die ersten Seiten gelesen wurde ich schon in einen Strudel aus Trauer und Schuldgefühlen hineingezogen. Es hat mich total bedrückt wie sehr Nova unter dem Tod ihrer ersten großen Liebe leidet. Obwohl dieser mittlerweile ein Jahr her ist, lässt sie Landons Selbstmord einfach nicht los, da sie sich fragt, ob sie die Anzeichen dafür nicht hätte erkennen müssen. Hätte sie ihn davor abbringen können, wenn sie ihn einmal gefragt hätte was ihn so traurig macht? Diese nagenden Fragen hält sie kaum mehr aus, sodass sie alles Mögliche versucht um sich abzulenken.

Quinton ist von einer ebenso großen Traurigkeit erfüllt, da er im letzten Jahr einen genauso großen Schicksalsschlag hinnehmen musste wie Nova. Seine Cousine Ryder und seine Freundin Lexi sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Quinton, der damals am Steuer saß gibt sich die Schuld an allem und versucht seitdem seinen Schmerz mit Drogen zu unterdrücken.

Als sich Nova und Quinton begegnen, spüren sie bald, dass sie etwas verbindet, doch sind sie wirklich schon bereit jemand anderen an sich heranzulassen?

Sowohl Nova als auch Quinton waren mir sehr sympathisch, aber gerade weil ich beide mochte, war es für mich schwer zu beobachten wie sie sich immer tiefer in ihre „angebliche“ Schuld und Trauer hineinsteigern. Sie greifen lieber zu Drogen, anstatt sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen oder sich Hilfe zu suchen.

Ich glaube dieses Buch von Jessica Sorensen hat mich vor allem aus dem Grund so berührt, weil es dem Leser vor Augen führt, dass bereits ein einziger kleiner Moment ausreicht um einen Menschen komplett zu verändern. Im einen Moment geht man noch unbeschwert durchs Leben, ist glücklich und der Meinung, dass nichts und niemand etwas daran ändern kann und in der nächsten Sekunde ist auf einmal alles anders. Ein Schatten senkt sich über einen und man hat das Gefühl nie mehr glücklich werden zu können.

So geht es Nova und Quinton: Sie denken, dass sie kein Recht darauf haben glücklich zu sein, da es sich für sie wie Verrat anfühlen würde. Dabei wird mit jeder Seite deutlicher, dass sie erst mit sich ins Reine kommen müssen, wenn sie eine (gemeinsame) Zukunft haben wollen.

(Stellenweise war mir die Geschichte etwas zu deprimierend, sodass ich erst einmal eine kurze Pause brauchte bevor ich weiterlesen konnte)

 
In „Nova & Quinton: True Love“ erzählt Jessica Sorensen wie gewohnt sehr einfühlsam die Geschichte zweier junger Menschen, die beide durch Schicksalsschläge aus der Bahn geworfen wurden und nun Probleme haben in ein normales Leben zurückzufinden. Ihre Versuche sind von Höhen und Tiefen durchzogen…Es gibt traurige Momente, die einen zutiefst bedrücken, aber auch schöne Momente, die einen kleinen Hoffnungsschimmer erkennen lassen. Fans von Jessica Sorensen werden dem Buch sicher gerne eine Chance geben wollen, doch ich muss dazu sagen, dass sicher nicht jeder mit einer so deprimierenden Stimmung, wie es bei Nova & Quinton größtenteils der Fall ist, umgehen kann.  
 


Die Bestsellerautorin Jessica Sorensen hat bereits zahlreiche Romane verfasst. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in den Bergen von Wyoming. Wenn sie nicht schreibt, liest sie oder verbringt Zeit mit ihrer Familie. [Quelle: Verlagshomepage Heyne]