Donnerstag, 27. Februar 2014

(Rezension) "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak

http://www.amazon.de/Die-B%C3%BCcherdiebin-Roman-Markus-Zusak/dp/3442373956/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1393507057&sr=8-1&keywords=Die+B%C3%BCcherdiebin 
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Im Alter von neun Jahren hat Liesel schon vieles verloren. Ihren Vater, einen Kommunisten. Ihre Mutter, die ständig krank war. Ihren Bruder Werner – auf der Fahrt nach Molching zu den Pflegeeltern. Als der Bruder stirbt, gerät sie zum ersten Mal ins Blickfeld des Todes. Und sie stiehlt ihr erstes Buch – ein kleiner, aber folgenreicher Ausgleich für die erlittenen Verluste. Dann stiehlt sie weitere Bücher. Äpfel und Kartoffeln. Das Herz von Rudi. Das von Hans und Rosa Hubermann. Das von Max. Und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz. 
 
Markus Zusak hat einen sehr schönen Schreibstil, der sich locker und flüssig lesen lässt, gleichzeitig aber auch eine einnehmende und stimmungsvolle Atmosphäre erzeugt. Es scheint so als würden die Worte nur so aus ihm heraussprudeln.

"Als Max die Neuigkeit hörte, fühlte sich sein Körper an, als würde er zu einem Knäuel zusammengepresst, wie ein Blatt Papier voller Schreibfehler. Wie Abfall, doch gelang es ihm jeden Tag sich wieder zu entknäulen und aufzurichten, voller Verachtung und Dankbarkeit. Zerschlagen, aber aus irgendeinem Grund nicht zerstört.“ 

 
Eigentlich wollte ich zu diesem Buch gar keine Rezension schreiben, da es mir unmöglich vorkam, meine Gedanken und Gefühle, die ich während des Lesens empfunden habe in Worte zu verpacken. Denn die Bücherdiebin war mal wieder eine Geschichte, die mich mit ihrer Intensität unglaublich tief berühren, mir einige Tränen entlocken konnte und mich schließlich nach der letzten Seite völlig leer zurückgelassen hat. Gleichzeitig ist sie mir fast noch eine Woche im Kopf herum gespukt. Ich konnte an nichts anderes mehr denken und deshalb hat es dieses Buch verdient, das ich es euch ans Herz lege.

Dabei sah es zu Beginn gar nicht so rosig aus. Ich fand die ersten 50-100 Seiten etwas zäh und langatmig und musste mich wirklich zum Weiterlesen antreiben, doch dann gab es eine Wendung, die dafür gesorgt hat, dass ich sich meine bis dahin festgefahrene Einstellung um 180 Grad gedreht hat. Von da an bin ich nur noch so durch die Seiten gerast, vollkommen im Unklaren was als nächstes passieren wird bzw. auf was die Handlung letztendlich hinausgehen wird. Das war mir allerdings völlig egal! Ich habe weitergelesen und weitergelesen, sodass selbst einige zähere Stellen auf einmal zur Nebensache wurden.

Spannend, teilweise einige erschreckende und schockierende Szenen haben mich dermaßen traurig gemacht haben. Außerdem war ich wieder einmal sprachlos, wie grausam die Menschen damals im Dritten Reich gewesen sind. Was für eine schreckliche Zeit!

Nichts desto weniger gibt es auch so viele schöne Momente…Manchmal waren es ganz kleine Gesten oder Worte, die umso mehr ausgesagt haben als so manche Tat und es geschafft haben den Schatten des Grauens für einen kurzen Augenblick bei Seite schieben. Mit Freundschaft und Liebe lassen sich selbst die schlimmsten Zeiten überstehen.

Die Charaktere waren (mit ein paar Ausnahmen) mit ihren kleinen Eigenheiten absolut liebenswert, vor allem Liesel, Rudi, Hans Hubermann und Max habe ich in mein Herz geschlossen. Sie sind so besonders und unglaublich authentisch, von ihnen ging fast so etwas wie ein Zauber aus. Ja selbst der Tod, den Markus Zusak hier als Erzähler einsetzt (was eine richtig schräge Idee ist), ist mir irgendwie sympathisch geworden.

„Man sagt, dass der Krieg der beste Freund des Todes ist, aber da muss ich euch berichtigen. Für mich ist der Krieg wie ein neuer Vorgesetzer, der Unmögliches von einem erwartet. Er steht hinter einem und wiederholt immer nur das eine: ‘Erledige dies, erledige das.’ Also arbeitet man härter.“

Das letzte hintere Drittel hatte ich unentwegt feuchte Augen und fieberte ängstlich dem Ende entgegen. 


„Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak ist ein Buch, das mich mit seiner Intensität unglaublich tief berühren, mir einige Tränen entlocken konnte und mich schließlich nach der letzten Seite völlig leer zurückgelassen hat. Und das obwohl es zu Beginn gar nicht so rosig aus. Im Nachhinein bin ich sehr froh durchgehalten zu haben, da mir ansonsten eine wirklich schöne Geschichte entgangen wäre und ich niemals diese wundervollen Charaktere kennengelernt hätte. Ich kann diese Geschichte jedem nur ans Herz legen und hoffen, dass sie demjenigen genau solche Emotionen entlocken kann wie mir.
 



Markus Zusak wurde 1975 geboren. Zu den mittlerweile fünf veröffentlichten Romanen des Autors gehören »Der Joker« und der weltweite Bestseller »Die Bücherdiebin«, der in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurde. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Sydney.  [Quelle: Verlagshomepage blanvalet]





 
  


 
 

Mittwoch, 26. Februar 2014

[TAG] Das Beste...

 


Getaggt wurde ich von der lieben Piglet! Dankeschön dafür :)


Die Regeln:
- Den Tagger als Dankeschön verlinken.
- 5-10 Blogger taggen und ihnen mitteilen, dass sie getaggt wurden.
- Zurücktaggen ist nicht erlaubt!


Und die Fragen:

Das beste Cover ?

Boah, das ist so verdammt schwer, da es einfach total viele schöne Cover gibt. Aber ich muss mich entscheiden, darum: 


Der beste Schreibstil ?

Den hat im Moment in meinen Augen Tabitha Suzuma. Ich weiß nicht wie diese Frau es geschafft hat, aber Forbidden war bis jetzt das eindringlichste Buch, das ich je gelesen habe. Die Geschichte von Lochan und Maya hat mich wie keine andere mitgenommen. Die Gedanken und Gefühle der beiden sind mit so schönen Worten beschrieben worden…Sie sind mir dermaßen unter die Haut gegangen und haben mein Herz vor Schmerz bluten lassen.

Der beste Verlag ?

Es gibt so viele tolle Verlage…Nur einen zu nennen wäre deshalb unfair

Der beste Ort zum Lesen ? 

In meinem Zimmer

Die beste Liebesgeschichte ?


Die von August und Hazel aus „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, da die beiden zusammen einfach super süß sind und es so schön mit zu verfolgen ist, wie sie sich kennenlernen, langsam ineinander verlieben und trotz ihrer Krankheit ihr Leben genießen. 

Die beste Buchverfilmung ?

Harry Potter – ungeschlagen^^ 


Das beste Buch das du geschenkt bekommen hast ?


Das beste Buch das du gewonnen hast ?


Der/Die beste ProtagonistIn ?

Auch bei dieser Frage tue ich mir unheimlich schwer mit einer Antwort…Darum nehm ich einfach den Protagonisten, der mir im Moment am besten gefällt – und das wäre: Jace aus „Chroniken der Unterwelt“ von Cassandra Clare. Auch wenn er zu Anfang total arrogant herüberkommt, mochte ich ihn vom ersten Augenblick an. Seine sarkastischen Sprüche, wie süß er sich gegenüber Clary verhält, ach, seine ganz Art und Weise…I love him ♥ 


Das beste Buch das du je gelesen hast ?

Da gibt es nicht nur eins ;)

Das beste Buch gegen eine Leseflaute ? 


Das beste Genre ?

Fantasy<3


Der/Die beste AutorIn ? 

Hier kann ich einfach nur meinen absoluten Lieblingsautor nennen: George R.R. Martin :) Ich liebe ihn und seine Bücher einfach ♥ 



So und damit wären wir schon am Ende. Ich werde niemanden bestimmten taggen. 
Jeder der Lust und Laune hat, darf ihn gerne machen :) 

Liebe Grüße
 


Samstag, 22. Februar 2014

(Rezension) "The Bone Season: Die Träumerin" von Samantha Shannon

http://www.amazon.de/The-Bone-Season-Tr%C3%A4umerin-Roman/dp/382701171X/ref=sr_1_1_bnp_1_har?ie=UTF8&qid=1393010003&sr=8-1&keywords=The+bone+season 
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Sie ist stark, sie ist schnell, und sie kann etwas, was sonst niemand kann: die Gedanken anderer auskundschaften. In einer Welt, in der Freiheit verachtet und Träume verboten sind, wächst die junge Paige zu einer Kämpferin heran. Doch dann wird sie erwischt und in eine geheime Stadt verschleppt, in der ein fremdes Volk herrscht, die Rephaim. Und wo sie Arcturus trifft, den jungen Rephait mit den goldenen Augen. Er ist das schönste und unheimlichste Wesen, das sie je gesehen hat. Seine Gedanken sind ihr ein Rätsel. Und ausgerechnet ihm soll Paige von nun an als Sklavin dienen…

 
Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich von der Geschichte sofort angetan, da es nach einer sehr vielversprechenden und unverbrauchten Idee klang, die dazu noch leicht mystisch und magisch angehaucht ist. Damit hat die Autorin genau meinen Geschmack getroffen. Meine Begeisterung hat jedoch schon ein wenig nachgelassen als ich auf den ersten Seiten förmlich mit fremden Bezeichnungen und Namen überschüttet wurde. Das war viel zu viel Information auf einmal, sodass ich erst einmal auf das Glossar zugreifen musste. Nachdem ich mir schließlich einen kleinen Überblick geschaffen hatte, ging es schon viel besser und ich konnte mich in die Geschichte fallen lassen. Die von Samantha Shannon kreierte Welt ist einerseits wirklich sehr komplex, andererseits aber auch von A bis B durchdacht und total ungewöhnlich. Darüber hinaus hält sie an jeder Stelle unzählige Geheimnisse parat, die ich alleine schon wegen meiner Neugier näher erkunden wollte.

Wir befinden uns in London in der Zukunft, das von einer Regierung beherrscht wird, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle Menschen, die eine seherische Begabung haben zu verfolgen und in den meisten Fällen zu ermorden. Die „Seher“ müssen also ständig auf der Hut sein und sich am besten so unauffällig wie möglich verhalten. Da das auf Dauer jedoch keine Lösung ist, hat sich ein großer Teil in den Untergrund zurückgezogen und zu Gangs formiert. So auch unsere Protagonistin Paige, die eine ganz besondere Gabe besitzt. Sie kann in die Traumwelten anderer Leute eindringen. Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, fand ich diese Information sehr spannend, weshalb ich immer weitergelesen habe, da ich unbedingt erfahren wollte, wohin ihre die Reise führen wird.

Schließlich kommt es dazu, dass Paige gefangen genommen und nach Sheol 1 gebracht wird. Sheol 1 ist eine Stadt, von der so gut wie keiner weiß, da hier das Volk der Rephait lebt. Alle 10 Jahre werden bei der sogenannten Knochenrente gefangene Seher nach Sheol 1 gebracht und von einem Rephait ausgebildet. Von diesem Zeitpunkt an zieht das Spannungslevel noch einmal gehörig an. Man kann sich nie sicher sein, was auf der nächsten Seite passieren wird. Dazu sammeln sich eine Menge Fragen an: Allen voran natürlich wer diese Rephait sind, welche Ziele sie verfolgen, ob sie Freund oder Feind ist und wie es wohl für Paige weitergehen wird.

Als Leser wird man von der Handlung förmlich gefangen genommen, wenn ich auch sagen muss, dass es sich im Mittelteil ziemlich gezogen hat. Das letzte Drittel war hingegen wieder das komplette Gegenteil und wurde von mir in einem Rutsch verschlungen.
Samantha Shannon hat einen einfachen und lockeren Schreibstil, der sich schön flüssig lesen lässt. Sie erzählt sehr detailreich, wodurch man sich die von ihr geschaffene Welt und die Charaktere sehr gut vorstellen kann. Stellenweise entstehen dadurch auch ein paar kleine Längen, die nicht sein müssten. Der Großteil des Buches ist jedoch unglaublich lebhaft und actionreich. Die Spannung kommt niemals zu kurz! Bei einigen Szenen konnte ich die drohende Gefahr und die damit verbundene Panik förmlich spüren. 

 Paige fand ich von der ersten Begegnung an wirklich toll, da sie eine starke Persönlichkeit ist, die genau weiß wie sie sich in ihrer rauen, gefährlichen Umwelt zu verhalten hat. Ihre Gabe hat ihr früheres Leben komplett auf den Kopf gestellt, doch zum Glück hatte sie damals Freunde, die ihr geholfen haben. Das Syndikat ist ihr zuhause. Dort kann sie unter Gleichgesinnten sein und ihre Begabung ausleben. Als sie eines Tages geschnappt wird, wird ihr Leben auf ein Neues durcheinander gebracht. Auf einmal muss sie sich nicht mehr verstecken, kann ihre Fähigkeit offen zeigen, doch der Kampf ums Überleben ist trotzdem geblieben, denn auch in Sheol kann sie nicht frei entscheiden. Sie muss sich an einige Regeln, was ihr nicht gerade leicht fällt ihr. Ebenso schwierig ist ihre Beziehung zu ihrem Wächter. Eigentlich möchte sie ihn aus tiefsten Herzen hassen und doch kann sie nicht verhindern, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlt…

Arcturus, Paiges Wächter, blieb mir bis zum Schluss ein Rätsel. Ich mochte ihn zwar mit der Zeit immer mehr, da man merkt, dass er anders ist, als die anderen Rephaits, gleichzeitig hat er mich mit seinem widersprüchlichen Handeln mehr als einmal verwirrt. Über seine Hintergründe tappt man echt lange im Dunkeln. Das einzige, was man ganz genau von ihm weiß: Er verbirgt irgendein dunkles Geheimnis…


Mit „The Bone Season: Die Träumerin“ entführt Samantha Shannon ihre Leser in eine wirklich fantasievolle Welt, die sehr komplex und unglaublich facettenreich ist, wodurch sie sich von anderen Büchern definitiv abhebt. Doch die Autorin konnte mich nicht nur mit ihrem Ideenreichtum begeistern. Die Geschichte ist – mal abgesehen vom Mittelteil – durchweg spannend und mit einigen unerwarteten Überraschungen versehen, sodass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen wollte. Ich bin richtig neugierig wie es weitergehen wird und freue mich schon sehr auf Band 2. 
 




Samantha Shannon, geboren 1991, wuchs im Londoner Westen auf, wo sie mit fünfzehn das Schreiben begann. Sie hat gerade ihr Literaturstudium am St Anne’s College in Oxford beendet. »Die Träumerin« ist der erste Band einer siebenteiligen Serie um die junge Seherin Paige Mahoney. Die Übersetzungsrechte wurden in mehr als zwanzig Länder verkauft und eine Verfilmung ist in Arbeit.  [Quelle: Verlagshomepage Berlin Verlag]