Freitag, 14. November 2014

(Leseeindruck) "Wild Cards: Das Spiel der Spiele" herausgegeben von George R.R. Martin

http://www.amazon.de/Wild-Cards-Das-Spiel-Spiele/dp/3764531274/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1415973847&sr=8-1&keywords=wild+cards+das+spiel+der+spiele 
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Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht. 

 
Ein neues Buch von George R.R. Martin und dann noch eins bei dem sich der Klappentext so genial anhört? Das muss ich einfach lesen! „Wild Cards“ ist deshalb auch relativ zeitnah nach Erscheinen bei mir eingezogen, dann aber erst einmal auf meinem SUB gelandet, da die ersten Rezensionen doch etwas durchwachsen ausgefallen sind. Außerdem habe ich erfahren, dass a) George R.R. Martin nicht der alleinige Autor dieses Buch ist, sondern noch einige andere Autoren an der Geschichte mitgewirkt haben und b) es im Englischen bereits 22 Bände in der Wild Cards-Reihe erschienen sind, was mich etwas abgeschreckt hat. Doch meine Neugier konnte sich schließlich durchsetzen :) Die Idee hinter der Story ist auf jeden Fall mal was komplett Neues!

Nach dem zweiten Weltkrieg hat sich auf der Welt der Wild-Card-Virus ausgebreitet, der einen Teil der Menschen mutieren ließ – die Geburtsstunde der Joker und der Asse. Während Joker aber „nur“ körperliche Veränderungen aufweisen, besitzen Asse ganz besondere Kräfte. So wie Jonathan Hive, einer der vielen Charaktere, die wir im Laufe des Buches kennenlernen, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann. Aber wer besitzt die größte bzw. beeindruckenste Fähigkeit? Dieser Frage geht die Castingshow „American Hero“ nach… Und während die Asse ihre Fähigkeit bei verschiedenen Prüfungen unter Beweis stellen, eskaliert in Ägypten die Situation.

Zu Anfang bekommt man die wichtigsten Hintergrundinformationen geliefert, um sich in der Welt der Asse und Joker zurecht zu finden. Mich hat dabei die Komplexität, vor allem was die Charaktere betrifft (davon gibt es wirklich eine Menge) fasziniert. Jeder ist auf seine Art und Weise einzigartig und es ist super spannend zu sehen wie sie ihre besonderen Fähigkeiten einsetzen können. Die Kapitel werden abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man mehr über das Leben der einzelnen Asse erfährt oder was sie dazu bewogen hat bei der Show mitzumachen. Einige Charaktere habe ich dadurch nicht ganz so sympathisch gefunden wie andere, dementsprechend habe ich auch ihre Kapitel nicht so gerne gelesen.

Wie es sich für eine Castingshow gehört, herrscht nicht immer nur eitel Sonnenschein zwischen den Kandidaten, sondern es kommt auch mal zu Streits, kleinen Zankereien oder Auseinandersetzungen. Intrigen werden gesponnen, Freundschaften geheuchelt…das übliche Drama eben um eine Show interessant zu machen und höhere Einschaltquoten zu bekommen. Mit der Zeit lernen die Kandidaten jedoch, dass sie sich zusammenreißen und als Team funktionieren müssen, wenn sie die Herausforderungen bestehen wollen.

Alles rund um „American Hero“ (inklusive Gesellschaftskritik) hat mir richtig gut gefallen, wobei ich manche Details nicht ganz so interessant fand. Je weiter die Geschichte fortschritt, wurde der Fokus eher auf Ägypten gelegt und es kamen noch ein paar neue Charaktere dazu, was mich ein bisschen durcheinander gebracht hat, da ich gerade mal die Namen der anderen auseinander halten konnte. Allgemein hat mir nicht so gefallen, dass es immer wieder Längen gab und ich das Gefühl hatte auf der Stelle zu tappen bzw. nicht voran zu kommen. Stellenweise musste ich mich regelrecht durch die Seiten quälen, wodurch mir der Drang unbedingt weiterlesen zu müssen, abhanden gekommen ist, obwohl es einige unerwartete Wendungen gab. (Mehr kann ich leider nicht ins Detail gehen, da ich ansonsten spoilern würde!) Zum Schluss habe ich eigentlich nur noch weitergelesen um zu erfahren wie alles endet.  

 
„Wild Cards: Das Spiel der Spiele“ hat mich – nach anfänglicher Begeisterung – doch eher zwiegespalten zurückgelassen. Denn obwohl ich die Idee hinter der Geschichte wirklich spannend finde und mir die komplexe Welt, die George R.R. Martin und seine Autorenkollegen entworfen haben, sehr gut gefällt, musste ich mich stellenweise richtig durch die Seiten quälen, was meinen Lesespaß ziemlich geschmälert hat. Tja und von da an war es mit meiner Begeisterung vorbei. Abschließend kann ich noch nicht genau sagen, ob ich diese Reihe fortsetzen werden.
 




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- Sarina