Samstag, 25. Oktober 2014

(Leseeindruck) "If you leave: Niemals getrennt" von Courtney Cole

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Madison führt seit dem Tod ihrer Eltern das kleine Familienrestaurant. Dieses in schwierigen Zeitn geöffnet zu halten, erfordert all ihre Zeit, daher spielen Männer in Madisons Zukunftsplanung keine Rolle. Doch dann tritt ein Mann in ihr Leben, der das verändert: Gabriel Vincent. Aber sowohl Madison als auch Gabriel haben in der der Vergangenheit schwierige Zeiten durchlebt, und sie müssen beide erst lernen, dass sie nur mit Hilfe des anderen diese überwinden können.

 
Da mir Mila & Pax Geschichte – mal abgesehen von ein paar kleinen Kritikpunkte - eigentlich ganz gut gefallen hat, habe ich schließlich auch zu „If you leave“ gegriffen. „If you leave“ ist eine indirekte Fortsetzung, in dem Milas ältere Schwester Madison, die wir bereits in „If you stay“ kennenlernen durften, im Mittelpunkt steht. Damals war sie mir nicht sonderlich sympathisch, aber im Nachhinein bin ich trotzdem froh ihrer Geschichte eine Chance gegeben zu haben. Courtney Cole hat es nämlich geschafft mich an einigen Stellen vollkommen unerwartet zu berühren sowie zum Nachdenken anzuregen.

Darüber hinaus habe ich Madison und ihr Verhalten mehr und mehr zu verstehen gelernt, denn obwohl sie noch ziemlich jung ist, musste sie bereits einige Schicksalsschläge verkraften. Besonders der Unfalltod ihrer Eltern hat ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Vom einen auf den anderen Tag musste sie erwachsen werden, ihre Pläne als Model begraben und Verantwortung für das Familienrestaurant übernehmen. Kein Wunder also, dass Madison verlernt hat einfach mal Spaß zu haben und an sich zu denken. Als sie eines Abends mit ihrer Freundin Jacey feiern geht, lernt sie zufällig Gabriel kennen, der sie vom ersten Moment an fasziniert. Außerdem scheint zwischen ihnen eine große Anziehungskraft zu bestehen…

Ganz so schnell geht es mit den beiden dann allerdings doch nicht, denn nicht nur Madison schleppt eine Menge Ballast mit sich herum, sondern auch Gabriel. Einen Vorgeschmack gibt es gleich zu Anfang, wobei das Ausmaß seiner Probleme erst nach und nach deutlich wird. Gabriel ist ein ehemaliger US Ranger, der bis vor ein paar Monaten noch in Afghanistan stationiert war, seinen Dienst jedoch quittiert hat, da er es dort keine Sekunde mehr ausgehalten hat. Irgendein Vorfall scheint tiefe Spuren auf seiner Seele hinterlassen zu haben…

Für mich war es wirklich überraschend, dass die Autorin denn Hauptaugenmerk nicht auf die Liebesgeschichte gelegt hat, sondern den Leser vor allem für die Probleme ihrer beiden Protagonisten sensibilisieren wollte. Die Gefühle von Madison als auch von Gabriel wurden daher sehr nachvollziehbar herübergebracht, was der Geschichte viel Tiefgang verliehen hat.

Posttraumatische Belastungsstörung ist kein einfaches Thema, doch Courtney Cole hat sich damit ausführlich auseinandergesetzt und einem die Auswirkungen erschreckend real vor Augen geführt. (In dem Zusammenhang ist mir das Nachwort im Gedächtnis geblieben. Als ich es gelesen habe, musste ich ganz schön schlucken!). Gabriels Situation ist mir deshalb besonders nahe gegangen.

Madison war mir im Gegensatz zu Gabriel nicht von Anfang an sympathisch. Es hat erst einmal ein Weilchen gebraucht bis ich hinter ihre kratzbürstige Fassade schauen durfte und ich sie in mein Herz geschlossen habe. Sie tat mir echt leid, da das was sie schon alles erlebt hat, sie mehr sehr geprägt hat. Beispielsweise hat sie von der komplizierten Beziehung ihrer Eltern deutlich mehr mitbekommen als Mila und dementsprechend auch mehr darunter gelitten. Mit der Zeit wird ihr jedoch wie Gabriel klar, dass sie sich nicht ewig von ihrer Vergangenheit, ihren Problemen etc. verschließen darf, sondern sich mit ihrer Angst und ihrem Schmerz auseinandersetzen muss, um endgültig einen Schlussstrich ziehen und nach vorne schauen zu können.

Dadurch, dass nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, sondern beide Protagonisten für ihre Liebe bzw. eine gemeinsame Zukunft kämpfen müssen, kommt ordentlich Spannung auf. Man hofft natürlich bis zum Schluss, dass sie es schaffen werden alle Hindernisse zu überwinden. Die Dramatik kommt dabei nicht zu kurz, wobei es mir am Ende doch etwas zu viel des Guten wurde.  


Mit „If you leave“ ist Courtney Cole eine schöne Geschichte gelungen, die mit sehr viel Tiefgang und Gefühl überzeugt. Sie hat es geschafft mich an die Seiten zu fesseln und mich zum Nachdenken anzuregen. Madison und Gabriel sind zwei authentische Charaktere, die sich von Anfang an zueinander hingezogen fühlen, aber durch den Ballast, den sie tagtäglich mit sich herumschleppen, niemanden richtig an sich heranlassen. Im Laufe des Buches bekommen ihre Schutzmauern jedoch Risse und sie begreifen, dass sie sich mit ihren mit ihren Problemen auseinandersetzen müssen, wenn sie eine gemeinsame Zukunft haben wollen. Sehr gefreut hat mich im Übrigen das Wiedersehen mit Mila und Pax, da ich wirklich neugierig war, wie es mit den beiden weitergeht. .
 


Courtney Cole wuchs im ländlichen Kansas auf. Nach einem Abschluss in Betriebswirtschaftslehre arbeitete sie zunächst in der Marketingabteilung einer großen amerikanischen Firma, bevor ihr erster New-Adult-Roman IF YOU STAY – FÜREINANDER BESTIMMT die amerikanischen E-Book-Charts eroberte. Courtney Cole lebt mit ihrem Mann und drei Kindern am Lake Michigan und arbeitet bereits an ihrem nächsten Roman. [Quelle: Verlaghomepage Droemer Knaur]

 
  


1 Kommentar:

  1. Ich fand den zweiten Teil auch besser als den ersten ;)))
    Schönes WOchenende!

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- Sarina