Samstag, 18. Oktober 2014

(Kurz & Knapp) "Der ungewöhnliche Held aus Zimmer 13 B" von Teresa Totem

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Als Adam das Mädchen Robyn trifft, weiß er nach einer Sekunde, dass sie die Liebe seines Lebens ist. Ihre kohlschwarzen Wimpern und himmelblauen Augen hauen ihn einfach aus seinen farbabgestimmten Socken. Doch wie soll er je eine „normale“ Beziehung mit Robyn haben, wenn sein Leben alles andere als normal verläuft? Zum einen gibt es seine geschiedenen Eltern und den kleinen Halbbruder, der wie eine Klette an Adam klebt – zum anderen kämpft Adam mit dem Ungeheuer namens Zwangsneurose. Noch dazu bekommt seine Mutter seit kurzem Drohbriefe. Doch Adam will Robyns Batman sein – und gemeinsam können sie vielleicht alles Böse der Welt besiegen… 

 
Es kommt wirklich selten vor, dass mir mal die Worte fehlen bzw. ich nicht weiß was ich zu einem Buch schreiben soll, da ich eigentlich immer etwas zu sagen habe. „Der ungewöhnliche Held aus Zimmer 13B“ ist so ein Beispiel, wobei ich gleich klarstellen möchte, dass das nichts Negatives ist. Im Gegenteil, Teresa Toten hat eine richtig schöne Geschichte geschrieben, die einen zum Schmunzeln bringt, stellenweise allerdings auch traurig stimmt.

Ein ganz großer Pluspunkt waren für mich die Charaktere. Zwar sind sie alle ein wenig ungewöhnlich, aber dafür durch und durch liebenswert. Vor allem Adam war mir von der ersten Seite an sehr sympathisch. Wir lernen ihn und sein Leben, das aufgrund seiner Zwangsneurosen sowie seiner komplizierten Familiensituation alles andere als leicht ist, Stück für Stück kennen und bekommen dabei gleichzeitig einen Einblick in seine Gedanken- und Gefühlswelt, sodass man zu ihm eine ganz besondere Bindung aufbaut. Man erfährt was ihn beschäftigt, was ihm Sorgen bereitet etc. und kann es zu 100% nachvollziehen. Adam würde am liebsten allen aus seinem Umfeld helfen, obwohl er hauptsächlich an sich denken müsste, wenn er irgendwann einmal gesund werden möchte.

Auch die anderen Mitglieder der Selbsthilfegruppe habe ich im Laufe der Zeit in mein Herz geschlossen. Alle haben ihre Ecken und Kanten, die jedem etwas Einzigartiges verleihen. Im Übrigen fand ich es schön zu beobachten wie sie sich nach und nach öffnen, zu einer Gemeinschaft zusammen wachsen, Freunde werden und sich gegenseitig motivieren nicht aufzugeben, sondern weiter gegen ihre „Ängste“ anzukämpfen um sie endlich zu überwinden.

Ach ja fast hätte ich Adams Halbbruder Sweetie vergessen, den ich einfach nur zuckersüß fand. Er tat mir aber auch total Leid, da er in seinem jungen Alter bereits mit ernsthaften Problemen und Anfällen zu kämpfen hat. Adam und er haben daher ein besonders enges Verhältnis zueinander. Wie eng diese Beziehung zwischen den beiden Brüdern ist, hat mich wirklich sehr berührt.

Das einzige, was ich mir gewünscht hätte wenn die Autorin hier und da noch ein wenig mehr in die Tiefe gegangen wäre und sie das Ende nicht so offen gelassen hätte.  

 
Mit „Der ungewöhnliche Held aus Zimmer 13B“ hat Teresa Toten eine sehr schöne und tiefgründige Geschichte geschrieben, die neben einigen humorvollen Stellen hier und da auch ernstere Töne anschlägt. Die Charaktere, die alle ein wenig ungewöhnlich sind, muss man einfach in sein Herz schließen, wobei man vor allem zu Adam eine enge Beziehung aufbaut. baut man eine sehr enge Beziehung auf. Man grübelt mit ihm über seine Sorgen und hofft, dass er letztendlich den Bogen kriegen wird.


  
Teresa Toten wurde in Zagreb, Kroatien geboren, doch ihre Familie emigrierte noch am Tag ihrer Geburt nach Kanada. Sie nahm sich fest vor, nicht so etwas Albernes und Unrealistisches zu werden wie Schriftstellerin, und machte ihren Magisterabschluss in Volkswirtschaft an der Universität von Toronto. Doch bald darauf fing sie mit dem Schreiben an. Ihr neuester Jugendbuchroman, Der ungewöhnliche Held aus Zimmer 13B, erhielt den kanadischen Staatspreis für Literatur – den Governor General’s Literary Award. Heute lebt Teresa Toten mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Toronto. [Quelle: Verlagshomepage cbt Verlag]

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- Sarina