Freitag, 22. August 2014

(Kurz & Knapp) "Unter Räubern" von Andreas Venzke

http://www.amazon.de/Unter-R%C3%A4ubern-Andreas-Venzke/dp/3414823802/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1408291684&sr=8-1&keywords=Unter+R%C3%A4ubern 
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Sebastian will weg von der Stuttgarter Carlsschule, der Elite-Anstalt für die aufstrebenden Söhne des Landes. Mit Schlagstock und Arrestzelle werden hier aus sensiblen Seelen "harte Männern" gemacht. Zusammen mit seinem besten Freund gelingt Sebastian die Flucht. Sie entdecken die "andere Seite" der Gesellschaft, werden von Räubern aufgenommen und zeigen bald großes Talent fürs Gaunerhandwerk. Berauscht von der Freiheit, wird für Sebastians Leben wieder alles anders, als er nach einem Überfall Marie als Gefangene ins Räuberlager bringt. Die Tochter aus gutem Hause erobert sein Herz und er weiß, bei den Räubern kann er nicht bleiben...

 
Ab und zu lese ich gerne mal historische Geschichten, da ich mich gerne in eine längst vergangene Zeit entführen lasse. Auf Unter Räubern war ich jedoch besonders gespannt, da es in Württemberg um 1780 spielt und ich in der Nähe Stuttgart wohne. Bisher habe ich nämlich noch kein Buch gelesen, dass in meiner Region spielt :) 

Der Anfang der Geschichte war wirklich sehr interessant. Wir lernen Sebastian und Johann kennen, die auf die Stuttgarter Carlsschule, eine Elite-Anstalt, die von Herzog Carl Eugen errichtet wurde, gehen. Man merkt aber schon auf den ersten Seiten, dass diese Schule nichts für Schwächlinge ist. Im Gegenteil! Mithilfe harter Erziehungsmaßnahmen, Zucht und Ordnung sollen die jungen Männer lernen dem Willen des Herzogs zu gehorchen.

Eines Tages haben Sebastian und Johann allerdings die Schnauze voll und wagen die Flucht. Zuerst schlagen sie sich alleine durch den Wald, bis sie Delene und ihrem Bruder Patro begegnen, die ihnen über die Grenze nach Pforzheim helfen. Doch anstatt ihr Glück dort zu versuchen, entschließen die zwei sich ihnen und den anderen Räubern anzuschließen…

Die Atmosphäre, die einen während des Lesens umgibt, war richtig toll. Es kam mir so vor als wäre ich mit vor Ort und würde alles durch mit eigenen Augen sehen bzw. erleben. Die Handlung an sich weist dafür ein paar kleine Mängel auf. Es ist zwar interessant das Leben der Räuber mitzuverfolgen, nur leider ist so gut wie kein Spannungsbogen zu erkennen. Ich konnte das Buch auch mal aus der Hand legen, ohne das Bedürfnis zu haben sofort weiterlesen zu müssen. Die Charaktere, die mir im Grunde gut gefallen haben, blieben ebenfalls ein wenig blass. Von Sebastian, der quasi der Erzähler der Geschichte ist, bekommen wir die Gedanken und Gefühle hautnah mit, sodass man wenigstens zu ihm eine Beziehung aufbauen konnte. Zu den anderen konnte ich die Distanz aber nicht überwinden.

Zum Schluss hin wird es schließlich etwas spannend, sodass ich die letzten Seiten in einem Rutsch durchgelesen habe. Das Ende war mir jedoch viel zu abrupt und einige Fragen sind offen geblieben.

 
"Unter Räubern" von Andreas Vendzke ist eine interessante und atmosphärische Geschichte, die von der Handlung jedoch ein paar Schwachstellen aufweist. Außer kurz vor Schluss ist kaum ein Spannungsbogen zu erkennen, sodass man das Buch gut zur Seite legen kann ohne das Bedürfnis zu haben weiterlesen zu müssen. Insgesamt gesehen ist es jetzt nichts herausragendes, aber dafür ein gutes Buch für Zwischendurch!  


 
Andreas Venzke wurde 1961 in Berlin geboren und lebt heute in Freiburg im Breisgau. Seit seinem Studienabschluss arbeitet er als freiberuflicher Schriftsteller, Übersetzer und Journalist. Venzke übersetzt Bücher, schreibt für Zeitschriften und Rundfunk und verfasst Geschichten für Literaturmagazine. Er hat sich besonders mit seinen kindgerechten Biografien über Personen der Zeitgeschichte wie zum Beispiel Alexander von Humboldt, Friedrich Schiller oder Johann Wolfgang von Goethe einen Namen gemacht. Seine Kinder- und Jugendbücher wurden mehrfach ausgezeichnet. [Quelle: Verlagshomepage Bastei Lübbe]


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- Sarina