Dienstag, 15. Juli 2014

(Rezension) "Die 5. Welle" von Rick Yancey

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Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ...

Auf den ersten Seiten fängt die Geschichte schon einmal sehr vielversprechend an. Die Einleitung war richtig fesselnd geschrieben und hat mich neugierig auf die restliche Handlung gemacht. Anschließend wirft Rick Yancey den Leser mitten ins Geschehen und lässt ihn die Protagonistin Cassie kennenlernen. Cassie ist ganz alleine unterwegs und scheint seit der Ankunft der „Anderen“ auf der Erde schon einiges durchgemacht zu haben. Was genau berichtet sie uns nach und nach, wobei einem das volle Ausmaß des aktuellen Weltszenarios vor Augen geführt wird.

Nachdem das Raumschiff der „Anderen“ am Himmel aufgetaucht ist, waren die Menschen zunächst nicht sonderlich beunruhigt. Selbst als die Außerirdischen keine Anstalten machten um Kontakt zu ihnen aufzunehmen, bestand kein Grund zur Sorge. Erst als die 1.Welle jegliche Form von Elektrizität vernichtet und die 2. Welle sämtliche Küstenstädte überflutet hat, ist der Ernst der Lage endlich begriffen worden. Allerdings war es da schon zu spät, denn mit der 3.Welle wurden beinahe alle Menschen ausgelöscht. Aber auch die wenigen Überlebenden sind nur kurz dem Tod entkommen…Nach der 4. Welle wurden außerirdische Soldaten auf sie angesetzt, die von ihrem Aussehen kaum von den Menschen zu unterscheiden sind. Keiner kann dem anderen vertrauen und so ist auch Cassie ständig auf der Hut. Sie denkt nämlich überhaupt nicht daran sich einfach umbringen zu lassen - nicht bevor sie ihren kleinen Bruder Sammy gefunden hat…

Doch als Cassie schwer verwundet wird, muss sie ihrem Retter Evan wohl oder übel Vertrauen schenken…

Der erste Teil war wie schon gesagt super spannend und interessant, weshalb ich ein wenig enttäuscht war, dass es im Mittelteil stellenweise etwas langatmig wurde. Das aber wohl vor allem an meiner eigenen Ungeduld ;) Es gibt ein oder zwei Perspektivwechseln, die dem Leser einen Einblick in das momentane Leben einer anderen Person geben und mich anfangs etwas verwirrt haben, da ich nicht wusste wer überhaupt erzählt. Dadurch und aufgrund des etwas nüchternen Schreibstils, kam ich nur langsam voran. Dabei wollte ich so gerne wissen wie es mit Cassie weitergeht. Außerdem war ich echt gespannt welche Katastrophe die 5. Welle bringt.

Nach der kleinen Durststrecke wird es jedoch wieder um einiges besser und ich fand auch die Teile, die aus der Sicht von Ben Parrish alias Zombie und Cassies kleinem Bruder erzählt wird, gut, da man langsam merkt wie alles zusammenhängt. Einige überraschende Wendungen und Erkenntnisse, die man gar nicht wahrhaben möchte, geben der Geschichte einen neuen Reiz. Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Cassie war mir ganz sympathisch. Sie ist ein mutiges und sehr entschlossenes Mädchen, das gelernt hat wie sie in dieser rauen Welt, die an jeder Ecke Gefahren bereithält, überlebt. Auf der anderen Seite ist sie aber auch stark verunsichert und tut sich schwer Vertrauen aufzubauen, was bei den Lebensumständen jedoch absolut nachvollziehbar ist. Als sie Evan trifft kommt es in ihr zu einem totalen Gefühlschaos und sie ist hin und hergerissen. Zu gerne möchte sie ihm vertrauen, doch ihre Zweifel kann sie einfach nicht von jetzt auf gleich ausblenden.

Das Ende lässt mich für den Moment recht zufrieden zurück, aber vor allem wenn es um die Absichten und Pläne der Außerirdischen geht, sind bei mir noch einige Fragen offen geblieben, die hoffentlich in Band 2 und 3 gelöst werden.

 
Mit „Die 5.Welle“ ist Rick Yancey ein guter Auftakt für seine dystopische Trilogie gelungen, der jedoch ein paar Schwächen aufweist. Konnte mich die Einleitung und die ersten Kapitel vollkommen mitreißen und fesseln, knickt im Mittelteil die Spannung teilweise etwas ein und ich musste mich selbst zum Weiterlesen antreiben. Im hinteren Drittel wird dafür um einiges besser. Nach einige überraschenden Wendungen und Erkenntnisse konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin gespannt wie es mit Cassie, ihrem kleinen Bruder Sammy, Evan und Zombie weitergeht.  
 


Rick Yancey ist ein preisgekrönter Autor, der mit dem ersten Teil seiner Trilogie „Die fünfte Welle“ nicht nur die amerikanischen Bestsellerlisten stürmt. Wenn er nicht gerade schreibt oder darüber nachdenkt, was er schreiben könnte, oder das Land bereist, um übers Schreiben zu reden, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie in seiner Heimat Florida. [Quelle: Verlagshomepage Goldmann Verlag]


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- Sarina