Sonntag, 22. Juni 2014

(Rezension) "Unsterblich: Tor der Nacht" von Julie Kagawa

http://www.amazon.de/Unsterblich-Nacht-Roman-Heyne-fliegt/dp/3453268695/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1403434406&sr=8-1&keywords=Unsterblich+Tor+der+Nacht 
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In einer Welt, in der die Menschen von den Vampiren wie Sklaven gehalten werden, hat die siebzehnjährige Allison die einzig richtige Entscheidung getroffen: Sie hat die Unsterblichkeit gewählt und genießt nun die Vorzüge eines sorgenfreien Lebens unter den Vampiren. Doch ihre Vergangenheit lässt sie nicht los, und als Allie an den Ort zurückkehrt, der einst ihre Heimat war, macht sie eine furchtbare Entdeckung: Die Rote Schwindsucht, die den Menschen vor Allies Geburt zum Verhängnis wurde, ist zurückgekehrt. Und diesmal sind auch die Vampire gefährdet, sich anzustecken. Nur einer kann vielleicht Abhilfe schaffen: Kanin, Allies »Schöpfer«. Unter den Vampiren gilt er jedoch als abtrünnig, und niemand weiß, wo er sich aufhält. Wird es Allie rechtzeitig gelingen, ihn zu finden?

 
 
Anders als erwartet ist mir der Einstieg in die Geschichte nicht ganz so leicht gefallen. Der erste Band liegt jetzt mittlerweile ein Jahr zurück, weshalb mir die meisten Ereignisse nur noch bruchstückhaft im Gedächtnis geblieben sind. Dank einigen Rückblenden, die die Autorin in die Handlung eingebaut hat, wurden meine Erinnerungen wieder auf Vordermann gebracht, sodass ich mich mit Allie in ein neues Abenteuer stürzen konnte.

Nachdem Allie dafür gesorgt hat, dass Zeke und seine Gruppe heil in Eden angekommen sind und in Zukunft in Sicherheit leben können, ist sie nun auf der Suche nach ihrem Schöpfer Kanin, der in großer Gefahr steckt. Letzteres weiß sie, da sie mit ihm über eine Blutsbindung verbunden ist und so seine Gedanken, Schmerzen etc. hautnah spürt. Auf ihrer Suche trifft sie zufällig auf ihren Blutbruder Jackal, den sie am liebsten umbringen würde nachdem was er ihr und ihren Freunden bei ihrer letzten Begegnung angetan hat. Doch letztendlich sieht sie ein, dass sie auf seine Hilfe angewiesen ist. Und so schließen beide – nach kurzem Zögern - einen Handel ab. Auf ihrem Weg warten allerlei Gefahren, Hindernisse und Probleme auf die zwei, denn Sarren, der Vampir der Kanin in seiner Gewalt hat, verfolgt senen eigenen perfiden Plan…

In Sachen Spannung steht der zweite Band seinem Vorgänger wirklich in nichts nach. Der Anfang war zwar etwas ruhiger, aber dafür hat es die restliche Geschichte absolut in sich. Die ohne schon düstere Zukunftsvision weist neue Schattenseiten auf, die die Lage für Vampire und Menschen weiter einschränkt und hoffnungsloser erscheinen lässt. Gleichzeitig sind die Geschehnisse unglaublich mitreißend und fesselnd. Man möchte stets wissen was als nächstes passiert.

Abschnittsweise gibt es Kampfszenen, die mich jedes Mal mitfiebern haben lassen, besonders zum Ende hin ist die Stimmung zum Zerreisen gespannt. Der atemberaubende Showdown im hinteren Teil des Buches lässt einen vollkommen gebannt an den Worten der Autorin hängen. Am unerwartetsten ist jedoch der Ausgang der Geschichte, da Frau Kagawa hier noch einmal eine Wendung einwirft, die einen fassungslos und schockiert zurücklässt. Am liebsten würde man auf der Stelle zum dritten Band greifen.
 
Zu Julie Kagawas Schreibstil möchte ich eigentlich nicht viel sagen, außer, dass ich restlos begeistert davon bin. Er lässt sich locker und flüssig lesen, sodass man sich schon nach kurzer Zeit zwischen den Zeilen verliert. Man merkt gar nicht wie die Seiten an einem vorbei fliegen, bis man am Ende des Buches angelangt ist. Trotz des eher düsteren Zukunftsszenarios, das einem erschreckend real vorkommt, sind immer wieder lustige und unterhaltsame Stellen meistens in Form von Schlagabtauschen zwischen Allie und Jackal zu finden.

 
Allie war mir wie im Vorgänger super sympathisch und ich konnte mich wirklich gut in sie hineinversetzen. Sie ist eine starke Protagonistin mit einem großen Kampf- und Überlebenswille, die allerdings auch ihre weichen Seiten hat. In „Tor der Nacht“ muss sie erkennen, dass es manchmal gar nicht so leicht ist an seinem Ziel festzuhalten, vor allem nicht wenn die eigenen Emotionen und Gefühle mit ins Spiel kommen. Sie machen einen angreifbar und beeinflussen unbewusst. Und so steht Allie des öfteren vor der Frage ob sie auf ihre Vernunft oder ihr Herz hören soll. Im Verlauf dieses Buches wird deutlich, wie sie sich weiterentwickelt und reifer wird.

Für die größere Überraschung hat jedoch Jackal gesorgt. Obwohl er sehr selbstgefällig und arrogant herüberkommt und auch vor brutaler Gewalt nicht zurückgeschreckt, habe ich ihn irgendwie zu schätzen bzw. mögen gelernt. Die Schlagabtausche, die er und Allie sich immer gegeben haben, seine Sprüche und sarkastischen Anmerkungen haben mich durchweg zu schmunzel gebracht. Hin und wieder lässt er einen auch hinter seine Fassade schauen, wodurch er zusätzlich Pluspunkte bei mir gesammelt hat.

Ganz unverhofft gibt es ein Wiedersehen mit einer Person, die mir in Band 1 sehr ans Herz gewachsen ist. Ich hätte nicht damit gerechnet ihn so schnell wieder zu treffen. Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass er wieder mit vor der Partie war, da die Situation mit ihm, Allie und Jackal die Atmosphäre deutlich aufgelockert hat.

 
Obwohl ich zu Beginn ein paar kleine Starschwierigkeiten hatte, konnte mich Julie Kagawa mit „Unsterblich. Tor der Nacht“ wieder restlos begeistern. Zusammen mit Allie stürzt man sich in ein neues düsteres und gefährliches Abenteuer, das in Sachen Spannung kaum zu toppen ist und immer wieder mit unerwarteten Wendungen überrascht. Die actionreichen Kampfszenen haben mich jedes Mal aufs Neue mitgerissen und mich mitfiebern lassen. Aber auch sonst habe ich mich keine einzige Sekunde gelangweilt. Eine grandiose Fortsetzung!
 



Schon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben: Langweilige Schulstunden vertrieb sie sich damit, all die Geschichten festzuhalten und zu illustrieren, die ihr im Kopf umher spukten - nicht gerade zur Freude ihrer Lehrer. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie später ihr größtes Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Sie lebt und schreibt mit ihrem Mann, zwei schwer erziehbaren Katzen und zwei Hunden in Louisville, Kentucky. [Quelle: Verlagshomepage Heyne




  
 





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- Sarina