Montag, 9. Juni 2014

(Rezension) "Es duftet nach Sommer" von Huntley Fitzpatrick

http://www.amazon.de/duftet-nach-Sommer-Huntley-Fitzpatrick/dp/3570157504/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1402304460&sr=8-1&keywords=es+duftet+nach+sommer 
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Die 17-jährige Gwen kann es nicht fassen: Ausgerechnet der größte Fehler ihres Lebens, Cassidy Somers, lässt sich dazu herab, den Sommer über auf ihrer Heimatinsel als Gärtner zu jobben. Anders als Gwen, die befürchtet, sich wie ihre Eltern mit miesen Jobs durch Leben schlagen zu müssen, ist er einer der reichen Kids vom Festland. Doch Gwen träumt davon, dem allen zu entfliehen. Nur was würde das für ihr Leben bedeuten? Gwen verbringt einen berauschenden Sommer auf der Suche nach Antworten darauf, was ihr wirklich wichtig ist, an ihrem Zuhause, den Menschen, die sie liebt und schließlich an sich selbst. Und an Cassidy, der sie in einen verwirrenden Gefühlstaumel zwischen magnetischer Anziehungskraft und köstlicher Unsicherheit stürzt. 

 
Nachdem mich Huntley Fitzpatrick letzten Sommer mit ihrem Debüt „Mein Sommer nebenan“ restlos begeistern konnte, war ich natürlich richtig gespannt was ihre neue Geschichte zu bieten hat. Auf den ersten Seiten wurde ich gleich wieder von Frau Fitzpatricks wunderbarer leichten Art des Erzählens eingefangen, die mir ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit vermittelt hat. Ich bin in die Geschichte eingetaucht und habe jedes einzelne Wort genossen.

Auch mit unserer Protagonistin Gwen und ihrem taffen Auftreten konnte ich mich sofort anfreunden. Wir lernen sie während ihrer Schicht im Restaurant ihres Vaters kennen, wo sie normalerweise jeden Sommer arbeitet. Da sie dieses Mal allerdings keine Lust hat die reichen Feriengäste zu bedienen, nimmt sie den Job als Betreuerin für die etwas schrullige Mrs. Ellington an. Wenn sie jedoch gewusst hätte, dass sie dabei auch Cassidy Sommers wieder gegenüber stehen würde, hätte sie es sich vielleicht noch einmal anders überlegt…

Schon bei ihrem ersten Aufeinandertreffen ist deutlich spürbar, dass sich in der Vergangenheit irgendetwas zwischen den beiden ereignet haben muss. Was genau bleibt aber zunächst offen. Zwar lässt Gwen immer wieder kleine Bemerkungen fallen, doch erst nach und nach kommt wirklich Licht ins Dunkel. (Wobei ich sagen muss, dass mir durch die Rückblenden und Andeutungen relativ schnell klar war, was hinter dem Geheimnis steckt. Das hat etwas von der Spannung genommen.) Bis dahin setzt Gwen alles daran Cass nicht mehr über den Weg zu laufen…Das erweist sich jedoch als sehr schwierig, denn dank seines Sommerjobs taucht er immer wieder in ihrer Nähe auf…Und so sehr sie sich auch wehrt und ihre gleichgültige Fassade ihm gegenüber aufrecht erhält, sprechen ihre Gefühle eine ganz andere Sprache…

Im Mittelteil plätschert die Handlung eine ganze Weile nur so vor sich hin und es zieht sich stellenweise …Langeweile habe ich zwar kein einziges Mal empfunden, da die Autorin neben der Liebesgeschichte von Gwen und Cass auch viele andere Themen anreißt. Es geht vor allem um das Erwachsen werden. Ein langer und steiniger Weg, in dessen Verlauf einige wichtige Entscheidungen zu treffen sind. Man muss herausfinden, wer man gerne sein möchte, was man in Zukunft erreichen will und welche Pläne, Ziele, Wünsche man hat. Es ist eine Zeit des Umbruchs, der Veränderungen. Das muss man erst einmal akzeptieren, denn so gerne man es auch hätte: Nichts und niemand bleibt für immer gleich. Dafür bietet uns unser Leben viel zu viele Möglichkeiten. Aber neben all dem hat mir einfach mir hat einfach das besondere Etwas, das „Mein Sommer nebenan“ hatte und mich damals während dem Lesen begleitet hat, gefehlt. (Ich weiß man soll keine Bücher miteinander vergleichen!)

 Nichtsdestotrotz habe ich mit dem Buch einige schöne Lesestunden verbracht :) 
 
Wie oben schon erwähnt hat Huntley Fitzpatrick ihre eigene wunderbare Art des Erzählens. Sie schafft es eine gewisse Leichtigkeit in ihre Geschichte einfließen zu lassen, sodass die Seiten nur so an einem vorbeifliegen. Eine gute Portion Humor darf auch nicht fehlen und lockert die Handlung zusätzlich auf. Außerdem zeigt die Autorin sehr viel Feingefühl, mit dem es ihr gelungen ist, die Beziehung von Gwen und Cass äußerst authentisch herüber zu bringen. Es dauert lange bis sich die beiden näher kommen und man kann hautnah miterleben wie sich ihre Gefühle füreinander entwickeln bzw. intensiver werden.  

 
Gwen ist für ihr Alter ein sehr selbstständiges und reifes Mädchen, das nicht auf den Mund gefallen ist und eine gute Portion Humor an den Tag legt. Ihre Familie und Freunde sind für sie das wichtigste und sie würde wirklich alles dafür tun, dass es ihnen gut geht. Nebenbei arbeitet sie fleißig, um sich ein wenig Geld zu verdienen. Nach ihren Schulabschluss möchte sie Seashell Island gerne verlassen, da es für sie nicht infrage kommt eines Tages als Reinigungskraft zu enden und wie ihre Mutter die Häuser der reichen Familien und Sommergäste zu putzen. Mit der Zeit bekommen wir dann auch Gwens verletzliche Seite zu Gesicht. Gwen hat in der Vergangenheit hin und wieder falsche Entscheidungen getroffen, die ihr einen nicht geraden schmeichelhaften Ruf eingebracht haben. Das macht sie nicht weniger sympathisch, schließlich macht jeder mal Fehler – vor allem wenn er schon einige Male enttäuscht wurde. Dennoch konnte ich manche Handlungen von ihr nicht nachvollziehen

Cass, der Junge aus reichem Hause, wurde von seinem Vater dazu verdonnert diesen Sommer als Gärtner zu jobben. Dabei trifft er immer wieder auf Gwen, die jedoch alles andere als begeistert ist ihm ständig über den Weg zu laufen. Allerdings lässt er sich davon nicht entmutigen. Im Gegenteil! Cass fand ich wirklich richtig toll. Endlich mal kein Draufgänger, sondern ein ganz normaler Junge von Nebenan, der einerseits total schlagfertig ist, andererseits aber auch seine schüchterne Seite hat. Etwas schade fand ich, dass man nicht noch mehr über ihn erfahren hat.

Gwens Familie ist ein total chaotischer Haufen, bei dem die unterschiedlichen Charaktereigenschaften aufeinanderprallen, sich aber wunderbar ergänzen. Sie sind immer füreinander da und dieser Zusammenhalt hat mich sehr berührt. Emory, Gwens kleiner Bruder, ist mir besonders ans Herz gewachsen. Ein liebenswerter kleiner Kerl, den ich am liebsten adoptiert hätte^^

Mein Highlight: Mrs. Ellington, die mit ihren 90. Jahren noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Die alte Dame hat es wirklich faustdick hinter den Ohren und Gwen erlebt mit ihr einige lustige und unterhaltsame Momente.

 
Mit „Es duftet nach Sommer“ hat Huntley Fitzpatrick eine leichte und sehr unterhaltsame Sommergeschichte geschrieben, die mit vielen unterschiedlichen Charakteren ausgestattet ist, von denen die meisten wirklich liebenswert sind. Auf unsere beiden Protagonisten Gwen und Cass wartet ein Sommer des Erwachsenwerdens. Ein Sommer, in dem einige schwierige Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden müssen. Die wichtigste Frage, die sie sich jedoch stellen müssen: Können sie die Missverständnisse der Vergangenheit hinter sich lassen und ihren Gefühlen füreinander noch eine Chance geben?  
 



Huntley Fitzpatrick wuchs in einem kleinen Küstenort in Connecticut auf, der die Vorlage für den Ort Stony Bay in Mein Sommer nebenan lieferte. Schon als Kind wollte sie Schriftstellerin werden. Nach dem Universitätsabschluss arbeitete Huntley Fitzpatrick in verschiedenen Berufen, unter anderem in einem akademischen Fachverlag und als Lektorin bei Harlequin. Heute lebt die sechsfache Mutter in Massachusetts und widmet ihre gesamte Zeit dem Schreiben [Quelle: Verlagshomepage cbj]


 


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- Sarina