Sonntag, 15. Juni 2014

[Filmgedanken] Das Schicksal ist ein mieser Verräter

 
 
Die 16-jährige Hazel Lancaster leidet seit drei Jahren an Schilddrüsenkrebs, der in ihre Lunge übergegangen ist und sie dazu zwingt, einen Sauerstofftank zum Atmen mit sich herumzutragen. In einer Therapiegruppe für jugendliche Krebspatienten lernt sie Augustus Waters kennen, dem in Folge eines Tumors ein Bein amputiert werden musste. Die beiden beginnen Zeit miteinander zu verbringen und verlieben sich schließlich ineinander. Als Hazel wegen einer Lungenentzündung mehrere Tage im Krankenhaus liegt, an denen Augustus nicht von ihrer Seite weicht, schmieden die beiden einen kühnen Plan: Sie wollen nach Amsterdam reisen, um Hazels Lieblingsautor Peter Van Houten zu treffen. Gemeinsam mit Hazels Mutter steigen sie ins Flugzeug und machen sich auf in Richtung Europa...

 
 


Wenn ich ehrlich bin, war ich anfangs leider überhaupt nicht begeistert, dass „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ verfilmt werden soll. Aber das würde wohl jeder erst einmal denken, wenn es um das eigene Lieblingsbuch geht. Schließlich hat man sich während des Lesens schon seine Vorstellungen und Gedanken gemacht – besonders im Bezug auf die Hauptcharaktere. Nachdem jedoch der Trailer zum Film heraus war und ich Shailene und Ansel zum ersten Mal in ihren Rollen gesehen habe, war ich hin und weg. 

Und auch jetzt nach dem ich „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ bin ich immer noch ganz geflasht *__*

* Die Handlung

Wie bei meiner Rezension zum Buch, fällt es mir unglaublich schwer meine Begeisterung in Worte zu fassen…Ich weiß nicht ich habe schlichtweg das Gefühl euch nur einen Bruchteil von dem vermitteln zu können, was es eigentlich zu erzählen gibt.

Nun gut, ich fange am besten ganz von vorne an. Der Einstieg in die Geschichte – derselbe wie im Trailer - hat mir wirklich gut gefallen. Klar hätte der Anfang auch wie im Buch sein können, aber meiner Meinung nach war es so absolut passend :) Eine schöne Einführung, bevor die Haupthandlung richtig beginnt.
Da ich das Buch mittlerweile in und auswendig kennen, wusste ich natürlich wie alles verlaufen und letztendlich ausgehen wird...Trotzdem bin ich vom ersten Moment in die Geschichte abgetaucht :)

Das erste Mal als wir Hazel zu einer Sitzung der Selbsthilfegruppe begleiten, war genauso wie ich es mir vorgestellt habe. Letzte Zweifel, die ich bis dahin noch hatte, waren auf der Stelle verpufft. Von da an habe ich jeder Szene entgegengefiebert und sehnsüchtig darauf gewartet, dass sich Augustus und Hazel zum ersten Mal begegnen. (Und auch wenn ich die Gefahr laufe mich zu wiederholen: Es war wirklich so, wie im Buch beschrieben!) Die Chemie zwischen Ansel und Shailene hat vom ersten Augenblick an gestimmt ♥
Schnell wurden in mir die Emotionen ausgelöst, die ich während des Lesens empfunden habe. Das Geschehen ging mir sehr nahe und hat mich innerlich total aufgewühlt…Ich habe jeden einzelnen Moment zwischen Hazel und Gus genossen, mich mit ihnen gefreut, mit ihnen gehofft, gebangt und gelitten. Besonders schön war jedoch zu Beobachten wie sie Gefühle füreinander entwickeln und sich langsam ineinander verlieben.
Die Reise nach Amsterdam und ihr Aufenthalt dort haben mir allein schon von der Atmosphäre her, am besten gefallen.  

Mitunter eine meiner neuen Lieblingsszenen :) 

Ab einem gewissen Zeitpunkt, nach dem eine ganz entscheidende Wendung stattgefunden hat, hatte ich einen dicken fetten Kloß im Hals, der bis zum Ende hin immer größer geworden ist. Wie so oft habe ich gehofft, dass sich das ein oder andere vielleicht doch noch anders entwickeln wird… Leider nur Wunschdenken, denn wie wir gelernt haben ist die Welt nun mal keine Wunscherfüllungsmaschine. Nur mühsam konnte ich die Tränen zurückhalten. Zum Glück habe ich dieses Mal auf Popcorn verzichtet, da ich bestimmt keinen Bissen herunterbekommen hätte (Ich wäre einmal in meinem Leben mit einer vollen Popcorntüte aus dem Kino gegangen^^)

Ich hätte den Film stundenlang weitersehen können. Während Abspann gelaufen ist, habe ich zu meiner Freundin gesagt, dass ich den Film am liebsten sofort noch einmal sehen würde.

 * Die Schauspieler

Seitdem ich Shailene Woodley zum ersten Mal als Hazel gesehen habe, konnte ich mir keine andere Schauspielerin für diese Rolle vorstellen, die ihr auch nur ansatzweise Konkurrenz hätte machen können. Es ist fast schon ein wenig gruselig, wie sehr sie meinen Vorstellungen gleicht. Sie hat Hazel zu 100% zum Leben erweckt und ihre Gedanken und Gefühle super authentisch herübergebracht.



Noch mehr begeistert war ich allerdings von Ansel Elgort als Augustus Waters, da ich ihm gegenüber am meisten Bedenken hatte. Wird er es wohl schaffen Gus Charme, seinen Witz, seine ganz besondere Art und Weise herüberzubringen? Ich kann euch sagen: Jaa er hat es geschafft Gus mit all seinen Facetten darzustellen und mich auf ganzer Länge von sich zu überzeugen. Er hat sich mit seinem Lächeln regelrecht in mein Herz gespielt ♥ Ich bin so unglaublich froh, dass er diese Rolle bekommen hat.

 

Nat Wolff als Isaac mochte ich auch richtig richtig gerne, sodass ich richtig mit ihm mitgelitten habe, als er nach Monikas Trennung am Boden zerstört war. So eine schnöde Behandlung hat er nämlich nicht verdient. Er kann schließlich nichts dafür, dass er diesen blöden Augenkrebs hat. Schade, dass er im Film weniger Aufmerksamkeit bekommen hat wie im Buch.

Willem Dafoe als Peter van Houten war eine grandiose Besetzung und auch die anderen Nebencharaktere konnten mich überzeugen.


* Setting und Sonstiges

Meine Schwärmerei setzt sich hier fort…Die Settings haben mir sehr gut gefallen, wobei mir vor allem die Szenen in Amsterdam im Gedächtnis geblieben sind. 

 

Was ich allerdings nicht ausschweigen möchte: Die Handlung wurde stellenweise etwas verkürzt und auch leicht verändert. Nicht alles aus dem Buch wurde in den Film übernommen, aber bei welcher Verfilmung ist das schon der Fall? Mich hat es nicht gestört. Ansonsten hat man sich sehr genau an John Greens Werk orientiert.

Etwas gewöhnungsbedürftig waren für mich hingegen die Synchronisationsstimmen. Genauso die deutsche Übersetzung…So wurde z.B. aus Isaacs und Monikas „Für immer“ ein „Immer“, was sich irgendwie seltsam angehört hat.  

 
Ich glaube ich übertreibe nicht, wenn ich sagen, dass „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ eine der besten Buchverfilmungen ist, die ich bisher gesehen habe. Ansel und Shailene waren die perfekte Besetzung für Augustus und Hazel. Sie haben die beiden nicht einfach nur gespielt sondern sie zum Leben erweckt. Darüber hinaus hat die Chemie zwischen den beiden von Anfang gestimmt :) Auch die Emotionen, die die Geschichte in einem auslöst, sind wunderbar herübergekommen.

Ein wunderschöner und gleichzeitig trauriger Film, der jedoch immer ein Fünkchen Hoffnung und Lebensfreude versprüht. Ach ja und der Humor kommt auch nicht zu kurz.



Kommentare:

  1. Hallo liebe Rina,

    ich finde Deinen Filmbericht total toll!!! :) <3
    Du sprichst mir aus der Seele!
    Dein Blog ist soooo schön! *-*

    Ganz liebe Grüße,
    Hannah
    http://www.wonderworld-of-books-from-hannah.blogspot.de/
    <3

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    1. Danke :) Ein toller Film hat auch eine tolle Filmreview verdient<3

      Ganz liebe Grüße
      Sarina

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- Sarina