Sonntag, 18. Mai 2014

(Rezension) "Schattenmädchen: Das Geheimnis einer Familie" von Laila El Omari

http://www.amazon.de/Schattenm%C3%A4dchen-Das-Geheimnis-einer-Familie/dp/3649615274/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1400314506&sr=8-1&keywords=Schattenm%C3%A4dchen 
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Das Leben muss mehr zu bieten haben als langweilige Tanzveranstaltungen, die Vermählung mit einem wohlhabenden Teehändler und gelegentliche Ausflüge in die nächste Kleinstadt, da ist sich Maya sicher! Gut behütet und gelangweilt wächst die 16-Jährige auf den Teeplantagen Ceylons auf – bis im Frühjahr 1895 alles, was sie zu kennen glaubt, auseinanderzubrechen droht. Plötzlich kommt sie einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur, das mit dem mysteriösen Verschwinden ihrer Tante vor vielen Jahren in Zusammenhang steht. Und auch ihre Großmutter sieht Maya mit einem Mal mit ganz anderen Augen. Als dann auch noch der charismatische und gut aussehende Engländer Adrian in ihre Leben tritt, steht Mayas Gefühlswelt endgültig kopf … 

 
Zu Beginn habe ich erst einmal etwas gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Das lag daran, dass es häufig Perspektivwechsel gibt, die einen die Handlung aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten lässt und andere Ereignisse beleuchtet. Mit jeder Seite wird es allerdings besser, da man die verschiedenen Charaktere kennenlernt und sich so auch ihre Namen, ihre Beziehung zueinander etc. einprägt.

Maya Cameron lebt mit ihrer Familie auf einer Teeplantage und genießt allerlei Privilegien. Doch sie ist gelangweilt von ihrem Alltag, der außer strengen Regeln, nervigen Tanzveranstaltungen, gelegentlichen Ausritten mit ihrem Pferd und Ausflügen in die Stadt kaum etwas Spannendes zu bieten hat. Wie gerne würde sie für eine Weile von zu Hause weggehen und die Welt entdecken. Etwas Schwung kommt in ihr eintöniges Leben, als plötzlich Adrian Frost auf Leighs End auftaucht…Mit der Zeit stellt sich nämlich heraus, dass er nicht ohne Grund nach Ceylon zurückkehrt ist…

Die erste Hälfte des Buches konnte mich leider nicht so richtig fesseln. Das Buch ließ sich zwar leicht lesen, aber außer der einzigartigen Umgebung, in der die Geschichte spielt, gab es leider nichts, was in meinen Augen besonders herausgestochen ist. Erst als Maya das alte Tagebuch ihrer seit Jahren verschollenen Tante findet, nimmt die Spannung zu. Gemeinsam mit Adrian macht sie sich auf die Suche nach Hinweise und kommt dabei im Laufe der Zeit einem dunklen Familiengeheimnis auf Spur. Von welcher Größe dieses jedoch ist, wird einem erst zu Ende richtig bewusst.

Während Maya und Adrian versuchen das Rätsel Stück für Stück aufzulösen, entwickeln die beiden langsam Gefühle füreinander. Allerdings müssen sie es erst mal für sich behalten, da Mayas Eltern und Großmutter etwas gegen Adrian zu haben…

Mit der Auflösung hätte ich jedenfalls nicht gerechnet, sodass ich im ersten Moment wirklich total überrascht, gleichzeitig aber auch schockiert und berührt war. Außerdem hat es mir mal wieder gezeigt, dass hinter einer scheinbar heilen Fassade, manchmal doch nicht alles so toll aussieht wie man es anderen Leuten gegenüber weiß machen möchte. Letzeres scheint im 19.Jahrhundert sehr wichtig gewesen zu sein: In der Gesellschaft gut dazu stehen und sich ja nicht die Blöße vor anderen geben, koste es was es wolle. Aber ich bin auch sonst sehr froh, dass ich zu dieser Zeit nicht gelebt habe…Toleranz und Gleichberechtigung scheinen damals Fremdwörter gewesen zu sein.  

 
In „Schattenmädchen“ lässt uns Laila El Omari gemeinsam mit den beiden Protagonisten Maya und Adam hinter die Fassade einer scheinbar makellosen Familie blicken und einem dunklen Geheimnis auf die Spur kommen, dessen Ausmaß einem erst zum Ende hin wirklich bewusst wird. In der ersten Hälfte des Buches plätschert die Handlung etwas vor sich hin und kann nur hin wieder einmal für Abwechslung sorgen. Doch es lohnt sich weiterzulesen, denn in der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte kontinuierlich an Spannung zu und es geschehen einige Dinge, mit denen man nicht gerechnet hätte. Die Atmosphäre, die die Autorin während des Lesens erzeugt ist richtig schön, genauso wie die kleine Liebesgeschichte, die sich langsam entwickelt.

Alles in allem ein gutes, historisches Jugendbuch, das für Zwischendurch bestens geeignet ist. 
 



Laila El Omari, geboren 1975 in Münster als Tochter eines palästinensischen Vaters und einer deutschen Mutter wuchs in Hamm auf. Nach dem Abitur studierte sie Orientalistik, Germanistik und Politikwissenschaften in Münster und Bonn. Im Jahre 2001 begann sie, Romane zu schreiben. "Die englische Erbin" wurde 2006 dann zu ihrem Debütroman. Die Autorin lebt heute mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Bonn. [Quelle: lovelybooks]

 


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- Sarina