Sonntag, 30. März 2014

(Rezension) "Letztendlich sind wir dem Universum egal" von David Levithan

http://www.amazon.de/Letztendlich-sind-wir-Universum-egal/dp/3841422195/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1396082534&sr=8-1&keywords=letztendlich+sind+wir+dem+universum+egal 
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Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren. Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?

Ohne große Umschweife, wirft einen David Levithan mitten ins Geschehen und damit auch in A’s Leben. Neugierig verfolgt man wie er (Ich schreibe der einfachhalber „er“, obwohl A weder männlich noch weiblich ist) sich mit dem Körper, in dem er aufgewacht ist und der ungewohnten Umgebung vertraut macht, indem er die die wichtigsten Informationen über die jeweiligen Person abruft. Am 5994.Tag übernimmt er so das Leben des 16jährigen Justin. Allerdings weiß er da noch nicht, dass dieser Tag sein Leben komplett auf den Kopf stellen wird. Der Grund hierfür ist Justins Freundin Rhiannon, die A vom ersten Augenblick fasziniert und ihn dazu bringt seine eigenen Vorsätzen über den Haufen zu werfen. Er verbringt einen wunderschönen Tag mit ihr, obwohl er genau weiß, dass er sie am nächsten Tag wieder verlassen wird. Allerdings kann er sie nicht vergessen, sodass er alles daran setzt sie wiederzusehen. Und dieser Wunsch ist so groß, dass A leichtsinnig wird, was seine Folgen nach sich zieht…

„Ich bin es leid, nichts zu fühlen. Ich bin es leid, mich nicht einzuklinken. Ich will hier bei ihr sein. Ich will der sein, der ihre Hoffnungen gerecht wird, auch wenn meine Zeit begrenzt ist.“ (S.25)
A konnte mich von der ersten Seite in seinen Bann ziehen, sodass ich das Buch förmlich verschlungen. Ich war gespannt wie es mit A und Rhiannon weitergeht, vor allem jedoch was als nächstes passiert, in welchen Körper A am nächsten Morgen aufwachen wird, wie sein Leben aussieht und mit welchen Problemen er umgehen muss. Denn das ist, wie man sich vielleicht denken kann, nicht vorhersehbar – selbst für den Leser. Man muss sich also wie A einfach überraschen lassen.

Spannung ist in dieser Geschichte definitiv nicht das Hauptaugenmerk. Sie ist zwar unterschwellig vorhanden, aber nicht übermäßig. Es ist vielmehr die Neugier auf A’s Erlebnisse und die Fragen zu seiner Existenz, die einen zum Lesen antreiben. Selbst ganz zum Schluss, auf den letzten Seiten, hätte ich noch Stunden weiterlesen können, da mir immer noch tausend Fragen durch den Kopf gesprudelt sind. Einerseits ist das Ende in sich abgeschlossen, andererseits lässt es aber auch auf eine Fortsetzung hoffen. Ich würde mich darüber jedenfalls sehr freuen.
 
David Levithan hat einen einfachen und unkomplizierten Schreibstil, durch den sich die Seiten wie nichts weg lesen lassen. Einmal angefangen war es wirklich schwer aufzuhören und ehe ich mich versah war die Geschichte auch schon zu Ende. David Levithan hat mich wirklich im wahrsten Sinne des Wortes umgehauen, und zwar so wie es noch kein Autor vor ihm geschafft hat. Seine Geschichte ist mit unglaublich tiefgründigen Worten erzählt. Darüber hinaus sorgt er dafür, dass sich seine Leser mit den verschiedensten Themen wie zum Beispiel Liebe, Freundschaft oder Sexualität auseinandersetzen (nicht nur oberflächlich sondern richtig). Außerdem wirft er eine Menge Fragen in den Raum, die einen zum Nachdenken anregen. Ganz besonders toll waren jedoch die vielen verschiedenen Charaktere mit ihren völlig unterschiedlichen Wesens-und Charakterzüge. Zu jedem von ihnen kann man als Leser einen Verbindung aufbauen, sich in ihn hineinversetzen, seine Gedanken, Gefühle nachvollziehen und ja auch hautnah mitfühlen. Und das war unterem das, was dieses Buch für mich ausgemacht hat.   

 
A mochte ich unglaublich gerne, da er so erfrischend anders bzw. seine Existenz ganz außergewöhnlich ist. Stellenweise war er vielleicht ein wenig naiv, was man ihm aber verzeihen kann. Er möchte einfach ganz normal sein, geliebt werden, eine eigene Familie haben, kurz gesagt nicht mehr einsam sein. Jeden Tag jemand anders zu sein, stelle ich mir unglaublich schwer vor, vor allem da er ja nie weiß was ihn erwarten wird. A ist sich das aber bewusst und er nimmt sein Schicksal auch ohne Klagen hin, aber ich glaube ihm wird die Tragweite bzw. die Bedeutung seines Seins erst richtig bewusst, als er sich in Rhiannon verliebt. Denn danach beginnt er vermehrt den Sinn seines Lebens zu hinterfragen, wobei der Autor einige interessante Fragen und leicht philosophische Ansätze aufwirft. Die Gefühle und Gedanken von A waren absolut greifbar. Am meisten beeindruckend fand ich jedoch wie A mit den unterschiedlichsten Situationen umgeht, schwierige Lagen meistert, sich in das Leben der jeweiligen Person hinein fühlt, dabei aber sein eigenes Ich nicht verliert.  

 
„Letztendlich sind wir dem Universum egal“ ist in jeder Hinsicht absolut einzigartig, was nicht zuletzt an unserem Protagonisten A lag. A’s Dasein ist einfach total anders und ungewöhnlich, dadurch aber auch besonders interessant zu verfolgen. Kein Tag ist wie der andere, kein Leben ist mit einem anderen zu vergleichen, man muss sich, so schwer es einem auch fällt, überraschen lassen. Am meisten überzeugt hat mich jedoch David Levithans Schreib-und Erzählstil. Mit seinen tiefgründigen Worten hat er mich regelrecht in seinen Bann gezogen und an seine Geschichte gefesselt, mich allerdings auch einige Male zum Nachdenken angeregt und mich für dieses oder jenes Thema sensibilisiert. Ich bin einfach nur begeistert und kann dieses Buch jedem nur wärmstens ans Herz legen.




David Levithan wurde NICHT in Frankreich oder Milwaukee geboren, hat weder in Harvard noch in Oxford studiert, und er lebt auch nicht in Manhattan, sondern auf der anderen Seite des Hudson River, in New Jersey. Gemeinsam mit Rachel Cohn hat er u.a. "Nick & Norah - Soundtrack einer Nacht" und "Naomi & Ely - Die Freundschaft, die Liebe und alles dazwischen"geschrieben. Sein preisgekrönter Roman "Noahs Kuss... und plötzlich ist alles anders" hat in den USA mittlerweile Kultstatus. [Quelle: Verlagshomepage cbt]


   
 




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- Sarina